Die Stadt Strakonice besteht aus den Ortsteilen Dražejov (Draschejow), Hájská (Hag), Modlešovice (Modleschowitz), Přední Ptákovice (Vorder Ptakowitz), Strakonice I (nördlich der Otava), Strakonice II (südlich der Otava), Střela (Strahl) und Virt (Wirtsdorf) sowie der Ortslage Nové Strakonice (Neu Strakonitz).
In den Hussitenkriegen besetzte Jan Žižka 1420 zwar die Stadt, konnte aber die Burg nicht einnehmen. In einer Darstellung am Burgtor wird er im Harnisch zu Pferd mit einem eisernen Dreschflegel in der Hand und einem Gefolge einiger Soldaten dargestellt; zur rechten Seite befindet sich Przibik von Koczow, der einen Pfeil auf ihn losschießt. Im Jahr 1421 verlegte der Generalprior der Johanniter von der Prager Kleinseite seinen Sitz nach Strakonice, 1694 kehrten die Johanniter nach Prag zurück. Die Burg blieb bis 1925 in ihrem Besitz.
Handel und Industrialisierung: Ab dem Anfang des 19. Jahrhunderts wurden in Strakonice für den Export in den Vorderen OrientFeze aus Filz produziert.[3] Während der Industrialisierung kamen weitere Betriebe hinzu, 1930 eine Motorradfabrik.
In Strakonitz findet seit 1967 das über die Region hinaus, mittlerweile längst international bekannte mehrtägige Internationale Dudelsackfestival statt. Nachdem es in den ersten drei Jahren seines Bestehens alljährlich veranstaltet wurde, gab es in den Folgejahren einen wechselnden, mal Zwei-, mal Dreijahresrhythmus. Seit 1992 wird das Festival, dessen 26. Ausgabe vom 20. bis 23. August 2026 stattfand, alle zwei Jahre veranstaltet.
Mit seiner Textilindustrie war die Stadt schon früh bekannt. Heute ist Strakonice eine moderne Industriestadt mit mehreren zum Teil internationalen Betrieben. U. a. dem Waffenhersteller Česká Zbrojovka.