Die Systemische Gesellschaft (SG) – Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e.V. ist ein 1993 gegründeter berufsübergreifender Fachverband. Sitz des gemeinnützig anerkannten Vereins ist Berlin, dort befindet sich auch die Geschäftsstelle.
Die Etablierung von verbindlichen Weiterbildungscurricula und -richtlinien sowie die Vergabe von Zertifikaten für abgeschlossene Weiterbildungen zählt mit zu den wichtigsten Qualitätsentwicklungen der SG. Die Zertifikate der Systemischen Gesellschaft, ebenso wie die der DGSF, gelten als Qualitätskriterium einer systemischen Weiterbildung. Die SG vergibt Zertifikate in sechs Bereichen:[5]
Systemische/r Berater/in (SG) sowie Lehrende/r für Systemische Beratung (SG)
Systemische/r Therapeut/in sowie Lehrende/r für Systemische Therapie (SG)
Systemische/r Supervisor/in (SG) sowie Lehrende/r für Systemische Supervision (SG)
Systemische/r Coach (SG) sowie Lehrende/r für Systemisches Coaching (SG)
Systemische/r Kinder- und Jugendlichentherapeut/in (SG)
Systemische/r Organisationsentwickler/in (SG)
Die SG setzte sich gemeinsam mit der DGSF für eine wissenschaftliche Anerkennung der systemischen (Psycho-)Therapie ein. 2008 waren beide Verbände mit ihrem Antrag beim Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie (WBP) erfolgreich.[6] Ende 2019 ist Systemische Therapie als Psychotherapieverfahren für Erwachsene in die Versorgungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen worden.[7]