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Kastell Burghöfe

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(Weitergeleitet von Submuntorium)
Schematische Lage der römischen Befunde um Mertingen
Lage der Kastelle an der Donau

Als Kastell Burghöfe, lateinisch Submuntorium und Summuntorium, werden zwei ehemalige römische Befestigungsanlagen bei Burghöfe in der Gemeinde Mertingen im bayerisch-schwäbischen Landkreis Donau-Ries bezeichnet. In der antiken Zeit befanden sich die Kastelle in der römischen Provinz Raetia, später in der Raetia II und lagen rund 35 Kilometer nördlich von deren Hauptstadt Augusta Vindelicum (Augsburg) entfernt. Oberirdisch sind heute keine Reste der Befestigungen mehr sichtbar.

Name, Quellen und Lage

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Die erste Nennung findet sich unter dem Namen Summuntorium im 3. Jahrhundert im Itinerarium Antonini.[1] In der spätantiken Notitia dignitatum werden das Kastell unter dem Namen Submuntorium und die dort stationierten Truppeneinheiten, eine Abteilung der Legio III Italica unter einem Präfekten sowie die Equites stablesiani iuniores, angeführt.[2] Der Name leitet sich vermutlich vom lateinischen Verb submunire (deutsch: befestigen) ab.[3]

Die Relikte der römischen Verteidigungsanlagen liegen von der Donau rund sieben Kilometer entfernt auf dem Sporn einer Hochterrasse, die im Norden und im Osten um rund 30 Meter steil zum Lechtal beziehungsweise dem der Schmutter hin abfällt. In antiker Zeit befand sich dort ein Kreuzungspunkt der von Norditalien aus südlicher Richtung heran kommenden Via Claudia Augusta mit der von Westen nach Osten führenden Donausüdstraße. Die Via Claudia Augusta endete an der Schmuttermündung bei Donauwörth. Im heutigen Siedlungsbild befinden sich die Fundstellen ein paar hundert Meter südöstlich des Ortsrandes von Mertingen.[3]

Forschungsgeschichte

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Im Jahr 1906 identifizierte der Archäologe Friedrich Winkelmann (1852–1934) Burghöfe mit dem antiken Submuntorium.[4] Anschließend beschäftigte sich Paul Reinecke (1872–1958) im Jahr 1920 erstmals ausführlich mit dem Fundplatz.[5] Eine erste Ausgrabung fand 1925 durch Ludwig Ohlenroth (1892–1959) statt, die Bearbeitung durch Günter Ulbert (1930–2021) wurde 1959 publiziert.[6]

Seit 1982 wurde das Kastellareal durch intensive Befliegungen luftbildarchäologisch beobachtet, um ein umfassendes Bild der erkennbaren archäologischen Strukturen für die Forschung auswertbar zu machen. Das zum Kastell gehörende Lagerdorf, der Vicus, blieb jedoch offenbar aufgrund der hohen Sedimentation durch erodierendes Material von der erhöht liegenden Garnison unentdeckt.

In den Jahren 2001 und 2003 führte das Institut für Vor- und frühgeschichtliche Archäologie und Provinzialrömische Archäologie der Universität München in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege großflächige geophysikalische Untersuchungen mittels verschiedener Methoden durch. Ziel war es, einen umfassenden Gesamtplan der militärischen Anlagen sowie der zivilen Strukturen des Lagerdorfes zu erstellen. Nachdem das zu prospektierende Gelände seit 2001 größtenteils als Brache genutzt wurde, stand einer uneingeschränkten Nutzung nichts im Wege. Nun gelang es, den gesuchten Vicus in einer Mulde zwischen dem Kastell und der nächsten Anhöhe zu dokumentieren. Da die älteren Luftbilder vom Garnisonsort teils viele Details wiedergaben, die den geophysikalischen Methoden verborgen blieben, wurde im Folgenden in einer Kombination der verschiedenen Untersuchungstechniken vorgegangen. Eine im August 2001 angesetzte Testgrabung brachte wichtige Ergebnisse. Danach konnte ab Mai 2003 ein zunächst zweijähriges Forschungsprojekt angesetzt werden, das unter der Projektleitung des Archäologen Michael Mackensen stand.[7] Nach 2003 wurde auch in den Sommern 2004 und 2007 auf einer Fläche von über 900 Quadratmetern gegraben. Zusätzlich fand 2005 eine Prospektion statt.[8]

Archäologische Befunde

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Frühkaiserzeitliche und möglicherweise mittelkaiserzeitliche Kastelle

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In tiberisch-claudischer Zeit entstanden auf dem Felssporn erste Auxiliarkastelle der älteren Donaulinie des Raetischen Limes als einfache Holz-Erde-Lager. Auf einen möglicherweise tiberischen Posten folgte ein erstes, temporäres frühclaudisches Lager vor der Anlage des ersten stationären, claudischen Kastelles. Dieses hatte einen annähernd quadratischen Grundriss und umfasste mit seinen Seitenlängen von 150 m mal 140 m eine Fläche von 2,1 Hektar. Als Annäherungshindernis diente ein einfacher, bis zu sechs Metern breiter und 2,2 m tiefer Spitzgraben. Auf der nördlichen und südlichen Seite war der Graben um jeweils zehn bis zwölf Meter Breite unterbrochen, um Zugang zum Kastell zu gewährleisten. Spuren eines weiteren Grabens auf der Nordseite deuten auf eine mögliche Mehrperiodigkeit der Anlage. Konturen der Innenbebauung können nur sehr schwach auf Luftbildern ausgemacht werden. Name und Größe der dort stationierten Einheit sind unbekannt, Funde von Pferdegschirr- und Reiterausrüstungsteilen weisen auf die Anwesenheit von Reitern, also eine Cohor equitata (600 Mann starke, teilberittene Infanterietruppe) oder Ala (rund 500 Mann starke Kavallerieeinheit). In welchem Zusammenhang damit der im Lagerbereich gefundene Weihestein des Marcus Scandilius Fabatus, eines Präfekten der Ala I Hispanorum Auriana steht,[9] muss vorläufig offen bleiben. Ein zwingender Beweis für die Stationierung dieser Einheit dort ist dieser einzelne Fund noch nicht, zumal die geringe Lagerfläche eher für eine Cohors equitata, beispielsweise die Cohors I Breucorum spricht.[10] Der Name des Kastells lautete vermutlich schon in der frühen Zeit Submuntorium. Eine erste Zerstörung erfolgte wohl im Zusammenhang mit den Ereignissen des Vierkaiserjahrs (69 u. Z). Es wurde jedoch wieder aufgebaut, um 77/80 erneut zerstört, wovon eine entsprechend datierte Brandschicht zeugt,[10] und bestand noch bis in spättrajanisch-frühhadrianische Zeit, etwa um das Jahr 120 herum.[3][11] Michael Mackensen und Florian Schimmer schließen aufgrund einzelner Funde einen kleineren Posten bis ins 3. Jahrhundert nicht aus. Ferner wurde eine Palisade gefunden, die aufgrund der Münreihe auf die Zeit zwischen 272 und 282/283 weist, als während der Zeit des Kaisers Probus (276-282) dieser am Lech gegen die Burgunden und Vandalen kämpfte.[12]

Bei den Luftaufnahmen zeigten sich in der Praetentura (vorderer Lagerteil) die Konturen eines Steingebäudes, das aber nicht zum Kastell gehört, sondern in der Nachkastellzeit anzusiedeln ist. Möglicherweise handelt es sich dabei um eine Statio, eine bewachte Straßenstation des 2. oder 3. Jahrhunderts.[3]

Der Kastellvicus erstreckte sich westlich des Kastells und südlich, beiderseits einer sechs Meter breiten und mit Kies befestigten Straße.[13] Der Vicus war die Zivilsiedlung des Lagers, die bei jedem dauerhaften Standlager anzutreffen ist und in der sich die Angehörigen von Soldaten, Händler, Handwerker, Gastwirte, Prostituierte und andere Dienstleister, alle, die der Versorgung der Truppe dienten, niederließen und wirtschafteten. Von der Vicusbebauung konnten in Burghöfe mehrere Spuren von Holzgebäuden mit Pfosten oder Schwellbalken sowie ein steinernes Gebäude und drei Erdkeller ausgegraben werden. Einer der Keller, 7,6 m mal 4,0 m (= 30,4 m²) groß und 1,7 m tief war mit Holz verschalt und ausgebrannt. Er hatte ausweislich des Fundmaterials als Depot eines Händlers gedient, der mit Terra sigillata Handel trieb. Andere Befunde wiesen auf eine Töpferei, die Irdenware produzierte, der Fund in Form eines Reliefs des Gottes Mercurius[14] deutet auf ein möglicherweise nahe gelegenes Heiligtum.[3]

Spätantike Befestigungen

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Wohl schon in der Zeit der Tetrarchie und im Rahmen von deren Bauprogramm, vermutlich um das Jahr 300, wurde etwas östlich des Kastells eine erste steinerne Befestigungsanlage des spätantiken Donau-Iller-Rhein-Limes errichtet.[15] Die Befunde zeigen eine langrechteckige Anlage von 25/30 m Breite und 105/115 m Länge (rund 0,3 ha, die von einer 1,5 m dicken Mauer umgeben war. Es folgten noch zwei weitere Bauphasen, die sich weniger in Befunden als vielmehr in Funden manifestierten. Die spätantiken Anlagen waren sicher bis in das zweite Drittel des 4.,[10] nach Ansicht von Wolfgang Czysz bis in die erste Hälfte des 5. Jahrhunderts belegt.[3] Laut Notitia dignitatum waren dort die Equites stablesiani iuniores eine berittene Eliteeinheit und der Praefectus legionis tertae Italicae, ein Abschnittskommandant der Donaugrenze mit seiner Truppe stationiert.[2] Aufgrund der Funde entsprechender Münzen und einer Fibel mit Kreisaugendekor und dreieckiger Kopfplatte kann sogar eine Besetzung des Kastells bis in die Zeit des Odoakers (476-493) oder Theoderichs (488-526) nicht ausgeschlossen werden. Ungewöhnlich für Raetien und die Zeitstellung hatte die Befestigung sogar einen Vicus mit Holzgebäuden, in dem sich Nachweise von Metallhandwerk finden ließen.[16]

Ab der späten Völkerwanderungszeit respektive dem Frühmittelalter wurde diese Stelle von der Burg Turenberc überbaut, wodurch zahlreiche Spuren der militärischen und zivilen spätantiken Besiedlung zerstört wurden.[17]

Aus Burghöfe stammen eine Reihe von Steinfunden, darunter eine 1921 gefundene fragmentarische Statue des Mercurius,[14] ein 1968 entdeckter Votivaltar für Apollon[18] sowie ein Miniatur-Votivaltar für Mars.[19] Hinzu kommen eine Reihe von Steininschriften[20] sowie ein auf das Jahr 140 datiertes bronzenes Militärdiplom.[21] Die Zahl der bei Geländebegehungen aufgelesenen Bronzekleinfunde geht in die Tausende.[22]

Fundverbleib und Denkmalschutz

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Die Funde aus Burghöfe werden in der Archäologischen Staatssammlung München und im Römischen Museum Augsburg verwahrt. Die Flächen der römischen Anlagen sind ein unter dem Aktenzeichen D-7-7330-0001 registriertes Bodendenkmal nach dem Gesetz zum Schutz und zur Pflege der Denkmäler (Bayerisches Denkmalschutzgesetz – BayDSchG).[23] Ferner sind eine nördlich der militärischen Anlagen gelegene Villa rustica unter dem Aktenzeichen D-7-7330-0158,[24] die südlich und östlich verlaufende römische Straße mit den Aktenzeichen D-7-7330-0232[25] und zwei weitere Straßenabschnitte nach Süden (D-7-7330-0002)[26] und Südwesten (D-7-7330-0172)[27] unter Schutz gestellt.

  • Wolfgang Czysz: Burghöfe, Gde. Mertingen, Lkr. Donau-Ries, Schw. Kastell und Vicus der frühen Kaiserzeit und Spätantike. In: Ders. et al. (Hrsg.): Die Römer in Bayern. Lizenzausgabe. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-11-6, S. 429 f.
  • Karlheinz Dietz, Thomas Fischer, Veronika Fischer: Bayern zur Römerzeit. Archäologie und Geschichte. Pustet, Regensburg 2025, ISBN 978-3-7917-3520-7, S. 373 f., 477.
  • István Gergő Farkas: The Dislocation of the Roman Army in Raetia. (= BAR International Series 2723). BAR Publishing, Oxford 2016, ISBN 978-1-4073-1378-8, S. 21 f.
  • Thomas Fischer, Erika Riedmeier-Fischer: Burghöfe/Submuntorium, Gde. Mertingen, Lkr. Donau-Ries, Schw. Kastelle der frühen Kaiserzeit und Spätantike. In Dies.: Der Römische Limes in Bayern. Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0, S. 168 f.
  • Regina Franke: Militärische Ausrüstungsgegenstände, Pferdegeschirr, Bronzegeschirr und -gerät (= Römische Kleinfunde aus Burghöfe Bd. 3; = Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie, Materialien und Forschungen 9). Marie Leidorf, Rhaden/Westfalen 2009, ISBN 3-89646-538-4.
  • Regina Franke: Eine neue Bronzeschale mit hochgewölbten Henkeln (Form Bienert 58) aus Burghöfe an der oberen Donau. In: Eckhard Deschler-Erb, Philippe Della Casa (Hrsg.): New Research on Ancient Bronzes. Acta of the XVIIIth International Congress on Ancient Bronzes (= Zurich Studies in Archaeology 10). 2015, S. 203–209.
  • Sebastian Gairhos, Salvatore Ortisi: Erste Ausgrabungen im spätrömischen Grenzkastell Submuntorium/Burghöfe. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2001. Theiss, Stuttgart 2002, S. 94–96.
  • Sebastian Gairhos, Salvatore Ortisi: Ein spätrömisches Kastell und sein Umfeld – Fortsetzung der Ausgrabungen in Submuntorium-Burghöfe, Gemeinde Mertingen, Landkreis Donau-Ries, Schwaben. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2004. Theiss, Stuttgart 2005, S. 105–107.
  • Christian Later: Der mittelalterliche Burgstall ‚Turenberc‘/Druisheim. Archäologische Untersuchungen 2001-2007 am römischen Militärplatz ‚Submuntorium‘/Burghöfe an der oberen Donau. (= Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie 2). Reichert, Wiesbaden 2009, ISBN 3-89500-716-1.
  • Michael Mackensen, Florian Schimmer (Hrsg.): Der römische Militärplatz „Submuntorium“, Burghöfe an der oberen Donau. Archäologische Untersuchungen im spätrömischen Kastell und Vicus 2001–2007 (= Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie 4). Reichert, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-89500-821-4.
  • Michael Mackensen: Neue Evidenz zur Ausrüstung der equites stablesiani iuniores im spätrömischen Kastell Submuntorium/Burghöfe (Bayerisch-Schwaben). In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 82, 2017, S. 171–184 (Digitalisat).
  • Michael Mackensen: Ein Solidusanhänger des Iulianus II. aus Submuntorium/Burghöfe. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 82, 2017, S. 185–189 (Digitalisat).
  • Michael Mackensen: Halbsiliquen des Honorius und des Odovacar aus Submuntorium/Burghöfe (Bayerisch-Schwaben). In: Bayerische Vorgeschichtsblätter 83, 2018, S. 77–84 (Digitalisat)
  • Salvatore Ortisi, Philipp M. Pröttel: Die früh- und mittelkaiserzeitlichen Fibeln. Die spätrömischen Metallfunde (= Römische Kleinfunde aus Burghöfe Bd. 2; = Frühgeschichtliche und Provinzialrömische Archäologie, Materialien und Forschungen 6). Marie Leidorf, Rhaden/Westfalen 2002, ISBN 3-89646-535-X.
  • Salvatore Ortisi, Jörg Faßbinder: Geophysikalische Prospektion und Ausgrabungen in Submuntorium-Burghöfe, Gemeinde Mertingen, Landkreis Donau-Ries, Schwaben. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2003. Theiss, Stuttgart 2004, S. 85–89.
  • Florian Schimmer, Regina Franke: Untersuchungen im westlichen Vorfeld des spätrömischen Kastells Submuntorium (Burghöfe), Gemeinde Mertingen, Landkreis Donau-Ries, Schwaben. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2007. Theiss, Stuttgart 2008, S. 89–90.
  • Evamaria Schmidt: Figürliche Bronzen und Schmuck (= Römische Kleinfunde aus Burghöfe Bd. 1). Marie Leidorf, Rahden/Westfalen 2000, ISBN 3-89646-532-5.
  • Günter Ulbert: Die römischen Donau-Kastelle Aislingen und Burghöfe (= Limesforschungen 1). Gebr. Mann, Berlin 1959 (Digitalisat).
  1. Itinerarium Antonini 250.
  2. 1 2 Notitia dignitatum occ. 35, 5. 16. 18.
  3. 1 2 3 4 5 6 Wolfgang Czysz: Burghöfe, Gde. Mertingen, Lkr. Donau-Ries, Schw. Kastell und Vicus der frühen Kaiserzeit und Spätantike. In: Ders. et al. (Hrsg.): Die Römer in Bayern. Lizenzausgabe. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-11-6, S. 429 f.
  4. Friedrich Winkelmann: Der Limes. In: Deutsche Gaue 9, 1908, S. 256–257; s. auch Friedrich Winkelmann: Die römischen Grenztruppen der Provinz Rätien und ihre Garnisonen ums Jahr 400. In: Deutsche Gaue 13, 1912, S. 148–149.
  5. Paul Reinecke: Summuntorium. In: Augsburger Rundschau 2, Nr. 45/46, 1920, S. 539–542 und 551–552 = Paul Reinecke: Kleine Schriften zur vor- und frühgeschichtlichen Topographie Bayerns. Kallmünz/Opf. 1962, S. 96–105.
  6. Günter Ulbert: Die römischen Donau-Kastelle Aislingen und Burghöfe (= Limesforschungen 1). Gebr. Mann, Berlin 1959.
  7. Jörg Faßbinder, Salvatore Ortisi: Geophysikalische Prospektion und Ausgrabungen in Submuntorium-Burghöfe, Gemeinde Mertingen, Landkreis Donau-Ries, Schwaben. In: Das archäologische Jahr in Bayern 2003, Theiss, Stuttgart 2004, S. 85–89; hier: S. 85.
  8. Römisches Grenzkastell Submuntorium/Burghöfe a. d. Donau (Bayern) auf der Webpräsenz der Ludwig-Maximilians-Universität München, abgerufen am 3. Juni 2026.
  9. AE 1978, 0583. = HD004432
  10. 1 2 3 István Gergő Farkas: The Dislocation of the Roman Army in Raetia. (= BAR International Series 2723). BAR Publishing, Oxford 2016, ISBN 978-1-4073-1378-8, S. 21 f.
  11. Karlheinz Dietz, Thomas Fischer, Veronika Fischer: Bayern zur Römerzeit. Archäologie und Geschichte. Pustet, Regensburg 2025, ISBN 978-3-7917-3520-7, S. 373 f., 477.
  12. Karlheinz Dietz, Thomas Fischer, Veronika Fischer: Bayern zur Römerzeit. Archäologie und Geschichte. Pustet, Regensburg 2025, ISBN 978-3-7917-3520-7, S. 373.
  13. Kastellvicus weitläufig um 48° 38′ 48″ N, 10° 49′ 8″ O
  14. 1 2 Römisches Museum Augsburg Inv. Lap. 109: 6350 Mercur. auf lupa.at, abgerufen am 1. Juni 2026.
  15. Spätantike Kastelle um 48° 38′ 52″ N, 10° 49′ 28″ O
  16. Karlheinz Dietz, Thomas Fischer, Veronika Fischer: Bayern zur Römerzeit. Archäologie und Geschichte. Pustet, Regensburg 2025, ISBN 978-3-7917-3520-7, S. 373 f.
  17. Christian Later: Der mittelalterliche Burgstall Turenberc/Druisheim. Archäologische Untersuchungen 2001–2007 am römischen Militärplatz Submuntorium/Burghöfe an der oberen Donau (= Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie Bd. 2). Reichert, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-89500-716-3.
  18. Römisches Museum Augsburg, Inv. 381: AE 1978, 583; 6484 Altar für Apollo. auf lupa.at, abgerufen am 1. Juni 2026.
  19. München, Archäologische Staatssammlung Inv. 1982, 294, ausgestellt im Burgmuseum Grünwald: 8886 Miniatur-Altar für Mars. auf lupa.at, abgerufen am 1. Juni 2026.
  20. AE 2000, 1133, AE 2000, 1134, AE 2000, 1135, AE 2000, 1136 .../... et al.
  21. AE 1998, 1004 = HD061454
  22. Römische Kleinfunde aus Burghöfe. Marie Leidorf, Rahden/Westfalen (Publikation der Altfunde vor den Grabungen ab 2001). Bd. 1: Evamaria Schmidt: Figürliche Bronzen und Schmuck. 2000, ISBN 3-89646-532-5; Bd. 2: Salvatore Ortisi: Die früh- und mittelkaiserzeitlichen Fibeln; Philipp M. Pröttel: Die spätrömischen Metallfunde. 2002, ISBN 3-89646-535-X; Bd. 3: Regina Franke: Militärische Ausrüstungsgegenstände, Pferdegeschirr, Bronzegeschirr und -gerät. 2009, ISBN 978-3-89646-538-2.
  23. Bodendenkmal D-7-7330-0001 im Denkmalatlas des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, abgerufen am 1. Juni 2026.
  24. Villa rustica Bodendenkmal D-7-7330-0158 im Denkmalatlas des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, abgerufen am 4. Juni 2026.
  25. Straße Bodendenkmal D-7-7330-0232 im Denkmalatlas des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, abgerufen am 4. Juni 2026.
  26. Straße Bodendenkmal D-7-7330-0002 im Denkmalatlas des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, abgerufen am 4. Juni 2026.
  27. Straße Bodendenkmal D-7-7330-0172 im Denkmalatlas des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, abgerufen am 4. Juni 2026.
Kastell Burghöfe
Alternativname Submuntorium, Summuntorium
Limes A) Raetischer Limes,
ältere Donaulinie
B) Donau-Iller-Rhein-Limes
Datierung (Belegung) A) tiberisch-claudisch
bis um 120
B) Spätantike
bis 1. Hälfte 5. Jahrhundert
Einheit A) ungesichert:
* Cohors I Breucorum (?)
* Ala I Auriana (?)
B) * Vexillation der
Legio III Italica
* Equites stablesiani iuniores
Größe A) 150 m × 140 m = 2,1 ha
B) unsicher
Bauweise A.a) Holz-Erde-Lager
A.b) teilweise in Stein ausgebaut
B) Steinkastelle
Erhaltungszustand nicht sichtbare Bodendenkmale
Ort Burghöfe / Mertingen
Geographische Lage 48° 38′ 54″ N, 10° 49′ 19″ OKoordinaten: 48° 38′ 54″ N, 10° 49′ 19″ O
Höhe 436 m ü. NHN
Vorhergehend Kastell Aislingen
Kastell Bürgle (Pinianis)
(beide südwestlich)
Anschließend Kastell Burgheim (Parrodunum) (ostnordöstlich)
Rückwärtig Augusta Vindelicorum (südlich)
Vorgelagert Kastell Munningen (nordwestlich)