Zum Inhalt springen

Kirchenkreis Wied

Geodaten zu dieser Seite vorhanden
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Synode Wied)

Der Kirchenkreis Wied ist einer der 34 Kirchenkreise in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) mit Sitz in Neuwied. Zu ihm gehören 14 Kirchengemeinden. Sein Gebiet ist im Wesentlichen deckungsgleich mit dem des Landkreises Neuwied.

In der Grafschaft Wied hatte sich schon im 16. Jahrhundert die Reformation durchgesetzt. Die Honnefelder Synode von 1564 schuf eine einheitliche Kirchenordnung für die gesamte Grafschaft. Im letzten Viertel des Jahrhunderts schloss sich die Grafschaft dem reformierten Bekenntnis an und arbeitete von nun an eng mit den ebenfalls reformierten benachbarten Territorien Nassau-Dillenburg, Sayn-Wittgenstein und Solms zusammen. Unter Graf Friedrich Alexander wurde im 18. Jahrhundert in der Residenzstadt Neuwied religiöse Toleranz durchgesetzt; der Rest des Gebiets blieb aber fast rein reformiert.[1]

Als das Gebiet durch den Wiener Kongress zwischen dem Herzogtum Nassau und dem Königreich Preußen aufgeteilt wurde, wurden im preußischen (westlichen) Teil die Kirchenkreise (nach damaliger Begrifflichkeit Synoden) Neuwied und Dierdorf gebildet. 1817 wurden sie zur Synode Wied vereinigt. Seit 1973 gehören auch die ehemals kurtrierischen bzw. kurkölnischen Gemeinden Engers, Bad Hönningen und Linz, die zuvor dem Kirchenkreis Koblenz angehörten, zum Kirchenkreis Wied.

Kirchengemeinden

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Kirchenkreis gehören die Kirchengemeinden Anhausen, Dierdorf, Engers, Feldkirchen-Altwied, Honnefeld, Linz-Bad Hönningen-Unkel-Rheinbreitbach, Neuwied, Niederbieber, Oberbieber, Puderbach, Urbach-Raubach, Rengsdorf und Waldbreitbach.

Kirchengebäude im Kirchenkreis Wied

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Kategorie:Kirchengebäude des Kirchenkreises Wied

Die Leitung des Kirchenkreises liegt bei der Kreissynode, die in der Regel zweimal im Jahr tagt, beim Kreissynodalvorstand und beim Superintendenten. Als Superintendent amtiert (Stand Januar 2021) Pfarrer Detlef Kowalski. Kreiskantor ist Simon Schumacher.

Mitgliederstatistik

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut der Volkszählung 1987 gehörten damals 35,1 % – 49.000 der 139.600 – Einwohner zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Die Zahl der evangelischen Kirchenmitglieder ist seitdem gesunken. Anfang 2021 lebten im Gebiet des Kirchenkreises 165.200 Einwohner, wovon 23,1 % (38.200) Mitglieder der Landeskirche waren.[2] Anfang 2025 lebten im Gebiet des Kirchenkreises 170.300 Einwohner, wovon 20 % (34.000) Mitglieder der Landeskirche waren.[3]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Standortbestimmung und Ausblick (2021) auf der Website des Kirchenkreises, S. 8 f.
  2. Tabelle 2.2 Gemeindeglieder und Konfessionsanteil nach Kirchenkreisen, abgerufen am 16. Januar 2022
  3. Tabelle 2.2 Gemeindeglieder und Konfessionsanteil nach Kirchenkreisen, abgerufen am 20. Januar 2026
Evangelischer Kirchenkreis Wied
Die Evangelische Pfarrkirche Altwied war die erste des Kirchenkreises, an der die Reformation eingeführt wurde
Die Evangelische Pfarrkirche Altwied war die erste des Kirchenkreises, an der die Reformation eingeführt wurde
Organisation
Landeskirche Evangelische Kirche im Rheinland
Statistik
Kirchengemeinden 13
Gemeindeglieder 34.000 (20 %, Stand: 1. Januar 2025)
Leitung
Superintendent Detlef Kowalski
Büroanschrift Rheinstraße 69
56564 Neuwied
Webpräsenz wied.ekir.de