Seraphic Light
| Seraphic Light | |
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| Livealbum von Daniel Carter, William Parker & Matthew Shipp | |
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
CD, Download |
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Titel (Anzahl) |
3 |
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55:26 | |
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Besetzung |
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Kurt Ralske | |
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Aufnahmeort(e) |
Distler Performance Hall, Tufts University, Medford |
Seraphic Light (Untertitel Live at Tufts University) ist ein Musikalbum von Daniel Carter, William Parker und Matthew Shipp. Die am 5. April 2017 an der Tufts University in Medford entstandenen Aufnahmen erschienen am 18. Mai 2018 auf AUM Fidelity.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seraphic Light ist der Livemitschnitt eines Konzerts, das der Holz- und Blechbläser Daniel Carter, der Bassist William Parker und der Pianist Matthew Shipp im April 2017 an der Tufts University gaben. Es bildete den Höhepunkt des Programms „Art, Race, and Politics in America“, zu dem auch die Vorführung von Edward O. Blands Dokumentarfilm „The Cry of Jazz“ (1959) sowie eine Podiumsdiskussion mit anschließender Fragerunde zwischen den Zuhörern und den Musikern gehörten.[1] Obwohl die drei Musiker bereits zuvor zusammengearbeitet hatten (meist mit einem Schlagzeuger), ist dies ihre erste Aufnahme als Trio. Das Album ist in drei Stücke unterteilt, die jeweils „Seraphic Light“ heißen und von einer römischen Ziffer gefolgt werden.
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Daniel Carter / William Parker / Matthew Shipp: Seraphic Light (AUM Fidelity AUM106)[2]
- Seraphic Light part I 21:27
- Seraphic Light part II 20:53
- Seraphic Light part III 13:06
Rezeption
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Nach Ansicht von Mark Corroto, der das Album in All About Jazz rezensierte, hat das Trio zu einer bemerkenswerten, dreiteiligen, ausgedehnten kollektiven Improvisation gefunden, die einen Kreis spiralförmig entfaltete, „ein Rad im Rad“. Die Musik wirke in diesem Arrangement entspannt, ohne dabei an Intensität einzubüßen. Es sei, als ob das Trio vereinbart hätte, die Ereignisse des Abends im Laufe ihres 56-minütigen Auftritts behutsam zu verarbeiten. Wenngleich experimentierfreudige Hörer mit der Musik von Parker und Shipp bestens vertraut sind, würde der Multiinstrumentalist Daniel Carter besondere Erwähnung verdienen. Mit Flöte, Trompete, Klarinette und drei verschiedenen Saxophonen lote er diese komplexe, himmlische Klanghierarchie noch weiter aus. Am ehesten lasse sich Carter hier mit dem Saxophonisten und Trompeter Joe McPhee vergleichen. Der gesamte Auftritt werde mit größter Geduld dargeboten, wobei ausgedehnte Soli zugunsten von Gruppenimprovisation und Interaktion vermieden werden. Shipp befinde sich zweifellos auf dem Höhepunkt seiner Karriere, und Parker sei der ewige Taktgeber in der Welt der kreativen Improvisation. Diese Aufnahme sollte man sich nicht entgehen lassen.[3]
Trotz des Titels handle es sich bei dem Stück nicht um eine Neuinterpretation von John Coltranes „Seraphic Light“ (von seinem posthum veröffentlichten Album „Stellar Regions“), schrieb David Whiteis in JazzTimes. Es sei jedoch ähnlich meditativ und verbinde wie sein Vorgänger spirituelle Sehnsucht mit innerer Ruhe. Während der über 50-minütigen Aufführung würde das Zusammenspiel der Hauptakteure – mal Wechselgesang, mal fein verwobener Kontrapunkt, mal gegensätzliche Themen – den Geist der freien Improvisation in seiner tiefsten Form widerspiegeln. Individuum und Kollektiv ergänzten sich und bestärkten sich gegenseitig; das Streben nach Transzendenz sei an sich transzendent. Getreu dem übergeordneten Thema des Abends – Gemeinschaft, Solidarität, Zuversicht – sei es eine Reise ins Unbekannte gewesen, die gerade deshalb umso bereichernder war.[1]
Wer die Karrieren der Musiker verfolgt habe, wisse um ihre einzigartige Fähigkeit, spontane Improvisationen wie tiefgründige Kompositionen klingen zu lassen, meint John Garratt (Pop Matters). Es bringe daher wenig, die charakteristischen Merkmale von beispielsweise „Seraphic Light I“ und „Seraphic Light II“ genau zu definieren. Bemerkenswert vielmehr sei, dass es zwischen den ersten beiden Sätzen keine Pause gibt. Carter, Parker und Shipp würden also ganze 42 Minuten spielen, bevor das Publikum applaudieren durfte. Ihr Spiel sei weniger ein Jammen über ein etabliertes Vamp als vielmehr ein musikalischer Dialog zwischen den dreien. Daniel Carter und Matthew Shipp verbinde eine besonders einzigartige Verbindung: Beide würden ständig ihr Spiel verändern und dennoch im nächsten Moment aufeinander reagieren.[4]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Seraphic Light von Daniel Carter / William Parker / Matthew Shipp. In: Bandcamp. Abgerufen am 1. März 2026 (englisch).
- Listung des Albums bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 12. März 2026.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 David Whiteis: Daniel Carter/William Parker/Matthew Shipp: Seraphic Light (AUM Fidelity). In: JazzTimes. 30. August 2018, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
- ↑ Daniel Carter, William Parker, Matthew Shipp – Seraphic Light. In: Discogs. Abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Mark Corroto: Daniel Carter / William Parker / Matthew Shipp: Seraphic Light [Live at Tufts University]. In: All About Jazz. 5. Mai 2018, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).
- ↑ John Garratt: Daniel Carter, William Parker, and Matthew Shipp Prove Their Collective Worth on ‘Seraphic Light’. In: Pop Matters. 7. August 2018, abgerufen am 14. März 2026 (englisch).