„Ryck“ – Versionsunterschied
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Die Rycklandschaft ist von Wiesenniederungen geprägt, deren zahlreiche kleinen Wasserläufe den Fluss speisen. Der Ryck weist nur ein sehr geringes Gefälle und deshalb auch nur eine geringe Strömungsgeschwindigkeit auf. Während am Oberlauf nur 0,80 bis 1,50 m Wassertiefe gemessen werden, ist der schiffbare Teil etwa 4 m tief; erst vom westlichen Stadtrand Greifswalds bis zur Mündung beim Stadtteil Wieck ist der Fluss [[schiffbar]]. |
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== Geplanter Sperrwerksbau == |
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Das Umweltamt des Landes Mecklenburg-Vorpommern plant ab 2007 genau in der Mündung des Rycks ein ca. 15m hohes Sperrwerk zu errichten. Damit sollen die tieferliegenden Baugrundstücke der Hansestadt Greifswald vor Überflutung durch Sturmfluten geschützt werden. Das Sperrwerk soll aus einem Drehelement bestehen, dass bei Hochwasserhöhen von 90cm über NN den Hafen verschliesst. Sturmfluten treten in Greifswald statistisch gesehen alle 100 Jahre auf. Das Sperrwerk soll ca. 20 Mio. Euro kosten und ist das größte Bauprojekt des Generalplan Küstenschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Bau des Sperrwerks wird der Zugang zum Hafen von 60 auf ca. 15-20m verengt. Er muss deshalb für Segelboote gesperrt weren. Ein Ampelverkehr wird eingerichtet werden. Mit dem Bau des Sperrwerks ist die Fertigstellung es Deichsystems in Greifswald Wieck und Eldena verbunden. Das Sperrwerk ist touristisch sehr umstritten. |
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Version vom 15. April 2007, 14:15 Uhr

Der Ryck ist ein 28 km langer Fluss in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland), der bei Greifswald in die Ostsee mündet.
Name
Der Name leitet sich von dem slawischen Wort Rjeka = Fluss ab. In Urkunden aus dem 13. Jahrhundert werden auch die Namen „Reke“ und „Hilda“ (wie das gleichnamige Kloster im benachbarten Eldena) genannt.
Flusslauf
Der Ryck entspringt in der Feldmark des ehemaligen Gutes Bartmannshagen (Ortsteile von Süderholz) nordöstlich von Grimmen und fließt überwiegend in West-Ost-Richtung. Er durchfließt die Hansestadt Greifswald. Im Ortsteil Wieck mündet er dann in die Dänische Wieck, den südlichen Teil des Greifswalder Boddens. Kurz vor der Mündung befindet sich die historische Wiecker Holzklappbrücke.
Landschaftsgestalt
Die Rycklandschaft ist von Wiesenniederungen geprägt, deren zahlreiche kleinen Wasserläufe den Fluss speisen. Der Ryck weist nur ein sehr geringes Gefälle und deshalb auch nur eine geringe Strömungsgeschwindigkeit auf. Während am Oberlauf nur 0,80 bis 1,50 m Wassertiefe gemessen werden, ist der schiffbare Teil etwa 4 m tief; erst vom westlichen Stadtrand Greifswalds bis zur Mündung beim Stadtteil Wieck ist der Fluss schiffbar.
Geplanter Sperrwerksbau
Das Umweltamt des Landes Mecklenburg-Vorpommern plant ab 2007 genau in der Mündung des Rycks ein ca. 15m hohes Sperrwerk zu errichten. Damit sollen die tieferliegenden Baugrundstücke der Hansestadt Greifswald vor Überflutung durch Sturmfluten geschützt werden. Das Sperrwerk soll aus einem Drehelement bestehen, dass bei Hochwasserhöhen von 90cm über NN den Hafen verschliesst. Sturmfluten treten in Greifswald statistisch gesehen alle 100 Jahre auf. Das Sperrwerk soll ca. 20 Mio. Euro kosten und ist das größte Bauprojekt des Generalplan Küstenschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Mit dem Bau des Sperrwerks wird der Zugang zum Hafen von 60 auf ca. 15-20m verengt. Er muss deshalb für Segelboote gesperrt weren. Ein Ampelverkehr wird eingerichtet werden. Mit dem Bau des Sperrwerks ist die Fertigstellung es Deichsystems in Greifswald Wieck und Eldena verbunden. Das Sperrwerk ist touristisch sehr umstritten.
Geschichte
Als wirtschaftlicher Faktor war der Ryck bereits im Mittelalter für die Stadt Greifswald von großer Bedeutung. Durch den Ende des 13. Jahrhunderts angelegten Hafen hatte die Stadt Verbindung zu den großen Ostseehäfen und ermöglichte ihr den Beitritt zur Hanse. Als am Ende des 17. Jahrhunderts die Bedeutung der Hanse zurück ging, wurde der Hafen über 150 Jahre vernachlässigt. Die Wassertiefe betrug weniger als 2 m, sodass die großen Schiffe nur noch in Wieck anlegen konnten. Ab 1858 wurde der Fluss zu einer modernen Wasserstraße mit 56 m Breite und 3,20 m Tiefe ausgebaut. Heute spielen die Häfen von Greifswald und Wieck wirtschaftlich nur noch eine untergeordnete Rolle und dienen hauptsächlich der Freizeitschifffahrt.
Brücken
Die bedeutendsten Flussquerungen sind von West nach Ost die Brücken für die Bundesstraße 96 und die Eisenbahnstrecke nach Stralsund, die Brücke an der Greifswalder Steinbecker Straße sowie die Klappbrücke im Ortsteil Wieck.