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Sentinel (Satellit)

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(Weitergeleitet von Sentinel-4)
3-D Simulation von Sentinel-6 im Orbit

Die Sentinel (engl.: Wache, Wächter) Satelliten sind Erdbeobachtungssatelliten des Copernicus-Programms (vormals GMES, Global Monitoring for Environment and Security) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Wie geplant werden die Satelliten seit 2014 gestartet. Sentinel-1 ist ein Radarsatelliten-Paar, Sentinel-2 ein Paar von passiv-optischen Erdbeobachtungssatelliten und Sentinel-3 ein Paar von Satelliten mit Sensoren zur Messung der Meeresoberflächentopographie, der Temperatur von Meeres- und Erdoberflächen und der Ozeanfarbe.[1] Sentinel-5P untersucht seit 2017 die Erdatmosphäre; Sentinel-4 soll 2023 / 2030 folgen (Instrumente an Bord von Meteosat-Satelliten der dritten Generation).[2][3]

Das Copernicus-Programm

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Das in Zusammenarbeit mit der EU geschaffene Copernicus-Programm soll unter anderem mithilfe der Sentinel-Satelliten eine komplexe Erdbeobachtung ermöglichen, deren Daten für die Bereiche Umwelt, Verkehr, Wirtschaft und Sicherheitspolitik eingesetzt werden können.

3-D Simulation von Sentinel-1 im Orbit

Die Sentinel-1-Satelliten fliegen in einem etwa 700 km hohen Polar-Orbit und tasten die Erde dabei in Streifen von 80 bis 400 km ab. Zum Einsatz kommt dabei ein C-Band-SAR (Synthetic Aperture Radar) mit einer Wellenlänge von 6 Zentimetern.

Sentinel-1A wurde am 3. April 2014 erfolgreich gestartet, der Start von Sentinel-1B erfolgte am 25. April 2016.[4]

Sentinel-2

Auch Sentinel-2 besteht aus zwei Satelliten in der gleichen Umlaufbahn. Sentinel-2 soll als Fortsetzung von Landsat oder SPOT multispektrale Erdbeobachtungsdaten liefern. Bilder werden in räumlichen Auflösungen von 10 oder 20 m pro Pixel in 10 Spektralkanälen im Wellenlängenbereich von 443 bis 2190 nm aufgenommen werden. Zusätzlich gibt es drei schmalbandige Spektralkanäle mit 60 m räumlicher Auflösung zur Messung der atmosphärischen Eigenschaften.

Sentinel-2A wurde am 23. Juni 2015 mit einer Vega-Rakete gestartet,[5] Der Start von Sentinel-2B folgte am 7. März 2017, ebenfalls an Bord einer Vega-Rakete von Kourou.[6]

Sentinel-3

Sentinel-3 soll Land- und Ozeanfarben als Fortsetzung des Envisat-Instruments Meris messen, Land- und Meerestemperatur in Fortsetzung von AATSR, und die Meeresoberflächen- und Eistopographie in Fortsetzung der Envisat-Altimeter. Außerdem befindet sich ein Radar-Altimeter an Bord. Sentinel-3 operiert ebenfalls als Formation zweier Satelliten.[7]

Sentinel-3A startete am 16. Februar 2016,[8] Sentinel-3B am 25. April 2018.[9]

Sentinel-4, -5 und -5P

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Die Missionen Sentinel-4 und -5 sind der Beobachtung der Atmosphärenzusammensetzung gewidmet. Das Sentinel-4-Instrument soll auf einem der geostationären Meteosat-Third-Generation-Satelliten (MTG) mitfliegen. Die MTG-Sounder-Satelliten (ab 2025[veraltet][10]) tragen für die Sentinel-4-Mission ein Spektrometer für den ultravioletten, sichtbaren und nah-infraroten Spektralbereich (UVN). Zur Erfüllung der Mission werden auch Daten der EUMETSAT Instrumente verwendet. Diese sind der Thermal-Infrarot-Sounder (IRS) auf dem Sounder-Satelliten sowie der Flexible Combined Imager (FCI) der MTG-Imager-Satelliten.

Sentinel-5 soll auf den MetOp-Second-Generation-Satelliten die Erde auf polaren Orbits umkreisen. Die Mission umfasst ein Spektrometer für den ultravioletten, sichtbaren, nah-infraroten und kurzwellen-infraroten Spektralbereich (UVNS) sowie einen Visible Infrared Imager (VII) und einen Multi-viewing Multi-channel Multi-polarization Imager (3MI). Diese spektralen Daten können u. a. mithilfe des DOAS-Verfahrens für die Erstellung von Spurengaskarten genutzt werden.

Am 13. Oktober 2017 startete der Sentinel-5 Precursor (Sentinel-5P) auf einem eigenen Satelliten, um eine zeitliche Lücke zwischen den Missionen Envisat, MetOp und Sentinel-5 zu überbrücken.[11]

Sentinel-6, auch als Jason-CS bekannt, ist eine Höhenvermessungsmission von NASA, Eumetsat, ESA und National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA). Die Sentinel-6 Mission besteht aus zwei identischen Satelliten, Sentinel-6A und Sentinel-6B. Der Start von Sentinel-6A erfolgte am 21. November 2020, der von Sentinel-6B am 17. November 2025. Beide Satelliten wurden vom Space Launch Complex 4E auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien ins All gebracht.

Die Satelliten Sentinel CO2M-A und CO2M-B sollen mittels Infrarotspektroskopie den menschengemachten regionalen CO2-Ausstoß beobachten und messen. Der Start der Satelliten war für 2025 geplant und wurde auf 2027 beziehungsweise 2028 verschoben.[12][13]

Einzelnachweise

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  1. Programmes in Progress. In: ESA Bulletin 144. ESA, November 2010, S. 64,65, abgerufen am 21. Dezember 2010 (englisch).
  2. www.eumetsat.int (Memento des Originals vom 29. November 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eumetsat.int
  3. Copernicus: Sentinel-5. ESA, abgerufen am 5. November 2017 (englisch).
  4. Sentinel-1B: Das zweite Auge der Erdwächter im All. Deutsches Luft- & Raumfahrt Zentrum, 25. April 2016, abgerufen am 26. April 2016.
  5. Cai Tore Philippsen: Der zweite Wächter ist auf seinem Posten. FAZ online, 23. Juni 2015, abgerufen am 23. Juni 2015.
  6. Zulfikar Abbany: Der rasende Scanner: Erdbeobachtungssatellit Sentinel-2B gestartet. DW, 7. März 2017, abgerufen am 7. März 2017 (deutsch).
  7. ESA's Sentinel satellites - Sentinel-3. (PDF; 215 kB) ESA, August 2013, abgerufen am 12. Januar 2014 (englisch).
  8. Third Sentinel satellite launched for Copernicus. ESA, 16. Februar 2016, abgerufen am 16. Februar 2016 (englisch).
  9. ESA: Seventh Sentinel satellite launched for Copernicus. 25. April 2018, abgerufen am 26. April 2018 (englisch).
  10. EUMETSAT: Meteosat satellite to be launched with SpaceX. 28. Juni 2024, abgerufen am 10. Februar 2025 (englisch).
  11. Eurockot: Sentinel-5P on Rockot Facts and Figures. (PDF) Abgerufen am 23. November 2015 (englisch).
  12. Kommission unterzeichnet neuen Vertrag mit Arianespace über Copernicus-Satellitenstartdienste zur Absicherung ihres autonomen und zuverlässigen Zugangs zum Weltraum. Europäische Kommission, 30. November 2022.
  13. Copernicus Carbon Dioxide Monitoring – A. CEOS, abgerufen am 27. Dezember 2025.