Sepp Weber
Sepp Weber (* 28. Juli 1925 in Preschkau) ist ein deutscher Architekt.
Leben und Werk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weber ist der Sohn eines sudetendeutschen Tischlers. Die Familie wurde in der Folge des Zweiten Weltkriegs aus der Tschechoslowakei vertrieben und kam in die Sowjetische Besatzungszone. Weber absolvierte eine Lehre als Tischler und studierte von 1949 bis 1954 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Architektur. Danach arbeitete er bis 1965 als Architekt beim VEB Hochbauprojektierung Potsdam und anschließend beim VEB Hochbauprojektierung Brandenburg, der dann im VEB Wohnungsbaukombinat Potsdam aufging. Dort war Weber ab 1968 Leiter der Außenstelle Potsdam, dann Chefarchitekt.

Weber beteiligte sich 1960 am Wettbewerb für die Gestaltung des Potsdamer Stadtzentrums, wobei er den 2. Preis errang. Die bedeutendsten unter seiner Leitung geplanten und realisierten Bauten sind in Potsdam das Bürogebäude des Wissenschaftlich-Technischen Zentrums des Ministeriums für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (1966/1967; abgerissen[1]), das Interhotel Potsdam, heute Mercure Hotel (1969), das im Volksmund als Rechenzentrum Potsdam bezeichnete Datenverarbeitungszentrum, (1969/1971), die Wissenschaftliche Allgemeinbibliothek (1970/1974) und das Gebäude des Instituts für Lehrerbildung „Rosa Luxemburg“ (1970/1974), das nach der deutschen Wiedervereinigung ebenfalls abgerissen wurde.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Brigitte Raschke: Sepp Weber. In: Dietrich Fürst (Hrsg.): Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR. Dokumentation eines IRS-Sammlungsbestandes biographischer Daten. IRS, Erkner, 2000. ISBN 978-3-934669-00-0, S. 246
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Friedrich-Ebert-Straße | Potsdam Museum. Abgerufen am 25. Juni 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weber, Sepp |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 28. Juli 1925 |
| GEBURTSORT | Preschkau |