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Sun-downing

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Sun-downing (englisch sundowning oder sundown syndrome) bezeichnet abendliche Zunahme von Unruhe. Es kann im Rahmen von circadianen Störungen als regelmäßiges Muster besonders bei einem deliranten Syndrom oder Demenz auftreten.[1]

Teilweise wird mit Sun-downing nicht nur Unruhe, sondern weitergefasst die Gesamtheit von abendlich oder am späten Nachmittag beobachteten Verhaltensauffälligkeiten bezeichnet.[2][3]

Vermehrte Unruhe als neuropsychologisches Symptom wird in fortgeschrittenen Stadien von Demenz bei ca. 70 % der Patienten beschrieben. Es ist somit ein häufiges und klinisch relevantes Problem. Einem eher apathischen Bild während der Tageszeit steht häufig eine am frühen Abend beginnende Unruhe entgegen.[4] Das Symptom kann eine erhebliche Belastung für Angehörige und Pflegepersonal darstellen.

Medikamentöse Behandlung

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Cholinesteraseinhibitoren wie Donepezil, Rivastigmin und Galantamin[2] haben wiederholt eine bedeutende Abnahme von Verhaltensauffälligkeiten gezeigt. Bei Einsatz von Melatonin wurde bei den meisten Patienten in offenen Studien und Fallserien eine Reduktion von Sun-downing-Episoden dokumentiert.[2]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Rolf-Dieter Stieglitz, Achim Haug: Das AMDP-System. 11. Auflage. hogrefe, Göttingen 2023, ISBN 978-3-8017-3157-1, S. 133.
  2. 1 2 3 Canevelli M, Valletta M, Trebbastoni A, Sarli G, D'Antonio F, Tariciotti L, de Lena C, Bruno G. Sundowning in Dementia: Clinical Relevance, Pathophysiological Determinants, and Therapeutic Approaches. Front Med (Lausanne). 2016 Dec 27;3:73. doi:10.3389/fmed.2016.00073. PMID 28083535; PMCID: PMC 5187352 (freier Volltext).
  3. ↑ Moeri L, Mini P, Gironi C, Eshmawey M. Syndrome vespéral chez la personne âgée [Sundowning of the elderly person]. Rev Med Suisse. 2023 Sep 20;19(842):1693-1697. French. doi:10.53738/REVMED.2023.19.842.1693. PMID 37728262.
  4. ↑ Ludger Tebartz von Elst et al.: Psychiatrie und Psychotherapie. 7. Auflage. Elsevier, München 2024, ISBN 978-3-437-22487-4, S. 838