Żary
| Żary Sorau | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Lebus | |
| Powiat: | Żary | |
| Fläche: | 33,24 km² | |
| Geographische Lage: | 51° 38′ N, 15° 8′ O | |
| Höhe: | 160 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 34.837 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 68-200 bis 68-205 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 68 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FZA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | A18 (E 36): Berlin ↔ Wrocław | |
| DK 12: Łęknica ↔ Leszno | ||
| DK 27: Przewóz ↔ Zielona Góra | ||
| Eisenbahn: | Łódź–Forst (Lausitz) | |
| Żary–Węgliniec Żary–Zielona Góra | ||
| Nächster int. Flughafen: | Dresden | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Stadtgemeinde | |
| Fläche: | 33,24 km² | |
| Einwohner: | 34.837 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1048 Einw./km² | |
| Gemeindenummer (GUS): | 0811021 | |
| Verwaltung (Stand: 2022) | ||
| Bürgermeister: | Danuta Madej | |
| Adresse: | Rynek 1 68-200 Żary | |
| Webpräsenz: | www.zary.pl | |
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1816 | 4397 | [18] |
| 1840 | 6215 | [19] |
| 1864 | 9697 | [20] |
| 1867 | 11.264 | am 3. Dezember[21] |
| 1871 | 12.349 | mit der Garnison (ein Bataillon Nr. 12, ein Bataillon Landwehr Nr. 12), darunter 800 Katholiken und 120 Juden;[22] nach anderen Angaben 12.349 Einwohner (am 1. Dezember), davon 11.189 Evangelische, 1.015 Katholiken, sieben sonstige Christen, 138 Juden[21] |
| 1875 | 13.183 | [23] |
| 1880 | 13.918 | [23] |
| 1890 | 14.456 | [23] |
| 1905 | 16.410 | davon 1412 Katholiken und 90 Juden[24] |
| 1925 | 18.328 | davon 16.076 Evangelische, 1487 Katholiken, 18 sonstige Christen, 104 Juden[23] |
| 1933 | 19.285 | davon 16.732 Evangelische, 1646 Katholiken, zwölf sonstige Christen, 100 Juden[23] |
| 1939 | 23.945 | davon 20.689 Evangelische, 2126 Katholiken, 87 sonstige Christen, 76 Juden[23] |
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1947 | 6100 | [25] |
| 1960 | 25.100 | [25] |
| 1970 | 28.400 | [25] |
| 1980 | 35.349 | [26] |
| 1990 | 40.048 | [27] |
| 1995 | 40.737 | [28] |
| 2000 | 39.773 | [28] |
| 2005 | 39.051 | [28] |
| 2010 | 39.383 | [28] |
| 2015 | 38.287 | [28] |
| 2020 | 37.052 | [28] |
Wappen
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Beschreibung: Auf dem gevierten Wappen ein blaues Schildlein mit der goldenen Majuskel W. Im silbernen ersten Feld ein nach linksstehender roter Hirsch und gegenüber in Schwarz ein silberner Hund mit goldenem Halsband. Im goldenen Feld hinten oben eine fünfendige rote Hirschstange mit Grind. Unten rechts in Rot ein schräg rechts gelegter silberner Pfeil von zwei sechszackigen silbernen Sternen begleitet. Das Wappen erklärt sich aus:
- Hirsch – das Wappentier der Herrscherfamilie von Pak 13. Jahrhundert
- Hirschstange – Wappenzeichen der Familie von Bieberstein
- Pfeil mit zwei Sternen – Wappen der Familie von Promnitz
- Hund/Rüde – promnitzscher Rüde
- W als Großbuchstabe – das Zeichen von Wenzel, dem böhmischen König als Oberherrschaft über die Lausitz
Wirtschaft und Verkehr
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Żary gilt als das größte Wirtschafts- und Kulturzentrum im südwestlichen Teil der Woiwodschaft Lebus (Lubuskie). Das größte Unternehmen der Region ist die Firma Kronopol (Teil der Swiss Krono Group), die hier MDF-Platten, OSB-Platten und Laminatböden produziert. Ansonsten ist die Wirtschaft der Stadt überwiegend von kleinen und mittelständischen Betrieben geprägt. Vor allem im Norden und Westen der Stadt gibt es größere Industrie- und Gewerbegebiete. Vorherrschend sind hier die Glas-, Automobilzuliefer-, Baustoff-, Elektro- und die Metallindustrie, zum Teil in Betrieben mit ausländischem Kapital. Auch das Baugewerbe, der Einzelhandel und Speditionsbetriebe haben einen bedeutenden Anteil an der städtischen Wirtschaft.[29] In der Vergangenheit war außerdem das Militär ein wichtiger Arbeitgeber der Stadt. 2001 wurde die Garnison am Standort Żary aufgelöst.
Arbeitsmarkt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Jahresende 2020 lag die Arbeitslosenquote in Żary bei 4,4 %. Das durchschnittliche Bruttogehalt lag zur gleichen Zeit bei 5.047,09 Złoty.[30]
Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nahe der Stadt bzw. durch das Stadtgebiet hindurch verlaufen die Landesstraßen DK 12 und DK 27 sowie die Autobahn A18, die die Stadt mit der deutsch-polnischen Grenze (Bundesautobahn 15 in Richtung Cottbus und Berlin) sowie der Autobahn A4 (nach Legnica (Liegnitz), Breslau und weiter nach Südpolen) verbindet.
Unweit des Stadtzentrums befindet sich der Bahnhof Żary, von dem aus Verbindungen nach Zielona Góra, wie auch in umliegende Kreisstädte und Gemeinden existieren. Darüber hinaus besteht grenzüberschreitender Verkehr nach Forst (Lausitz) und Görlitz. Ein weiterer Bahnhaltepunkt befindet sich in Żary Kunice.
Der nächstgelegene Flughafen ist der rund 80 Kilometer entfernte Regionalflughafen Zielona Góra-Babimost. Die nächsten internationalen Flughäfen befinden sich jeweils rund 150 bis 170 Kilometer entfernt in Dresden, Wrocław und Berlin.
Sorauer Porzellanfabrik
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Von 1888 bis 1945 gab es die Kaffeeservice und Tischgeschirr produzierende Porzellanfabrik Sorau. Das handbemalte Geschirr, meist mit Goldrand versehen, wurde nach Europa und Übersee exportiert. Der Elmshorner Kaufmann Christian Carstens erwarb die Porzellanfabrik 1919 und führte sie zum Höhepunkt ihrer Produktionszahlen mit der Fabrikmarke „Sorau Carstens Porzellan“ mit einer Krone und einem Lorbeerkranz. Noch in den 1950er Jahren galten die Sorauer Muster und Dekore als modern und wurden in der DDR von den VEB in Reichenbach und Blankenhain produziert.[31]
Sorauer Heide/Forstgeschichte
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Südwestlich von Sorau erstreckt sich die Sorauer Heide. Die Hege und Jagd wurde bis 1945 vom Magistrat der Stadt betrieben. Eigens dazu wurde vom Bürgerplatz mit der Gedächtniseiche eine Waldallee zur Försterei Heidehaus ausgebaut. Der Sorauer Stadtwald wurde wie ein Naturpark angelegt, Rechts und Links flankierten Wald- und Spazierwege die Teichreihe, Sitznischen, Gedenkplätze luden zum Verweilen in der Natur ein. Ein von Bosse-Platz und ein Gedenkstein für den Schriftsteller Hermann Löns können in der damaligen Erholungsanlage hervorgehoben werden. Der Forstverwaltung war eine Fischereiverwaltung angegliedert. Die Stadt verpachtete ein 5,37 km² großes Jagdrevier und acht Teiche (22.500 m²). Der Ertrag der Teiche betrug 1923 an Karpfen 2000 kg und 300 kg Schlei, 1926 gab es einen Gewinn von 5500 Reichsmark. Eine Besonderheit war, dass der Stadtrevierförster und Forstaufseher Hermann Gerner von 1923 bis 1945 auch Fischer auf diesen sieben hintereinander liegenden Karpfenteichen und dem Pferdeteich war. Seine vornehmliche Aufgabe als Forsthüter bestand aber darin die gewerbliche Holznutzung und die Versorgung der Bevölkerung mit Holz abzusichern.[32] Auf dem Heidehausgelände war neben dem Wild- auch der Zuchtfischverkauf aus einem Fischhelder gebräuchlich. Ein Sorauer Novum waren die Pirschbegleitung des Jägers H. Gerner[33] durch einen zahmen Dachs, neben einem Jagdhund. Im Jahr 2015 lagen die großen Fischteiche Nymphenteich, die Kleine und Große Breite und der Moselteich teilweise trocken und wurden nur noch vom Schoberbach durchflossen, der einst auch die Sorauer Badeanstalt am Schoberteich, mit dem Gaststättenbetrieb „Hermanns Bleiche“, speiste. Die oberen Teiche sind nach 2020 als Angelteiche vorgerichtet worden.[34]
Sorauer Fischteiche
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Die sieben Fischteiche im Schoberbachtal waren zur Nutzung verpachtet. Der Schoberbach durchfließt von West nach Ost zuerst den Schoberteich. Alle Teiche wurden mit Wehren reguliert. Der Wasserstand des Schoberteiches sorgte für einen ausreichenden Pegelstand in der Badeanstalt, an der Ausflugsgaststätte Hermanns-Bleiche. Der nächstfolgende Teich, der Nymphenteich ist der dritte der Fischzuchtteiche, es schließen sich die Kleine u. Große Breite und der Moselteich an. Links und rechts der Teiche ziehen sich Wald- und Spazierwege bis zum siebenten, dem Marsdorfer Teich, der das Wasser für die nächstgelegene ehemalige Obere Wassermühle regulieren konnte. Hinter Marsdorf fließt die Sore linksseitig in den Schoberbach. Der Fischbesatz der Teiche lag 1944 bei 17.350 Karpfen, 7500 Schleien und 15 Zuchtkarpfen.[35]
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während der Zeit der Volksrepublik Polen, besonders nach dem visafreien Verkehr mit der DDR, unterhielten vor allem Betriebe der Niederlausitz – speziell der Textilbereiche – Beziehungen miteinander. Es wurden Ferienlager für Kinder und Erwachsene ausgetauscht, zu Kulturaufführungen eingeladen und Erfahrungsaustausch auf allen Gebieten organisiert. Bei Freundschaftstreffen wurde wiederholt von polnischer Seite gewürdigt, dass die DDR als erstes deutschsprachiges Land die neue Westgrenze Polens völkerrechtlich anerkannt hatte.
Żary unterhält seit der Wendezeit eine freundschaftliche Beziehung zur seinerzeit etwa gleich großen deutschen Stadt Weißwasser/Oberlausitz. Im Juni 1997 besiegelten die beiden etwa 45 Kilometer entfernten Städte diese Freundschaft mit einer Partnerschaftsvereinbarung. Nach Wiedereinführung der Landkreise in Polen wurde diese Partnerschaft auf die Kreisebene ausgedehnt. Mit dem Beitritt zur Euroregion Spree-Neiße-Bober haben sich im deutsch-polnischen Grenzgebiet zudem freundschaftliche Beziehungen zu den brandenburgischen Mittelstädten Forst (Lausitz) und Spremberg herausgebildet.
Im Jahr 2004 schloss die Stadt eine Partnerschaftsvereinbarung mit der französischen Stadt Longuyon. Seit 2009 besteht außerdem eine Städtepartnerschaft mit der ungarischen Stadt Gárdony.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Töchter und Söhne der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 1800
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Basilius Faber (um 1520–1576), Pädagoge
- Michael Neander (1525–1595), Pädagoge
- Georg von Schoenaich (1557–1619), bedeutender Humanist und Förderer der Reformation, stammt aus der Nähe von Sorau
- Bartholomäus Jacobi (1559–1631), Prätor und mehrmaliger Bürgermeister der Stadt Görlitz
- Heinrich Anselm von Promnitz (1564–1622), Landvogt der Niederlausitz
- Christoph Schultze (1606–1683), Kantor und Komponist
- Eugenio Casparini (1623–1706), Orgelbauer
- Johann Gebhard Rabener (1632–1701), Kurfürstlich-Brandenburgischer Hof- und Justizrat
- Ulrich Hipparchos von Promnitz (1636–1695), Herr zur Forst und Pförten, Freiherr der Standesherrschaft Pless auf Sorau, Triebel und Naumburg
- Samuel Ledel (1644–1717), Mediziner
- Sigismund Ledel (1654–1705), Jurist
- Gottlieb Prosius (1656–1707), Stadtphysikus und ranghöchster Arzt in Lauban[36]
- Balthasar Erdmann von Promnitz (1659–1703), Freiherr zu Pless
- Demut Eleonora Schultz, geb. Printz (* um 1664; † nach 1715), Dichterin und Tochter von Wolfgang Caspar Printz
- Balthasar Heinrich Heinze (1665–1744), evangelischer Theologe
- Johann Benedikt Hoffmann der Ältere (1667/68–1745), Maler
- Christian Friedrich Richter (1676–1711), evangelischer Pfarrer, Kirchenlieddichter und Arzt
- Erdmann II. von Promnitz (1683–1745), Geheimer Rat und Kabinettsminister
- Georg Sigismund Caspari (1693–1741), Orgelbauer
- Georg Gottfried Petri (1715–1795), Kantor und Komponist
- Johann Erdmann von Promnitz (1719–1785), Standesherr zu Pleß, Herr von Sorau, Triebel, Naumburg am Bober und Drehna sowie auf Vetschau
- Agnes Sophie Reuß zu Ebersdorf, geb. Gräfin von Promnitz (1720–1791), Besitzerin zahlreicher Güter in der Ober- und Niederlausitz
- Johanna Elisabeth Weydmüller (1725–1807), Malerin
- Johann Samuel Petri (1738–1808), Komponist, Pädagoge und Organist
- Friedrich von Wendt (1738–1818), Mediziner, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
- Karl Theodor Gutjahr (1773–1809), Jurist, Schriftsteller und Hochschullehrer
- Hans Carl Erdmann von Manteuffel (1773–1844), preußischer Oberlandesgerichtspräsident
- Friedrich August Mücke (1788 – n. 1870), protestantischer Pastor und Schriftsteller
- Ernst von Frühbuss (1794–1864), preußischer Offizier und Landrat
1801 bis 1900
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst Eduard Kummer (1810–1893), Lehrer in Liegnitz; Mathematikprofessor und Universitätsrektor in Breslau und Berlin
- Woldemar Nürnberger (1818–1869), Schriftsteller und Arzt
- Alfred Schnieber (1821–1886), Arzt und Politiker, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
- Wilhelm Heinrich Masser (1824–1907), preußischer Diener, Mitarbeiter und Mitwirkender der Fürstenfamilie um Hermann von Pückler-Muskau
- Karl Oskar Meves (1828–1898), Reichsgerichtsrat
- Friedrich Schulz (1830–1898), Schriftsetzer und Gewerkschaftsfunktionär
- Heinrich Steinhausen (1836–1917), Schriftsteller
- Gustav Brodzina (1837–1909), Kommunalbeamter
- Otto Peyer (1839–1899), Diplomat, Kaiserlicher Ministerresident in Caracas, Gesandter in Guatemala
- Maximilian Gritzner (1843–1902), Heraldiker
- Carl Menzel (1844–1923), Industrieller
- Wilhelm Steinhausen (1846–1924), Maler
- Moritz Vogel (1846–1922), Organist, Komponist, Musikpädagoge und Musikkritiker
- Lothar Schmidt (1862–1931), Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer
- Gustav von Oppen (1867–1918), preußischer Oberst im Ersten Weltkrieg
- Gustav Zeitzschel (1868–1951), Opernsänger
- Sylvester Boettrich (1869–1940), im Ersten Weltkrieg Chef der türkischen Feldeisenbahn
- Wanda von Puttkamer (1870–1944), Schriftstellerin
- Martin Stahn (1873–1953), Archivar
- Robert Ardelt (1874–1947), Unternehmer und Wehrwirtschaftsführer
- Friedrich Ernst Gustav Heinze (1874–1949), Orgelbauer
- Heinrich von Schenckendorff (1877–1941), Generalleutnant
- Carl Diesch (1880–1957), Germanist und Bibliotheksdirektor
- Paul Schwanke (1881–1965), Politiker (SPD/SED)
- Hubert Schaller-Kalide (1882–1976), General der Infanterie
- Else Wenz-Viëtor (1882–1973), Illustratorin
- Alfred Helwig (1886–1974), Feinuhrmacher und Fachautor
- Liselotte Dross (1887–1996), Malerin und Illustratorin
- Walther Moede (1888–1958), Arbeitspsychologe und Hochschullehrer
- Hans von Sauberzweig (1889–1978), deutscher evangelischer Theologe
- Hans Stosch-Sarrasani junior (1897–1941), Zirkusdirektor aus der Zirkusfamilie Sarrasani
- Gerhard Schorsch (1900–1992), Neurologe und Psychiater
Ab 1901
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Emil Schulz-Sorau (1901–1989), Kunstmaler und Grafiker
- Kurt Friedrich (1902–1943), Jurist
- Claus Back (1904–1969), Schriftsteller
- Erich Ullmann (1909–?), Parlamentsabgeordneter und Parteifunktionär (LDP/LDPD)
- Friedrich Schoenfelder (1916–2011), Schauspieler und Synchronsprecher
- Friedrich Wendig (1921–2005), Jurist und Politiker (FDP)
- Wolfgang Kraak (1923–2015), Ingenieur und Professor für Technische Akustik
- Lothar Rädisch (1927–2005), Badmintonspieler und -trainer
- Jochen Krause (* 20. Januar 1928), Journalist, Autor und Fotograf
- Ulrich Thurm (* 1931), Zoologe und Lehrstuhlinhaber für Neurophysiologie[37]
- Martin Blümcke (* 1935), Journalist und Heimatforscher
- Dieter Fechner (1936–2021), Sachbuchautor
- Peter Beuge (1938–2001), Mineraloge und Hochschullehrer
- Vera Loebner (* 1938), Filmregisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin
- Ulf Preuss-Lausitz (* 1940), Erziehungswissenschaftler
- Hans-Jürgen Feuß (* 1941), Politiker (SPD)
- Heinz-Jürgen Kluge (* 1941), experimenteller Kernphysiker
- Stephan Mory (1941–2020), Physiker, Unternehmer und Politiker (SPD)
- Peter Neumann (1941–2023), Ingenieur und Hochschullehrer
- Heilwig Jacob (* 1942), Leichtathletin
- Edda Müller (* 1942), Politikwissenschaftlerin, Ministerin für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein
- Jürgen Schramke (1942–2016), Romanist und Germanist
- Reinhild Hoffmann (* 1943), Tänzerin und Choreografin, Pionierin des Tanztheaters
- Janusz Rewiński (1949–2024), Schauspieler, Satiriker und Politiker
- Tadeusz Ślusarski (1950–1998), Leichtathlet
- Bożenna Bukiewicz (* 1952), Politikerin
- Edward Białek (* 1956), Literaturhistoriker und Germanist
- Jolanta Fedak (1960–2020), Politikerin, Ministerin für Arbeits- und Sozialpolitik
- Józef Tracz (* 1964), Ringer
- Andrzej Niedzielan (* 1979), Fußball-Nationalspieler
- Iwona Matkowska (* 1982), Ringerin
- Monika Kobylińska (* 1995), Handballspielerin
Mit der Stadt verbundene Personen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Seyfried von Promnitz (1534–1597), schlesischer Adeliger
- Joachim Garcaeus (1567–1633), Superintendent in der Stadt
- Wolfgang Caspar Printz (1641–1717), Musikschriftsteller, Komponist und Romanautor
- Johann Georg Böse (1662–1700), lutherischer Theologe
- Erdmann Neumeister (1671–1756), Kirchenliederdichter, Poetiker und Theologe; ab 1706 Oberhofprediger, Konsistorialrat und Superintendent in Sorau
- Johann Samuel Magnus (1678–1707), evangelischer geistlicher Dichter und Historiker
- Georg Philipp Telemann (1681–1767), von 1705 bis 1708 Kapellmeister am Hof
- Benjamin Lindner (1694–1754), gräflicher Archidiakon in Sorau
- Johann Jacob Köpler (v. 1700 – n. 1755), Orgelbauer in Sorau
- Carl Wendt (1731–1815), Arzt, Regierungsbeamter und Oberpräsident von Kiel
- Joseph Emil Nürnberger (1779–1848), Postmeister in Sorau
- Ferdinand Gotthelf Hand (1786–1851), Klassischer Philologe, vorgebildet in Sorau
- Johann Gottlieb Schneider (1797–1856), Organist und Komponist; von 1817 bis 1825 Stadtorganist in Sorau
- Wilhelm Schrader (1817–1907), von 1853 bis 1856 Gymnasialdirektor in Sorau
- Hermann Franke (1834–1919), Kantor und Komponist; ab 1869 Kantor an der Hauptkirche von Sorau
- Rudolf Bahn (1837–1913), Unternehmer und Mitglied des Deutschen Reichstags
- Carl Adolph (1838–1890), Astronom und Mathematiker; von 1877 bis zu seinem Tode Oberlehrer am Königlichen Gymnasium in Sorau
- Emil Engelmann (1861–1945), Lehrer und Heimatforscher; von 1905 bis 1926 Leiter des Gymnasiums in Sorau
- Margarete Gebhardt (1870 – n. 1940), Autorin heimatkundlicher Schriften und Bühnenautorin; Lehrerin und Konrektorin am Gymnasium in Sorau
- Christian Morgenstern (1871–1914), besuchte 1890/92 das Gymnasium in Sorau und machte hier das Abitur
- Alois Herzog (1872–1956), deutsch-österreichischer Ingenieur für Textiltechnologie; von 1900 bis 1920 Lehrer an der Höheren Fachschule für Textilindustrie in Sorau
- Adolf Jost (1874–1908), österreichischer Psychologe
- Hans Petri (1880–1974), evangelischer Theologe; verlebte Schul- und Jugendjahre in Sorau
- Martin Stumpf (1886–1974), Politiker (NSDAP); 1928 Ortsgruppenleiter der NSDAP in Sorau und 1929 Bezirksleiter der NSDAP in Sorau-Forst
- Wolfgang Winkler (1902–?), Bürgermeister und Landrat; von 1935 bis 1945 Bürgermeister in Sorau, seither vermisst
- Katarzyna Zychla (* 1971), Schriftstellerin; wohnt seit 1999 in Żary
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Edward Białek, Łukasz Bieniasz (Hrsg.): Hereditas Culturalis Soraviensis. Beiträge zur Geschichte der Stadt Sorau und zu ihrer Kultur (= Orbis Linguarum Beiheft 95). Neisse-Verlag, Dresden 2010, ISBN 978-3-86276-002-2.
- Tomasz Jaworski (Vorwort), Izabela Taraszczuk (Übers.): Żary w ostatnich dniach II Wojny Światowej (Sorau in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs; Soraus Schreckenstage. Tagebuchnotizen der Zeitzeugin Martha Neumann). In: Kronika Ziemi Żarskiej. Nr. 1 (45)/2008, Żary, ISSN 1427-5457, S. 90–96; Fortsetzung in Nr. 2 (46)/2008: Okupacja Żar przez wojska radzieckie (Die Besetzung der Stadt Sorau durch die sowjetischen Truppen), S. 88–96.
- Peter Walther: Sorau. In: Musen und Grazien in der Mark. Ein historisches Schriftstellerlexikon. Lukas, Berlin 2002, ISBN 3-931836-69-X S, 268-270.
- Jerzy Piotr Majchrzak: Encyklopedia Ziemi Żarskiej w jej historycznych i współczesnych granicach. Dom Wydawniczy Soravia, Żary 2002, ISBN 83-87677-17-5.
- Tomasz Jaworski: Żary w dziejach pogranicza śląsko-łużyckiego. Zakład Poligrafii WSP, Żary 1993.
- Rudolf Lehmann: Sorau. In Gerd Heinrich (Hrsg.): Berlin und Brandenburg (= Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Band 10). Kröner, Stuttgart 1973, ISBN 3-520-31101-1, S. 464–467.
- Klaus-Henning Rauert, Friedrich Wendig: Siebenhundert Jahre Sorau. Die Geschichte einer ostdeutschen Stadt 1260–1960. Sorauer Heimatverlag, Dortmund 1960.
- Emil Engelmann: Geschichte der Stadt Sorau im Jahrhundert ihrer Selbstverwaltung 1832–1932. Rauert & Pittius, Sorau 1936 (Digitalisat)
- Sorau, in: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage, Band 18, Leipzig/Wien 1909, S. 619 (online)
- Johannes Schwela: Sorau N.–L. und Umgebung in Wort und Bild. Jülich, Chemnitz 1908 (Digitalisat).
- Johann Gottlob Worbs: Geschichte der Herrschaften Sorau und Triebel. Rauert, Sorau 1826 (Digitalisat), (Reprint: Niederlausitzer Verlag, Guben 2008, ISBN 978-3-935881-49-4).
- Johann Samuel Magnus: Historische Beschreibung der Hoch-Reichs-Gräfflichen Promnitzschen Residentz-Stadt Sorau in Niederlausitz, Und Deroselben Regenten Kirchen- und Regiment-Sachen, Wie auch Gelehrten Leuthen Und Sonderbahren Begebenheiten. Rohrlach u. a., Leipzig u. a. 1710 (Digitalisat) (Digitalisat).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Stadt Żary (polnisch/deutsch)
- Sorauer Heimatarchiv im Stadtarchiv Forst/Lausitz (Sammlung Sorau. Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa)
- Sächsisches Ortsverzeichnis mit Sorau
- Alte und neue Stadtansichten auf YouTube
Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- ↑ „Soravia“ ist die übliche Verlagsortbezeichnung der zahlreichen dort gedruckten Bücher in lateinischer Sprache.
- ↑ Peter Kunze: Sorbische Reminiszenzen aus Forst und Umgebung. In: Lětopis. 53, 1, 2006, ISSN 0943-2787, S. 35–51.
- ↑ Marcin Maciejewski: Wojska szwedzkie na terenie władztwa Żary – Trzebiel w okresie wojny trzydziestoletniej w świetle niemieckiej historiografii z XIX i XX wieku [w:] Na pograniczach. Szkice z historii społeczno-gospodarczej, red. nauk. Robert Lipelt, Sanok 2014. (academia.edu [abgerufen am 19. Februar 2018]).
- ↑ Johannes Schwela: Sorau N.-L. und Umgebung in Wort und Bild. Verlag A. Jülich, Chemnitz 1908.
- ↑ Sorauer Tageblatt. 18. September 1923, abgerufen am 25. April 2023.
- ↑ Gary L. Moncur: Mission 134 – 1303rd BG (H), Combat Mission No. 134. Hrsg.: 303rdbg.com. 11. April 1944 (303rdbg.com [PDF; 1,4 MB]).
- ↑ Zu den wilden Vertreibungen siehe Włodzimierz Borodziej, Hans Lemberg (Hrsg.): „Unsere Heimat ist uns ein fremdes Land geworden“. Die Deutschen östlich von Oder und Neiße 1945–1950. Dokumente aus polnischen Archiven. Bd. 4., Wojewodschaften Pommerellen und Danzig (Westpreußen). Woiwewodschaft Breslau Herder-Institut (Marburg) Herder-Institut, Marburg 2004, ISBN 978-3-87969-315-3, S. 380–385, zu Sorau (fälschlich „Sohrau“) S. 380, siehe auch: Ausweisung von Deutschen aus Sorau/Niederlausitz 1945. Arbeitsmodul Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung (1939–1947). Arbeitsmaterial im Projekt „Polen in der Schule“, Deutschen Polen-Instituts.
- ↑ Geschichte. (PDF; 72,2 kB) In: armbrust-schuetzen-gilde.de. Abgerufen am 22. Oktober 2018.
- ↑ Jürgen Gerner: Hermann Gerner (1892-1983), Ehrenpräsident der Braunschweiger Armbrustschützen-Gilde. In: FANDOM. April 2026, abgerufen am 11. Mai 2026.
- ↑ Günther Krause (Hrsg.): Sorauer Heimatblatt. Nr. 3 (1983). Sorauer Heimatverlag, Dortmund.
- ↑ Klaus-Dieter Alicke: Jüdische Gemeinde in Sorau. In: Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. 2017, abgerufen am 28. Mai 2024.
- ↑ Klaus-Henning Rauert, Friedrich Wendig: Siebenhundert Jahre Sorau. Die Geschichte einer ostdeutschen Stadt 1260–1960. Sorauer Heimatverlag, Dortmund 1960.
- ↑ Ursula Flecken: Rewitalizacja Zary, Studienprojekt SRP, Endbericht, Bibliothek des Instituts für Stadt- und Regionalplanung, TU Berlin, 2005.
- ↑ Das Dewin-, Pack- und Bibersteinschloss. In: powiatzary.pl. Stadtverwaltung Żary, abgerufen am 27. Juni 2018.
- 1 2 Kirchen und Kapellen. In: powiatzary.pl. Stadtverwaltung Żary, abgerufen am 7. Oktober 2018.
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- ↑ Sorauer Einwohnerbuch, Ausgabe 1928–1930.
- ↑ Kristian Schmidt: Forster Jahrbuch, Für Geschichte und Heimatkunde 2025/26, Ein Blick(e) in den Stadtwald von Żary (früher Sorau). In: Museumsverein der Stadt Forst (Lausitz) e.V. (Hrsg.): Forster Jahrbuch. Band 16. Forst (Lausitz) 2025, ISBN 978-3-00-082486-9, S. 223 - 237.
- ↑ Willi Lufft: Um Hermanns Bleiche und die sieben Teiche: Der 1000 Morgen große Sorauer Stadtforst, Vor dem Sorauer Niedertor um 1860 und später. Hrsg.: Sorauer Heimatbrief. 1956, S. 10.
- ↑ Emil Engelmann, Hans Ciorek: Geschichte der Stadt Sorau 1832–1932; Die Stadt Sorau - Ihre Verwaltung und deren Aufgaben 1932. Sorau 1932.
- ↑ Michael Sachs: Die Flucht der evangelischen Frau Anna Magdalena von Reibnitz (1664–≈1745) mit ihren von der Zwangskatholisierung bedrohten fünf Kindern aus Schlesien im Jahre 1703 – ein Stimmungsbild aus dem Zeitalter der Gegenreformation und des Pietismus. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 221–263, hier: S. 250.
- ↑ Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1250.








