SwissICT (Eigenschreibweise swissICT) ist ein Fachverband der Schweizer Branche für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) mit Sitz in Zürich. Der Verband vertritt sowohl ICT-Anbieter und -Anwenderunternehmen als auch Einzelpersonen aus der Branche und zählt nach eigenen Angaben rund 2100 Mitglieder, darunter etwa 900 Firmenmitglieder (Stand 2026).[3] Medienberichte bezeichnen SwissICT als den grössten Fachverband der Schweizer ICT-Branche.[4]
SwissICT entstand im Jahr 2000 durch die Fusion der Schweizerischen Vereinigung für Datenverarbeitung (SVD, gegründet 1968) mit dem Wirtschaftsinformatik-Fachverband (WIF, gegründet 1955).[5]
Von 2004 bis 2026 stand Thomas Flatt dem Verband als Präsident vor. Unter seiner Führung beteiligte sich SwissICT an verbandsübergreifenden Initiativen; Flatt war unter anderem Gründungsmitglied von ICT Switzerland (später mit Digitalswitzerland fusioniert) und von ICT-Berufsbildung Schweiz.[5] An der Generalversammlung im Mai 2026 wurde das langjährige Vorstandsmitglied Claude Honegger, ehemaliger Group CIO der Credit Suisse, zu Flatts Nachfolger gewählt.[1][6]
Die Geschäftsstelle wurde von 2018 bis Mai 2026 von Christian Hunziker geleitet, der aus privaten Gründen vorzeitig in Pension ging.[7] Zu seinem Nachfolger wurde der Ökonom und frühere Economiesuisse-Geschäftsleitungsmitglied Kurt Lanz ernannt, der die Geschäftsführung per 1. August 2026 übernimmt.[2][8]
Der Verband steht Unternehmen wie Einzelpersonen offen; zu den Mitgliedern zählen neben Einzelmitgliedern und kleinen und mittleren Unternehmen auch grosse ICT-Anbieter sowie Anwenderorganisationen wie Banken.[3] SwissICT verfügt über eine Geschäftsstelle in Zürich sowie über rund 20 Fach- und Arbeitsgruppen, in denen sich Fachleute zu Themen wie Sourcing, Open Source oder agilen Methoden austauschen.[3][9]
Seit 1981 publiziert SwissICT jährlich die Studie Saläre der ICT zu den Löhnen in der Schweizer Informatikbranche.[3] Die Erhebung basiert auf Lohnangaben teilnehmender Unternehmen; die Ausgabe 2024 stützte sich auf rund 38'500 Salärnennungen von 261 Unternehmen.[10] Die Ergebnisse werden regelmässig von Schweizer Fach- und Wirtschaftsmedien aufgegriffen.[10][11]
Seit 1986 gibt der Verband das Nachschlagewerk Berufe der ICT mit standardisierten Berufsbildern und Anforderungsprofilen heraus; es erschien bis 2017 in Buchform und ist seit 2018 online verfügbar. Inzwischen wird es unter dem Titel Rollen der ICT weitergeführt.[12] Die Rollenbeschreibungen dienen zugleich als Grundlage für die Kategorien der Salärstudie.[12]
SwissICT verlieh ab 2004 den Swiss ICT Award (anfänglich Swiss IT Award).[9] 2018 wurde dieser mit dem Swiss Digital Transformation Award zum Digital Economy Award zusammengeführt, den SwissICT seither gemeinsam mit Partnern – darunter das Fachmedienunternehmen Netzmedien und zeitweise Digitalswitzerland – veranstaltet.[13][14]