SuperDisk

Die SuperDisk von Imation war ein magnetischer Datenträger, der 1996[1] auf den Markt kam und in die Kategorie der Superfloppys fällt. Die Speicherkapazität (LS120) war mit 120 MB höher als die einer ZIP100-Diskette (100 MB). 2001 wurden SuperDisk-Laufwerke und Medien mit 240 MB Kapazität (LS240) als interne sowie externe Varianten auf den Markt gebracht.[2] Die SuperDisk war als abwärtskompatibler Nachfolger der Diskette gedacht. Damit stand sie in Konkurrenz zur bereits früher erschienenen Zip-Diskette des Konkurrenten Iomega, welche jedoch weder aufwärts- noch abwärtskompatibel zu herkömmlichen Disketten war.[3]
Trotz der technischen Vorteile (3½″-DD- und HD-Disketten waren les- und beschreibbar) gegenüber dem Zip-System konnte sich die SuperDisk nicht durchsetzen, da die Zip-Disketten früher auf dem Markt erschienen waren und bei Einführung der SuperDisk bereits eine gewisse Verbreitung gefunden hatten.
Als CD-Brenner erschwinglich wurden, verdrängten diese schnell sowohl SuperDisk als auch Zip-Diskette. Die Herstellung der SuperDisk wurde 2003 eingestellt.

Panasonic bot die beiden Digitalkameras PV-SD4090 und PV-SD5000 an, welche die Bilder auf einer SuperDisk speicherten – ähnlich wie die Kameras der Sony-Mavica-Serie, die jedoch nur HD-Disketten nutzten. Die Kameras hatten eine Auflösung von 1,3 Megapixeln (MP) bzw. 3,34 MP und verfügten über ein 2½″-Farb-LCD.[4][5]
Technik und Kapazität
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Abkürzung „LS“ steht für „Laser Servo“ und bezeichnet die Arbeitsweise des Laufwerkes: Die Positionierung des Lese-/Schreibkopfes bei den 120/240-MB-Medien erfolgt optisch mit Hilfe eines Lasers. Das Beschreiben und Lesen der Medien erfolgt magnetisch.
Die formatierte Kapazität der Medien ergibt sich aus der von den Laufwerken verwendeten CHS-Adressierung:
- LS-120: 963 × 8 × 32 × ½KiB = 123264 KiB = 120,375 MiB[6]
- LS-240: 262 × 32 × 56 × ½KiB = 234752 KiB = 229,25 MiB (240'386'048 Byte)
Die Laufwerke konnten auch herkömmliche 3½″-Disketten mit 720 KiB und 1440 KiB Kapazität lesen und beschreiben.[7]
Das 240-MB-Laufwerk konnte außerdem mittels einer speziellen Packet-Writing-Software (die allerdings nur für Windows angeboten wurde) auf normalen 1440 KiB-HD-Disketten bis zu 32 MB speichern.[8][9]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Lawrence M. Fisher: 3M Chases the Dream of Building a Better Disk. In: The New York Times. 11. März 1996, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 21. August 2024]).
- ↑ Datenblatt des Que! SuperDisk-240MB Laufwerks (PDF, englisch). Abgerufen am 12. Mai 2026.
- ↑ Messebericht der Orbit zur SuperDisk. Archiviert vom am 27. Januar 2013; abgerufen am 12. Juli 2012.
- ↑ Panasonic Introduce SuperDisk Digital Camera. dpreview.com, 22. April 2002, abgerufen am 30. Dezember 2020.
- ↑ PV-SD5000 (2000). digitalkameramuseum, abgerufen am 10. Februar 2022.
- ↑ LKML.org Forum, LS-120 CHS-Meldung. Abgerufen am 11. Mai 2026.
- ↑ "Super-Diskette" speichert 83faches Volumen an Daten. In: Welt. 20. Januar 1997, abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ 32MB on a humble floppy. Abgerufen am 21. August 2024.
- ↑ pressetext austria (pte): 32 MB auf eine normale Floppy – Tragbares SuperDisk-Laufwerk speichert 240 MB. (Pressemitteilung) In: Der Standard. 1. Juni 2001, abgerufen am 5. September 2024: „Addonics Technologies bringt ein tragbares SuperDisk-Laufwerk für Windows und Mac auf den Markt. Pocket SuperDisk ermöglicht mit spezieller Super-Diskette die externe Speicherung von 240 MB an Daten. Auf eine herkömmliche 3,5 Zoll-Floppy Disk können bis zu 32 MB gepackt werden.“