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Sevenar

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Wappen derer von Sevenaer im Wappenbuch des Westfälischen Adels

Sevenar (auch Sevenaer o. ä.) ist der Name eines erloschenen niederrheinisch-westfälischen Patrizier- und Adelsgeschlechts.

Das Geschlecht, dessen Name wohl auf Huis Sevenaer im niederländischen Zevenaar zurückzuführen ist, zählte später zu den Patriziern in Essen, wo es zwischen Ende des 15. und Mitte des 17. Jahrhunderts vier Bürgermeister stellte. Phillip von Sevenar, der sein Bürgermeisteramt von 1600 bis 1605 ausübte, veranlasste während der Reformation die ersten reformierten Gottesdienste in Essen. Deshalb wurde er von der Essener Äbtissin Maria Clara von Spaur seines Amtes enthoben. Katharina von Sevenar (1602–1678) aus dem Hause Hagen in der Grafschaft Mark ehelichte 1629 den preußischen Offizier Otto Wilhelm von Podewils (1595–1657). Johann von Sevenar war mit Margret de Corte verheiratet.

Die Familie besaß unter anderem Haus Backum in der Hertener Bauerschaft Backum. Dieses hatte Johann von Sevenar 1460 von Diederich von Backum zu Haus Leythe und dessen Frau Styne gekauft. Johann war 1469 und noch 1484 Richter zu Essen.[1][2][3] Seine Nachkommen waren Mitte des 16. Jahrhunderts Schöffen in Recklinghausen, so Hansen Sevenar und Wilhelm Sevenar (beide 1559).

Laut Max von Spießen existierte die Familie noch 1765.[4]

Persönlichkeiten

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Blasonierung: In Blau ein silberner rechtssehender Adler. Auf dem Helm mit blau-silbernen Helmdecken ein offener Flug, links silbern, rechts blau.[4]

In Essen war von 1907 bis 1915 die Sevenarstraße nach der Familie benannt. 1915 wurde sie aufgehoben und überbaut (siehe Liste der Straßen in Essen-Altendorf).

Einzelnachweise

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  1. Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0251 / Essen, Klöster AA 0251, Nr. 94, abgerufen am 11. April 2026.
  2. Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Lob.Wen.Uk / Wenge, Urkunden, Nr. Lob.Wen.Uk - 85, abgerufen am 11. April 2026.
  3. Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Rheinland, AA 0251 / Essen, Klöster AA 0251, Nr. 96 u. Nr. 105, abgerufen am 11. April 2026.
  4. 1 2 Spießen (1901–1903), S. 118.