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Sepp Weber

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Sepp Weber (* 28. Juli 1925 in Preschkau) ist ein deutscher Architekt.

Weber ist der Sohn eines sudetendeutschen Tischlers. Die Familie wurde in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus der Tschechoslowakei vertrieben und kam in die Sowjetische Besatzungszone. Weber absolvierte eine Lehre als Tischler und studierte von 1949 bis 1954 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Architektur. Danach arbeitete er bis 1965 als Architekt beim VEB Hochbauprojektierung Potsdam und anschließend beim VEB Hochbauprojektierung Brandenburg, der dann im VEB Wohnungsbaukombinat Potsdam aufging. Dort war Weber ab 1968 Leiter der Außenstelle Potsdam, dann Chefarchitekt.

Potsdam, Interhotel, Kolonaden

Weber beteiligte sich 1960 am Wettbewerb für die Gestaltung des Potsdamer Stadtzentrums, wobei er den 2. Preis errang. Die bedeutendsten unter seiner Leitung geplanten und realisierten Bauten sind in Potsdam das Bürogebäude des Wissenschaftlich-Technischen Zentrums des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (1966/1967; abgerissen[1]), das Interhotel Potsdam, heute Mercure Hotel (1969), das im Volksmund als Rechenzentrum Potsdam bezeichnete Datenverarbeitungszentrum, (1969/1971), die Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek (1970/1974) und das Gebäude des Instituts für Lehrerbildung „Rosa Luxemburg“ (1970/1974), das nach der deutschen Wiedervereinigung ebenfalls abgerissen wurde.

  • Brigitte Raschke: Sepp Weber. In: Dietrich Fürst (Hrsg.): Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR. Dokumentation eines IRS-Sammlungsbestandes biographischer Daten. IRS, Erkner, 2000. ISBN 978-3-934669-00-0, S. 246
Commons: Sepp Weber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Friedrich-Ebert-Straße | Potsdam Museum. Abgerufen am 25. Juni 2026.