Zum Inhalt springen

Selbergsche Zetafunktion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Selbergsche Zetafunktion ist eine Funktion aus dem mathematischen Gebiet der harmonischen Analysis. Sie wird verwendet, um den Zusammenhang zwischen den Eigenwerten des Laplace-Operators und dem Längenspektrum einer hyperbolischen Fläche zu untersuchen.

Es sei eine hyperbolische Fläche oder Orbifaltigkeit. Für eine einfache geschlossene Geodäte bezeichne ihre Länge. Die Selbergsche Zetafunktion wird durch meromorphe Fortsetzung der für durch

gegebenen Funktion definiert.

Die Nullstellen der Selbergschen Zetafunktion sind diejenigen Zahlen , die die Gleichung

für einen der Eigenwerte

des Laplace-Operators auf erfüllen.

Mayerscher Transfer-Operator

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für hat man die Identität

.

Dabei bezeichnet den Mayerschen Transferoperator auf dem Raum der Funktionen, die auf der offenen Kreisscheibe mit Mittelpunkt und Radius holomorph und auf ihrem Rand stetig sind. Er ist definiert durch

.
  • U. Bunke, M. Olbrich: Selberg Zeta and Theta Functions. A differential operator approach. (= Mathematical Research. Vol. 83). Akademie-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-05-501690-4.
  • E. d'Hoker, D. H. Phong: Multiloop Amplitudes for the Bosonic Polyakov String. In: Nucl. Phys. B 269, 1986, S. 205–234.
  • E. d'Hoker, D. H. Phong: On Determinants of Laplacians on Riemann Surfaces. In: Commun. Math. Phys. Band 104, 1986, S. 537–545.
  • D. Fried: Analytic Torsion and Closed Geodesics on Hyperbolic Manifolds. In: Invent. Math. Band 84, 1986, S. 523–540.
  • A. Selberg: Harmonic Analysis and Discontinuous Groups in Weakly Symmetric Riemannian Spaces with Applications to Dirichlet Series. In: J. Indian Math. Soc. Band 20, 1956, S. 47–87.
  • A. Voros: Spectral Functions, Special Functions and the Selberg Zeta Function. In: Commun. Math. Phys. Band 110, 1987, S. 439–465.