Spitzmausratten
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Crunomys fallax | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Crunomys | ||||||||||||
| Thomas, 1897 |
Die Spitzmausratten (Crunomys) sind eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Altweltmäuse. Die Arten dieser Gattung leben in Südostasien vom Myanmar bis Sulawesi.
Allgemeines
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Spitzmausratten erreichen eine Kopfrumpflänge von 10 bis 24 Zentimetern, der Schwanz misst 7 bis 22 Zentimeter. Das dichte, kurze Fell ist bei den drei philippinischen Arten stachelig, bei anderen hingegen weich. Seine Färbung variiert von grau über dunkelbraun bis annähernd schwarz, die Unterseite ist etwas heller. Charakteristisch für die Gattung sind der kurze Schwanz und die Anordnung der Arterien.
Soweit bekannt, leben die Tiere in Wäldern, häufig nahe bei Flüssen, und sind Bodenbewohner.
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wilson & Reeder (2005) führen die Spitzmausratten als Namensgeber der Crunomys-Gattungsgruppe.[1] Nach den genetischen Untersuchungen von Lecompte et al. (2008) sind die Tiere der Crunomys-Gruppe Teil einer vorwiegend in Südostasien, Neuguinea und Australien verbreiteten Radiation der Altweltmäuse, den Rattini. Diese Radiation umfasst noch die Crunomys-Gruppe, die Dacnomys-Gruppe, die Micromys-Gruppe und die Rattus-Gruppe.[2]
Don E. Wilson und DeeAnn M. Reeder unterschieden 2005 lediglich vier Arten:[1]
- Die Sulawesi-Spitzmausratte (Crunomys celebensis) lebt auf Sulawesi, die Art ist nur von drei Exemplaren bekannt.
- Die Nördliche Luzon-Spitzmausratte (Crunomys fallax) ist nur von einem Exemplar bekannt, das auf der Philippinen-Insel Luzon gefunden wurde.
- Die Mindanao-Spitzmausratte (Crunomys melanius) lebt auf Mindanao und Leyte und ist die einzige bekannte häufigere Art.
- Die Katanglad-Spitzmausratte (Crunomys suncoides) ist nur von einem Exemplar bekannt, das auf Mindanao gefunden wurde.
- 2025 kam mit Crunomys tompotika von Sulawesi eine fünfte Art hinzu.[3]
Außerdem wurde die Gattung der Rajah-Ratten (Maxomys) mit Crunomys synonymisiert, da sich die Gattung phylogenetisch innerhalb von Crunomys befindet und Crunomys ohne Einbeziehung der Gattung Maxomys keine monophyletische Gattung wäre.[3]
Crunomys-Arten die früher zu Maxomys gehörten:
- Gebirgs-Rajah-Ratte (Crunomys alticola) lebt im nördlichen Borneo.
- Kleine Rajah-Ratte (Crunomys baeodon) ist von einigen verstreuten Orten im nördlichen Borneo bekannt.
- Bartels-Rajah-Ratte (Crunomys bartelsii) bewohnt das westliche und mittlere Java.
- Dollmann-Rajah-Ratte (Crunomys dollmani) ist auf Sulawesi endemisch.
- Hellwald-Rajah-Ratte (Crunomys hellwaldi) kommt ebenfalls nur auf Sulawesi vor.
- Malaiische Rajah-Ratte (Crunomys inas) bewohnt die Malaiische Halbinsel.
- Breitnasen-Rajah-Ratte (Crunomys inflatus) lebt in Gebirgsregionen auf Sumatra.
- Indochinesische Rajah-Ratte (Crunomys moi) kommt in Vietnam und Laos vor.
- Musschenbroek-Rajah-Ratte (Crunomys musschenbroekii) ist auf der Insel Sulawesi beheimatet.
- Ockerbauch-Rajah-Ratte (Crunomys ochraceiventer) lebt in Teilen des nördlichen Borneo.
- Pagai-Rajah-Ratte (Crunomys pagensis) ist auf den Mentawai-Inseln vor der Küste Sumatras endemisch.
- Palawan-Rajah-Ratte (Crunomys panglima) bewohnt Palawan und benachbarte Inseln im Süden der Philippinen.
- Braune Rajah-Ratte (Crunomys rajah) kommt auf der Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo vor.
- Rote Rajah-Ratte (Crunomys surifer), die weitverbreitetste Art, lebt in weiten Teilen Südostasiens bis Java und Borneo.
- Tajuddin-Rajah-Ratte (Crunomys tajuddinii) kommt auf der Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo vor.
- Watts-Rajah-Ratte (Crunomys wattsi) ist nur von einem Fundort auf Sulawesi bekannt.
- Whitehead-Rajah-Ratte (Crunomys whiteheadi) kommt auf der Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo vor.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. 2 Bände. 6. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
- ↑ Emilie Lecompte, Ken Aplin, Christiane Denys, François Catzeflis, Marion Chades, Pascale Chevret: Phylogeny and biogeography of African Murinae based on mitochondrial and nuclear gene sequences, with a new tribal classification of the subfamily. In: BMC Evolutionary Biology. Bd. 8, 199, 2008, S. 1–21, doi:10.1186/1471-2148-8-199
- 1 2 Thomas C Giarla, Anang S Achmadi, Pierre-Henri Fabre, Heru Handika, Austin S Chipps, Mark T Swanson, Jonathan A Nations, Muhd Amsyari Morni, Julius William-Dee, Nurul Inayah, Endah Dwijayanti, Muhammad Rizaldi Trias Jaya Putra Nurdin, Kyra E Griffin, Faisal Ali Anwarali Khan, Lawrence R Heaney, Kevin C Rowe and Jacob A Esselstyn. (2025): Systematics and Historical Biogeography of Crunomys and Maxomys (Muridae: Murinae), with the Description of A New Species from Sulawesi and New Genus-level Classification. Journal of Mammalogy. 106(4); 832–858, doi: 10.1093/jmammal/gyaf006
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Crunomys in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 16. Oktober 2009.
- Südphilippinische Spitzmausratte, mit Foto