Neuhausen (Enzkreis)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 48′ N, 8° 47′ O | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Enzkreis | |
| Höhe: | 482 m ü. NHN | |
| Fläche: | 29,75 km² | |
| Einwohner: | 5095 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 171 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 75242 | |
| Vorwahl: | 07234 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PF | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 36 044 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Pforzheimer Straße 20 75242 Neuhausen | |
| Website: | www.neuhausen-enzkreis.de | |
| Bürgermeisterin: | Sabine Wagner | |
| Lage der Gemeinde Neuhausen im Enzkreis | ||


Neuhausen ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa zwölf Kilometer südöstlich der externen Kreisstadt Pforzheim gelegen.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
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Neuhausen liegt auf der Hochfläche im Nordschwarzwald zwischen den Flüssen Nagold und Würm, dem so genannten Biet, zwischen 293 und 541 Meter N.N.[2] Zum Biet, dem historischen Lehen der Freiherren von Gemmingen, gehören neben Neuhausen, Hamberg, Steinegg und Schellbronn auch der Pforzheimer Stadtteil Hohenwart sowie mit Lehningen, Mühlhausen und Tiefenbronn alle Orte der Gemeinde Tiefenbronn.[3]
Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf eine Fläche von 2976 ha. Davon sind 1647 ha, also 55 %, Waldflächen.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Neuhausen besteht aus den vier Teilorten Neuhausen, Schellbronn, Hamberg und Steinegg, die bis zur Gebietsreform in Baden-Württemberg als Gemeinden eigenständig waren.
Ferner gehört zur Gemeinde der Bahnhof Monbach-Neuhausen, der rund 4 km vom Ortsrand Neuhausens entfernt liegt und Anschluss an die Nagoldtalbahn bietet.[4]
Zwischen Neuhausen und Unterhaugstett liegt die Wüstung Weiler am Monbach. Auf Schellbronner Markung stand einst das Jagdschloss Dollbronn, welches im Besitz der Herren von Gemmingen war. Bei Steinegg besaß das Kloster Maulbronn im Hochmittelalter einen Klosterhof namens Bonlanden.[5]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Pforzheim | ||
| Unterreichenbach | Tiefenbronn | |
| Bad Liebenzell | Weil der Stadt |
Geologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeindefläche ist in Triasschichten gelegen. Aufgrund der Höhenlage zwischen Nagold- und Würmtal auf den nordöstlichen Schwarzwald-Randplatten dominiert der Obere Buntsandstein, der vereinzelt von Unterem Muschelkalk überlagert wird. Südlich grenzt an Neuhausen das Gäuland mit Unterem und Mittlerem Muschelkalk sowie Oberem Muschelkalk am Büchelberg.[2]
Schellbronn und Teile Steineggs klagten in der Vergangenheit häufig über versauerte Böden. Andererseits ermöglichten Rückstände von Oberem Muschelkalk historisch sogar Hopfenanbau in Neuhausen und Steinegg.[6]
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Historisch wird das Klima im Gemeindegebiet zumeist als rau beschrieben.[7]
Zwischen 1981 und 2010 wurde eine durchschnittliche Jahresmitteltemperatur von 8,9 °C erreicht. Der mittlere Jahresniederschlag im selben Zeitraum betrug 931 mm.[8] Überlieferte Messungen aus den 1930er Jahren geben noch Jahresmitteltemperaturen von 7,6 °C bzw. 7,7 °C an.[7]
Naturschutz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde Neuhausen ist Teil des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord. Auf ihrem Gebiet befinden sich insgesamt vier Naturschutzgebiete: Büchelberg und Klebwald sowie in Teilen Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle und Unteres Würmtal.[9][2]
Das Landschaftsschutzgebiet Neuhausen-Biet deckt nahezu das gesamte Gemeindegebiet ab.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vorgeschichte und Mittelalter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verschiedene Indizien deuten auf eine Besiedlung Neuhausens bereits zur Jungsteinzeit und in römischer Zeit hin.[10] Die späteren Dorfstrukturen dürften erst nach dem Jahr 900 entstanden sein. Auf Rodungen durch die Grafen von Calw gehen wohl die bis heute erkennbaren Waldhufendörfer Hohenwart, Schellbronn und Hamberg zurück. Bei allen Orten im „Biet“ waren möglicherweise einzelne Höfe die Ausgangspunkte.[11]

1073 wird Schellbronn erstmals namentlich erwähnt. Die älteste Namensform Scaltebrunn lässt auf einen Brunnen bzw. eine Quelle schließen, die mit dem (mutmaßlichen) Personennamen Scalto assoziiert wurde.[13] Ab 1120 bis ins 15. Jh. gehörte das Dorf im Wesentlichen zum Besitz des Klosters Hirsau. Ein Hof im Besitz dieses Klosters, der „Klosterhof“, ist spätestens 1433 nachweisbar.[14]
1150 lässt sich Neuhausen erstmals urkundlich nachweisen.[15] Das Bauerndorf galt stets als wohlhabend. Seit 1521 war es Pfarrort für Hamberg, Schellbronn und Steinegg sowie Hohenwart und Lehningen.[16] Es ist ein Haufendorf.[17]
1157 wird Steinegg im Zusammenhang mit seiner Burg erstmals erwähnt. Die damalige Höhenburg in der Nähe des späteren Standorts ist gänzlich abgegangen. Namensgebende Burgherren waren zunächst die Herren Stein von Steinegg, ab dem 15. Jh. dann das Geschlecht Gemmingen-Hagenschieß. Unter Diether von Gemmingen entstand die heute noch in Teilen erhaltene Form der Burg.[18] Der Name der Burg, der aus dem Geschlecht Stein und dem gängigen Namensbestandteil für Burgen -ecke zusammengesetzt ist, übertrug sich auf die Siedlung.[19] Steinegg entstand als Gassendorf mit dem Ernhaus als prägender Bauform.[20]

Hamberg wird erst 1408 das erste Mal urkundlich erwähnt, entstand aber vermutlich im 11. Jh. auf Veranlassung eines Stain von Rechtenstein. 1584 vollzog der Freiherr von Gemmingen eine Schenkung an die Hamberger: Ihnen wurde ein Waldgebiet zur Deckung ihres Eigenbedarfs zuerkannt.[22] Noch heute wird der sogenannte „52-Bürger-Wald“ in einer Genossenschaft verwaltet.[23] Wie bei Steinegg handelt es sich um ein Gassendorf mit dem Ernhaus als prägender Bauart.[24] Hamberg gilt in seiner Ausdehnung als ungewöhnlich lang.[25]
Frühe Neuzeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab 1407 unterstanden die Orte des „Biets“ Diether V. von Gemmingen, der mit dem dort erworbenen Besitz die Linie Hagenschieß (auch Gemmingen-Steinegg genannt) der Freiherren von Gemmingen begründete.
Anfang des 16. Jh. wurde die Gegend, soweit die Quellen dies vermuten lassen, schwer von der Pest getroffen.[26]

Ab dem Jahr 1622 entstand ein Abschnitt des Württembergischen Landgrabens, der seinen Anfang südlich von Neuhausen am Monbach nimmt und bis Knittlingen führt. Er umspannt südlich den Büchelberg und zeichnet die Grenze Neuhausens mit Möttlingen, Münklingen und Hausen nach, die seinerzeit auch die Grenze Badens und Württembergs bildete. Zweck war vermutlich die Sicherung von Forst- und Jagdrechten sowie militärischer Nutzen.[27]
Der Dreißigjährige Krieg hatte im „Biet“ einen enormen Bevölkerungsrückgang zur Folge. Zerstörungen, Plünderungen sowie Hunger, Seuchen und Flucht waren die Ursachen.[30] Dieser Rückgang wurde später durch gezielte Anwerbung von Zuwanderern ausgeglichen.[31]
Am Galgenberg wurde laut Ortschronik Neuhausen das letzte Todesurteil 1793 an einer Frau vollzogen, die ihren Mann vergiftet hatte.[32]
Katholische Enklave
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Da die Linie Hagenschieß der Freiherren von Gemmingen – im Unterschied zu den anderen Familienlinien – nach der Reformation katholisch blieb, bildete das Biet, zu dem Neuhausen gehört, eine katholische Enklave in evangelischer Umgebung. Insbesondere auf diesen Umstand lassen sich die ungebrochenen Fastnachtstraditionen in Neuhausen und Tiefenbronn zurückführen.[33]
Badische Zeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch die Mediatisierung fielen die Ortschaften auf der heutigen Gemarkung Neuhausens 1806 an das Großherzogtum Baden und waren seit 1819 Bestandteil des Oberamts Pforzheim, ab 1864 dann des Bezirksamts Pforzheim.
Wegen seiner Lage am äußersten Rand Badens war Neuhausen bis zur Reichsgründung 1871 der letzte Ort vor der Staatsgrenze zu Württemberg.[34]
Die Freiherren von Gemmingen kämpften nach 1806 erfolglos um die – juristisch denkbare, aber umstrittene – Beibehaltung der bisherigen Abgabepflichten. Der Streit zwischen Adel und Bevölkerung gipfelte an Weihnachten 1830 in einem Besuch der liberalen Politiker Carl Theodor Welcker und Karl von Rotteck in Neuhausen. Die vorrevolutionäre Stimmung, Sorge um ihren Besitz und die religiöse Entfremdung von vielen Untertanen – Julius von Gemmingen war 1823 mit einem Teil der Bevölkerung protestantisch geworden[35] – veranlassten die Freiherren von Gemmingen schließlich 1839 zum vollständigen Verkauf ihrer Güter an den badischen Staat. Von dessen Seite erfolgte der Verzicht auf alle Zusatzabgaben allerdings erst um 1860.[36]
In der Folge fand auch die 1848er Revolution in Neuhausen ungewöhnlich viel Zuspruch bei der Bevölkerung. Ein örtlicher Volksverein veranstaltete am 27. Mai 1849 eine revolutionäre Volksversammlung in einem Wirtshaus. Der politisch engagierte Hauptlehrer wurde später als „Hauptwühler“ beschuldigt und vom Dienst suspendiert. Aus Hamberg entging ein wegen Meuterei und Treulosigkeit zum Tode verurteilter Unteroffizier der Vollstreckung, indem er nach Amerika auswanderte. Mehrere Schellbronner Bürger wanderten im Zuge der gescheiterten Revolution ebenfalls nach Amerika sowie in die Schweiz aus.[37]
Kaiserreich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Zeit nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unterschied sich die Stimmung in Neuhausen nicht wesentlich von der allgemein grassierenden Frankophobie.[38] 1876 wurde an prominenter Stelle ein Germaniadenkmal für die Gefallenen des Krieges eingeweiht.[39]
Industrialisierung
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Die Zeit der Industrialisierung war im Biet – wie in der gesamten Gegend um Pforzheim – von den „Rasslern“ geprägt: Beschäftigte der Schmuckindustrie pendelten täglich oder wöchentlich zu Fuß nach Pforzheim, bis sie ab 1874[40] nach wenigen Kilometern Fußmarsch am Bahnhof Monbach-Neuhausen per Zug weiterreisen konnten. Im 20. Jh. kam das Fahrrad als Verkehrsmittel auf. Häufig betrieben die Familienmitglieder zusätzlich zur Industrietätigkeit der Männer noch ihre althergebrachte Landwirtschaft weiter.[41]
Erster Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Ersten Weltkrieg hatten die vier Gemeinden Neuhausen, Schellbronn, Hamberg und Steinegg 85 Gefallene zu beklagen, davon 30 aus Neuhausen, 22 aus Schellbronn, 17 aus Hamberg und 16 aus dem einwohnerschwachen Steinegg.[42] Aus dem Dorf Neuhausen hatten insgesamt 162 Männer in den Krieg ziehen müssen.[43]
Zwischenkriegszeit
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1925 wurde in Neuhausen ein Schwesternhaus eröffnet, ab 1930 mit eigenem Gebäude. Die Station existierte bis 1986.[44]
Gegen die verbreitete Arbeitslosigkeit in den frühen 1930er Jahren (Weltwirtschaftskrise) wurden in den Bietgemeinden „Freiwillige Arbeitsdienste“ ins Leben gerufen. Neben Baumaßnahmen in der Region waren diese auch am Bau des Autobahnabschnitts der heutigen A 8 bei Pforzheim beteiligt.[45]
Zweiter Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab dem 25. Juni 1939 gehörten die Orte der heutigen Gemeinde zum neu benannten Landkreis Pforzheim.
Beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 entging Neuhausen nur knapp dem Absturz eines in Brand geratenen Bombers, der letztlich etwa 800 Meter von Neuhausen entfernt auf einem Acker aufschlug. Drei Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, zwei konnten sich per Fallschirm in Sicherheit bringen. Bei Aufräumarbeiten in Pforzheim, zu denen Bürger umliegender Ortschaften beordert worden waren, wurden vier Neuhausener von herabstürzenden Gebäudeteilen erschlagen. In Neuhausen wurden Notunterkünfte für Überlebende des Luftangriffs eingerichtet.[46]


Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges stießen in Neuhausen die Fronten von Deutschen und Alliierten zusammen. Vom 15. bis 19. April 1945 wurden die Dörfer der Gemeinde mehrmals von der Royal Air Force sowie mit Panzerfahrzeugen angegriffen, provoziert durch die fanatische und aussichtslose Gegenwehr notdürftig zusammengestellter Einheiten. Dabei starben zwei Frauen und vier Männer aus Neuhausen, eine Krankenschwester, vier Flüchtlinge, sechs deutsche Soldaten sowie vier marokkanische. Bei Kämpfen im Monbachtal kamen sechs weitere deutsche Soldaten sowie ein ziviles Paar ums Leben. Ein weiterer Dorfbewohner erlag Wochen später seinen Verletzungen.[48]
Schellbronn entging zunächst der Vernichtung, indem der bereits gesetzte Signalballon vom Wind über unbewohntes Gebiet abgetrieben wurde. Dennoch kam es später noch zu einem Luftangriff mit fünf Toten. Aus Hamberg starben zwei Einwohner sowie ein marokkanischer Soldat. Steinegg blieb weitgehend unversehrt.[49]
Aus Neuhausen waren über 200 Männer in den Krieg gezogen, 39 gefallen und 9 wurden vermisst.[43]
Zur Erinnerung an die Opfer und die Zerstörung befindet sich seit dem 5. April 2014 am Parkplatz vor dem Neuhausener Rathaus ein Mahnmal.[50]
Nachkriegszeit
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In der Besatzungszeit ab 1945 wurden die Biet-Orte mit dem Kreis Pforzheim Teil der amerikanischen Besatzungszone und des darin neu gegründeten Landes Württemberg-Baden. Neuhausen lag fortan unmittelbar an der Grenze zur französischen Zone. Diese Situation prägte das dörfliche Leben: Ungenehmigte Reisen in die französisch besetzten Nachbargemeinden waren bis auf Weiteres nicht möglich. An der wichtigsten Straße des Dorfes war eine Wache mit Schlagbaum postiert, um die ins französische Gebiet abzweigende Straße zu kontrollieren.[51]
Mit dem 18. August 1948 entfielen in der neu verbundenen Trizone die Reisebeschränkungen. 1952 ging Württemberg-Baden im heutigen Land Baden-Württemberg auf.
Verwaltungsreformen der 1970er
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1973 erfolgte die Kreisreform in Baden-Württemberg, bei der die Gemeinden zum Enzkreis kamen.
Am 1. März 1973 wurden die Gemeinden Hamberg, Neuhausen und Steinegg im Rahmen der Gebietsreform in Baden-Württemberg zur Gemeinde Neuhausen zusammenschlossen. Am 1. Januar 1975 wurde die heutige Gemeinde Neuhausen durch die Vereinigung der bisherigen Gemeinde mit der Gemeinde Schellbronn neu gebildet.[52]
Politik
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Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Günter Güller (1973–1981)
- Gerhard Gindele (1981–1997)
- Oliver Korz (1997–2021)
- Sabine Wagner (seit 2021)
Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat Neuhausens besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Seit 2017 werden regulär 17 Mitglieder gewählt. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. 2024 betrug die Wahlbeteiligung 68,6 % (2019: 67,7 %, 2014: 55,9 %, 2009: 55,3 %).
Bis 2024 wurde der Gemeinderat in Neuhausen nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt.[53] In einem Bürgerentscheid wurde 2026 die Abschaffung dieses Verfahrens beschlossen.[54]
Die amtlichen Endergebnisse der vergangenen vier Wahlen lauten wie folgt:
| CDU | FWG | SPD | Bürger für das Biet | Grüne | ||||||
| % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | |
| 13. Juni 2004 | 48,5 | 8 | 40,2 | 7 | 11,3 | 1 | – | – | – | – |
| 7. Juni 2009 | 28,9 | 6 | 31,8 | 7 | 13,4 | 2 | 25,9 | 5 | – | – |
| 25. Mai 2014 | 29,8 | 5 | 33,6 | 6 | 10,6 | 2 | 26,0 | 5 | – | – |
| 26. Mai 2019 | 25,2 | 5 | 28,6 | 5 | 8,9 | 2 | 37,3 | 7 | – | – |
| 9. Juni 2024 | 21,3 | 5 | 32,2 | 8 | 4,8 | 1 | 36,2 | 8 | 5,5 | 1 |
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber auf einem von Blau und Gold geteilten Schildfuß ein rotes Haus mit zwei Schornsteinen, zwei von den Giebeln linkshin flatternden roten Fähnlein, sechs (3:3) roten Fenstern, an der Front geschlossenem Tor und einem roten Fenster an der linken Giebelseite.“ | |
| Wappenbegründung: Das Wappen wurde 1980 nach der Eingemeindung von Schellbronn, Hamberg und Steinegg verliehen. Es lehnt sich an das frühere Wappen von Neuhausen an, trägt allerdings mit Blau und Gold auch Farben der Wappen von Hamberg und Steinegg und damit der Freiherren von Gemmingen, der einstigen Gebietsherren. Durch das Haus handelt es sich um ein redendes Wappen.[55] |
Frühere Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zum Zusammenschluss der Gemeinden Neuhausen, Hamberg, Schellbronn und Steinegg 1973 und 1975 führte jede Gemeinde ein eigenes Wappen:
Neuhausen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden ein rotes Haus, das Dach mit zwei Fähnchen besteckt.“ | |
| Wappenbegründung: Die ehemalige Gemeinde Neuhausen führte dieses Wappen seit 1902, gestaltet nach einem Siegel aus dem 19. Jahrhundert. Redendes Wappen.[56] |
Hamberg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „In von Blau und Gold viermal geteiltem Schild eine gestürzte silberne Pflugschar.“ | |
| Wappenbegründung: Die Farben Blau und Gold erinnern an die einstigen Gebietsherren, die Freiherren von Gemmingen.[55] |
| Blasonierung: „In Gold ein roter Brunnen, aus dessen drei Röhren silbernes Wasser fließt.“ | |
| Wappenbegründung: Redendes Wappen.[55] Die Farben zeigen die einstige Zugehörigkeit zur Markgrafschaft Baden-Durlach. |
| Blasonierung: „In gespaltenem Schild vorn in Gold drei schwarze Wolfsangeln, hinten in Blau zwei goldene Balken.“ | |
| Wappenbegründung: Die Farben Blau und Gold erinnern an die einstigen Gebietsherren, die Freiherren von Gemmingen.[55] |



















