Der Sousbach entsteht auf etwa 2450mü.M. bei Hüenderegg am Fusse des Schilthorns.
Von dort fliesst er in nordöstlicher Richtung durch Türliboden, wobei ihm mehrere kleine Nebenbäche zufliessen. Kurz nach Oberberg (1990mü.M.) geht es steil hinunter, worauf in einer Höhe von 1800mü.M. der Strycher ihm von links zufliesst. Die beiden Bäche laufen nur etwa 300m voneinander entfernt beinahe parallel über eine Distanz von etwa 2km, wobei sie jedoch auch ein etwa 100m hoher Bergrücken trennt. Auf einer Höhe von etwa 1700mü.M. eilt der Chantbach ihm von links zu. Kurz darauf läuft der Sousbach weiter in waldiges Gebiet. Auf einer Höhe von etwa 1200mü.M. nimmt er seinen letzten grösseren Nebenbach, den Sulsbach von links auf. Ab hier ändert der Bach seine Richtung stärker Richtung Osten und kommt dabei ins Lauterbrunnental.
Der letzte Abschnitt des Bachs bleibt steil; er überwindet bis Sandweidli auf einer Strecke von etwa 1,3km eine Höhendifferenz von knapp 500m. Dort mündet er schliesslich auf einer Höhe von 708mü.M. von links in die aus den Süden kommende Weisse Lütschine.
Sein etwa 8,9km langer Lauf endet circa 1742 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von ungefähr 20%.
Das Einzugsgebiet des Sousbachs hat eine Grösse von etwas über 20km². Das Schilthorn ist der höchste Punkt im Einzugsgebiet und erreicht eine Höhe von 2970mü.M. Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 2117mü.M., die minimale Höhe liegt bei 707mü.M.
Das gesamte Einzugsgebiet des Bachs ist nur sehr spärlich besiedelt.
Zuflüsse von der Quelle zur Mündung mit Name, orographischer Richtungsangabe, Länge in Kilometern, Einzugsgebiet in km². Die Namen der Bäche stammen aus dem WebGIS des Kantons Bern, die Daten teilweise aus swisstopo.
Hiendereggbach (links), 0,7 km
Schlächtimattengraben I (rechts), 0,3 km
Schlächtimattengraben III (rechts), 0,5 km
Schlächtimattengraben IV (rechts), 0,2 km
Tirlibodenbächli I (links), 0,4 km
Schlächtimattengraben V (rechts), 0,4 km
Altslägergraben II (rechts), 0,2 km
Morgeweidgraben I (rechts), 0,2 km
Morgeweidgraben II (rechts), 0,2 km
Strycher (links), 3,6 km, 3,04 km²
Spitalbächli (rechts), 0,4 km
Färrichwaldbächli (links), 0,3 km
Scheenbielgräbli (rechts), 0,3 km
Chantbach (links), 2,8 km, 1,84 km²
Inners Steckgräbli (links), 0,2 km
Ussers Steckgräbli (links), 0,4 km
Steinleuibach (rechts), 0,3 km (mit Usser Steinleuibach 0,5 km)
An der Mündung des Sousbachs in die Weisse Lütschine beträgt seine modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 1'130l/s. Sein Abflussregimetyp ist nival alpin[3], und seine Abflussvariabilität[4] beträgt 18.
Der modellierte monatliche mittlere Abfluss (MQ) des Sousbachs in l/s[2]
↑Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig:«Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung (HyWa). Jg. 50, Heft 3, 2006, S.116–123, hier Tabelle auf S. 119 (Download[PDF; 3,2MB; abgerufen am 19.Oktober 2025]). Abrufbar unter Gesamtes HyWa Heft 3, 2006.Abgerufen am 3.November 2024
↑Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.