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SAS ist eines der größten privat geführten Softwareunternehmen der Welt[5] und seine Software wird von den meisten Fortune-500-Unternehmen eingesetzt.[6]
Das Unternehmen wurde 1976 von CEO James Goodnight, Anthony James Barr, John Sall und Jane Helwig gegründet.[7] Der Name „SAS“ war ursprünglich ein Akronym für „Statistical Analysis System“, wird aber heute nicht mehr als solches verwendet.[8] Es begann als Projekt am Landwirtschaftsministerium der North Carolina State University. Ziel war es, den Einfluss von Bodenqualität, Wetter und Saatgutsorten auf die Ernteerträge statistisch zu ermitteln.[9]
Am 1. Juli 1976 wurde SAS in Büroräumen gegenüber der Universität gegründet.[10] 1980 begann das Unternehmen mit dem Bau seines heutigen internationalen Hauptsitzes in Cary, North Carolina.[11]
Der Hauptsitz der SAS Institute GmbH befindet sich in Heidelberg. Weitere regionale Niederlassungen befinden sich in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg und München.[12] 1997 eröffnete das Unternehmen seinen österreichischen Hauptsitz in Wien.[13]
Das SAS Institute war in seiner gesamten Geschichte in Privatbesitz.[14] Das Unternehmen hat Pläne für einen Börsengang (IPO) angekündigt.[15]
Heute versteht sich SAS als Anbieter von analytischen Plattformen, die als Basis für Fach- und Branchenlösungen dienen. Mit SAS Viya bietet das Unternehmen eine Cloud-native-Plattform an, die durch eine offene Architektur stark auf Interoperabilität und Kollaboration sowie den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Machine Learning setzt und unter anderem die einfache Integration von Open-Source-Programmiersprachen erlaubt.[16]
Das Vorgängerprodukt von SAS Viya ist die SAS 9.4 genannte Software für statistische Analysen, die weiterhin vielfach im Einsatz ist. SAS besitzt eine gleichnamige Programmiersprache.
SAS ist für weitestgehende Offenheit konzipiert. So erlaubt SAS Viya die problemlose Integration von Programmiersprachen wie Python und R. Damit ist die Plattform auch für Data Scientists einfach zugänglich, die die SAS eigene Sprache nicht beherrschen oder bereits bestehende Modelle in anderen Programmiersprachen nutzen wollen.
Die Software ist heute überwiegend in der Cloud und als Managed Service verfügbar.[17] Dafür unterhält SAS eine strategische Partnerschaft mit Microsoft (Azure),[18] ermöglicht aber auch die Nutzung auf Plattformen wie AWS und Google Cloud.[19] Auch ein On-Premise-Betrieb auf fast allen gängigen Hardwareplattformen ist weiterhin möglich.
Aktuell bietet SAS Fachlösungen für folgende Bereiche an:[20]
Advanced Analytics
AI Software und KI Lösungen
Business Intelligence & Analytics
SAS Cloud
Marketing
Data Management
SAS Intelligent Decisioning
Fraud & Security Intelligence
SAS Hadoop Lösungen für Big Data
IoT Analytics Solutions
Performance Management
Personal Data Protection
Risk Management
Supply Chain Intelligence
Für folgende Branchen stellt SAS aktuell spezielle Lösungspakete zur Verfügung (Auswahl): Banken, Versicherungen, Einzelhandel, Fertigung, Gesundheitswesen, Life Sciences, Medien, Öffentliche Verwaltung, Landwirtschaft, Tourismus, Logistik, Verkehr, Sport, Telekommunikation, Verteidigung & Sicherheit, Energieversorger.[21]
Mit JMP bietet SAS ein separates Statistik-Programmpaket, das sich unter anderem direkt an Data Scientists und Studenten richtet.
SAS engagiert sich seit seiner Unternehmensgründung intensiv im Bereich der Hochschul- und Weiterbildung. Aktuell stellt das Unternehmen sowohl Studenten als auch Ausbildungsstätten Analytics-Software sowie begleitende Dienste und Materialien kostenlos oder zu Sonderkonditionen zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür ist die Online-LernplattformCurriculum Pathways.
↑SAS Institute AG.In:Expert:innen für Arbeitsplatzkultur.Abgerufen am 18.Juni 2026(deutsch).
↑Alan Agresti, Xiao-Li Meng:Strength in Numbers: The Rising of Academic Statistics Departments in the U. S. Springer Science & Business Media, 2012, ISBN 978-1-4614-3649-2, S.177 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
↑Steve Lohr:At a Software Powerhouse, the Good Life Is Under Siege. In: The New York Times. 21.November 2009, ISSN0362-4331 (nytimes.com[abgerufen am 18.Juni 2026]).
↑Alan Agresti, Xiao-Li Meng:Strength in Numbers: The Rising of Academic Statistics Departments in the U. S. Springer Science & Business Media, 2012, ISBN 978-1-4614-3649-2, S.177 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).