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Shinto-Spitzmaus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Shinto-Spitzmaus
Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Soricinae
Gattung: Rotzahnspitzmäuse (Sorex)
Art: Shinto-Spitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Sorex shinto
Thomas, 1905
Verbreitung
Verteilung der Populationen in Japan

Die Shinto-Spitzmaus (Sorex shinto) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen in Japan verbreitetes Säugetier in der Gattung der Rotzahnspitzmäuse. Sie zählt zu einer Artengruppe, die nach der Lapplandspitzmaus (Sorex caecutiens) benannt ist. Das Typusexemplar stammt aus dem Norden der Insel Honshū aus dem Umfeld eines Ortes Nohechi.[1]

Unterarten und Verbreitung

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Zur Shinto-Spitzmaus zählen drei Unterarten[2]:

  • S. s. shinto, in den zentralen und nördlichen sowie höher gelegenen Regionen von Honshū.
  • S. s. sadonis, auf Sado und auf den Hochländern des westlichen Honshū.
  • S. s. shikokensis, in Gebirgen der Insel Shikoku.

Für das Tier sind eine Kopf-Rumpf-Länge von 51 bis 72,5 mm, eine Schwanzlänge von 44 bis 57 mm und ein Gewicht von 4 bis etwas über 6 g bekannt. Die Hinterfüße sind 11,5 bis 13,5 mm lang. Verglichen mit der Lapplandspitzmaus ist die Art allgemein kleiner und der Schädel ist im Verhältnis zum Körper kleiner. Die genetische Abweichung zwischen diesen Arten ist gering, mit kleineren Differenzen bei den Allozymen und bei der mitochondrialen DNA. Da die Lapplandspitzmaus nur Hokkaidō erreicht, gibt es kein Zusammentreffen in Japan. Bei gleichzeitigen Vorkommen ist die Azumi-Spitzmaus (Sorex hosonoi) kleiner, sie hat jedoch einen im Verhältnis zum Körper längeren Schwanz. Diese Spitzmaus hat oberseits ein graubraunes Fell. Der diploide Chromosomensatz besteht aus 42 Chromosomen (2n=42).[2][1]

Die Shinto-Spitzmaus lebt im Flach- und Hügelland sowie in Gebirgen bis 2900 Meter Höhe. Sie bevorzugt Wälder und Buschflächen mit einer dicken Schicht aus Laub oder Humus. Gelegentlich werden Grasflächen besucht. Das Vermögen der Spitzmaus, auf dem Boden schnell zu rennen, ist gut entwickelt. Das Tier wird meist nachts dokumentiert, doch es kann selbst in hohen Lagen im November am Tage aktiv sein. Auf Honshū waren Weibchen im Mai und Juni mit bis zu sechs Embryos trächtig. Auf Sado liegt die Zahl der Neugeborenen zwischen 4 und 6. Zur Nahrungswahl und zum sozialen Verhalten gibt es keine Informationen.[3][2]

Für den Bestand liegen keine Bedrohungen vor. Das Tier wird an geeigneten Stellen gewöhnlich angetroffen. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).[3] Auf der Roten Liste gefährdeter Arten Japans wird die Unterart Sorex shinto shikokensis als potentiell gefährdet eingestuft.[4]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Sorex shinto).
  2. 1 2 3 Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8 - Insectivores, Sloths and Colugos. Lynx Edicions, 2018, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 399 (englisch, Sorex shinto).
  3. 1 2 Sorex shinto in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: Laginha Pinto Correia, D., 2015. Abgerufen am 10. April 2026.
  4. 環境省レッドリスト2020 („Rote Liste des Umweltministeriums 2020“). (PDF, 662 KB) Umweltministerium, S. 2, abgerufen am 10. April 2026 (japanisch).