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Sextus Traulus Montanus

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Sextus Traulus Montanus († Herbst 48 n. Chr.) war ein römischer Ritter der frühen Kaiserzeit.

Traulus Montanus wird von Tacitus in seinen Annalen[1] und in Senecas Apocolocyntosis[2] erwähnt. Tacitus beschreibt ihn als jungen Mann von „bescheidenem Wesen“ (modesta iuventa), aber von „auffallender körperlicher Schönheit“ (corpore insigni). Der Name Traulus ist etruskischer Herkunft.

Kaiserin Valeria Messalina ließ ihn einmal zu sich rufen und verbrachte eine einzige Nacht mit ihm – danach verstieß sie ihn sofort wieder, „da bei ihr die Abneigung ebenso zügellos war wie ihr Verlangen.“ Trotz der extrem kurzen Affäre – seine Verteidigung wurde nicht zugelassen – wurde er im Zuge der Massenhinrichtungen nach dem Sturz Messalinas getötet. Die Exekution erfolgte ohne Verhör oder Aufschub, auf Befehl des Kaiser Claudius, den der kaiserliche Freigelassene Narcissus massiv dazu drängte.

Seneca stellt ihn als Sextus Traulus unter den Opfern des Narcissus dar.

Es wird spekuliert, ob Traulus Montanus mit Calvia Crispinilla (später bekannte Hofdame und Vertraute des Sporus unter Kaiser Nero) verheiratet war. Grundlage sind Amphorenstempel mit der Aufschrift „Traul. et Cris.“ aus Poetovio.[3] Diese Verbindung gilt jedoch als sehr unsicher, da keine direkte chronologische oder prosopographische Bestätigung vorliegt.

Einzelnachweise

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  1. Tacitus, Annalen 11,36,3.
  2. Seneca, Apocolocyntosis 13,4.
  3. CIL 3, 12010,7, CIL 3, 14371,7.