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Steinteppich

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Steinteppich aus Quarz- oder Marmorkies

Als Steinteppich (auch Quarzboden, Kieselteppich, Quarzkieselbeschichtung oder Zierkiesboden) wird im Handel ein offenporiger Fußbodenbelag für den Innen- und Außenbereich bezeichnet, der wie ein Buntsteinputz als pastöse Masse auf dem Estrich bzw. dem Rohfußboden aufgetragen wird. Es handelt sich dabei also nicht um einen Teppich, sondern um eine Mischung aus gerundeten Marmorkieseln oder Quarziten mit einem Kunstharz-Bindemittel, die nach dem Aushärten optisch wie ein durchgehend verlegter Teppich wirkt.[1] Die typische Verlegestärke beträgt 6 bis 10 mm.

Nicht zu verwechseln ist Steinteppich mit Kieselmatten bzw. Steinmatten, bei denen deutlich größere, flache Flusskiesel auf einem Netzgewebe fixiert wurden. Diese Matten werden in Fliesengröße oder zu Bahnen aufgerollt geliefert, mit Fliesenkleber auf dem Roh-Fußboden verklebt und ebenso wie Fliesen verfugt, um ein Kieselmosaik herzustellen.

Zusammensetzung

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Das Bindemittel wird mit naturfarbenen runden Marmorkieseln oder gefärbten Quarziten in verschiedenen Körnungen und Farben vermengt und auf Untergründe wie Estrich, Beton und Gussasphalt oder auch über bestehenden Fußbodenbelägen aufgetragen.

Verwendet wird grober Rundkorn-Sand bzw. Zierkies in Körnungen von 2/4, 4/8 oder 8/10.

Als Bindemittel werden in der Regel Epoxid- oder PU-Harze verwendet. Im Außenbereich und Wintergärten ist von Epoxidharzen abzuraten, da diese nicht dauerhaft witterungsbeständig sind und vergilben. Dort sollten ein- oder zwei-komponentige PU-Verlegeharze aufgrund ihrer UV-Stabilität eingesetzt werden.

Durch eine Porenverfüllung oder Versiegelung werden die Fugen weniger anfällig gegenüber Verschmutzungen. Porenfüller aus Acrylat sind nur für den Innenbereich geeignet.

Ein Steinteppich lässt sich gut mit einer Fußbodenheizung kombinieren.

Steinteppiche werden als fugenlos verlegte Bodenbeläge im Innen- und Außenbereich eingesetzt.[2] Sie bestehen je nach Ausführung unter anderem aus Marmor- oder Quarzgranulat und können in unterschiedlichen Körnungen und Farbvarianten hergestellt werden. Die konkrete Oberfläche hängt vom verwendeten Material, dem Bindemittel, der Körnung und der Verarbeitung ab.

Steinteppiche können unter anderem in Wohnbereichen, Balkonen, Terrassen, Ausstellungsräumen, Büros, Ladengeschäften und Bädern genutzt werden. In Küchen und Bädern wird je nach System eine zusätzliche Versiegelung eingesetzt, um die Oberfläche besser gegen Feuchtigkeit und Verschmutzungen zu schützen.

Eine Verlegung im Dauernassbereich, zum Beispiel in Duschen, wird von manchen Herstellern vorgesehen, allerdings in der Regel mit zusätzlichen Systemkomponenten wie Abdichtung und Versiegelung. Diese Anwendung hat sich noch nicht als Regel der Technik etabliert und sollte im Einzelfall mit dem jeweiligen Hersteller oder Verleger abgestimmt werden. Da der Steinteppich selbst nicht vollständig dicht ist, sollte der Untergrund in Nassräumen wie Bädern bereits eine Dichtungsschicht enthalten. Auch muss der Untergrund bereits das notwendige Gefälle aufweisen.

Im Außenbereich sind neben dem Belag auch Untergrund, Entwässerung, Witterungseinflüsse und fachgerechte Verarbeitung zu berücksichtigen. Für Außenflächen werden je nach System Ablaufsysteme eingesetzt, um stehendes Wasser zu vermeiden. Aussagen zu Frostbeständigkeit, Rutschhemmung oder Dauerhaftigkeit hängen von Material, Oberflächenstruktur, Bindemittel, Versiegelung und Ausführung ab und sollten nicht pauschal auf alle Steinteppiche übertragen werden.

Steinteppiche haben eine fugenarme beziehungsweise optisch fugenlose Oberfläche. Dadurch entsteht ein einheitliches Flächenbild ohne regelmäßige Platten- oder Fliesenfugen. Vorhandene Bewegungs-, Anschluss- oder Bauwerksfugen müssen jedoch weiterhin berücksichtigt werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in den gestalterischen Möglichkeiten. Je nach verwendetem Granulat, Körnung und Farbzusammenstellung können unterschiedliche Oberflächenbilder erzeugt werden. Neben natürlichen Steinfarben sind auch farbliche Varianten und individuelle Muster möglich. Die konkrete Wirkung hängt vom eingesetzten Material und der handwerklichen Ausführung ab.

Steinteppiche können in verschiedenen Innen- und Außenbereichen eingesetzt werden, etwa in Wohnräumen, Küchen, Bädern, Gewerberäumen, auf Terrassen, Balkone oder Treppen. Die jeweilige Eignung hängt jedoch vom Untergrund, vom Bindemittel, von einer möglichen Versiegelung und vom gesamten Systemaufbau ab.

Offenporige Ausführungen können Wasser durch die Belagsschicht ableiten. Im Außenbereich kann dies dazu beitragen, stehendes Wasser auf der Oberfläche zu verringern. Voraussetzung ist jedoch, dass Untergrund, Gefälle und Entwässerung entsprechend ausgeführt sind.

Die Reinigung und Pflege hängt von der Oberflächenbeschaffenheit ab. Offenporige Steinteppiche können Schmutz in den Zwischenräumen aufnehmen, während versiegelte oder porenverfüllte Ausführungen in der Regel leichter feucht zu reinigen sind. Eine Versiegelung kann die Reinigbarkeit verbessern, verändert jedoch zugleich die Offenporigkeit und die Oberflächenwirkung.

Aufgrund der strukturierten Oberfläche rutschen Haustiere, wie Hunde und Katzen, weniger als auf glatten Fußbodenbelägen wie Laminat.

Die Verarbeitung von Epoxidharzen oder Polyurethanen kann allergische Reaktionen hervorrufen. Zudem kann sich an der Oberfläche Grünbelag festsetzen. Temperaturschwankungen im Außenbereich können zu Rissen führen.[3]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Steinteppich verlegen: Die besten Tipps. Abgerufen am 19. Februar 2023.
  2. ↑ Steinteppich. In: fugenlos.de. Abgerufen am 15. Juni 2026.
  3. ↑ D. Haederer: Warum bietet RENOfloor keine Steinteppich Beschichtung im Außenbereich an? In: RENOfloor® GmbH. Abgerufen am 19. Februar 2023 (deutsch).