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SNCF 150 P

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SNCF 150 P
historische Aufnahme aus der Zeit um 1940
historische Aufnahme aus der Zeit um 1940
historische Aufnahme aus der Zeit um 1940
Nummerierung: SNCF 150 P.1–115
Anzahl: 115
Hersteller: ANF, SACM
Baujahr(e): 1940–1950
Ausmusterung: bis 1968
Bauart: 1’E h4v
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 22.485 mm
Kuppelraddurchmesser: 1550 mm
Laufraddurchmesser vorn: 950 mm
Leermasse: 96,4 t
Dienstmasse: 105,7 t
Dienstmasse mit Tender: 190,5 t
Reibungsmasse: 91 t
Radsatzfahrmasse: 18,2 t
Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h
Indizierte Leistung: 2500 PS
Anfahrzugkraft: 304 kN
Kesselüberdruck: 18 bar
Rostfläche: 3,54 m²
Verdampfungsheizfläche: 198,4 m²
Überhitzerfläche: 82,1 m²
Steuerungsart: Walschaerts
HD-Zylinderdurchmesser: 590 mm
ND-Zylinderdurchmesser: 680 mm
Kolbenhub: HD 640 mm/ND 700 mm
Wasservorrat: 34 m³ – 36 m³ Tenderbauart
Brennstoffvorrat: 9–12 t Kohle Tenderbauart
Besonderheiten: mechanische Rostbeschickung Stoker

Die Fahrzeuge der Baureihe 150 P gehörten zu den letzten Dampflokomotiven der Société nationale des chemins de fer français (SNCF) für den Güterzugdienst mit der Achsfolge 1’E. Hergestellt wurden von 1940 bis 1950 insgesamt 115 Exemplare bei den Firmen Ateliers de construction du Nord de la France (ANF) und Société Alsacienne de Constructions Mécaniques (SACM). Sie waren bis zum Jahr 1968 im schweren Güterzugdienst des Landes in Betrieb und trugen den Beinamen Decapod.

Die Lokomotive 150 P-13 ist erhalten geblieben und war viele Jahre im Eisenbahnmuseum Mülhausen ausgestellt. Heute befindet sie sich unter Obhut des Vereins Pacific Steam Club in Sotteville-lès-Rouen. Im Jahr 2008 stand sie anlässlich des 70-jährigen Bestehens der SNCF im Grand Palais von Paris in der Ausstellung Kunst erobert den Bahnhof.

Da nach der Gründung der SNCF ein großer Bedarf an schweren Güterzuglokomotiven für den Kohleverkehr im Norden Frankreichs herrschte, wurde diese Reihe als Nachfolger der 1’E-Lokomotiven der ehemaligen französischen Nordbahn Nord 150 B konstruiert und gebaut. Es wurden zwischen 1940 und 1950 insgesamt 115 Lokomotiven hergestellt. Wegen des Zweiten Weltkrieges war für die Fertigung der eher kleinen Stückzahl ein langer Zeitraum nötig. Das Aufgabengebiet der Lokomotiven war die Beförderung schwerer Züge mit einer Masse bis 2000 t. Dazu konnten sie mit ihrer Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h schwere Reisezüge, besonders auf steigungsreichen Strecken, befördern.

Eingesetzt wurden die Lokomotiven zunächst in der Nordregion Frankreichs. Ab 1956 wurden sie auf Grund der vermehrten Elektrifizierung mehr in der Ostregion eingesetzt und beförderten dort schwerste Züge, besonders Kohlenzüge und Stahltransporte.[1.1] Aber auch hier wurden sie durch die Elektrifizierung nach und nach überflüssig, und sie wurden auch für gewöhnliche Güterzüge im Südosten Frankreichs (Chalindrey bzw. Chaumont) mit verwendet. Die letzte eingesetzte Lokomotive war die 150 P 96, sie war im Februar 1968 nach 954.500 gefahrenen Kilometern ausgemustert worden.[1.1]

Die Lokomotive 150 P 13 blieb erhalten. In den 1970er Jahren wurde sie in Chaumont wieder restauriert[2] und anschließend in das Eisenbahnmuseum Mülhausen überstellt. Heute befindet sich die Lokomotive unter Obhut des Vereins Pacific Steam Club in Sotteville-lès-Rouen.

Technische Daten

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Die Lokomotiven hatten ein Vierzylinder-Verbundtriebwerk der Bauart De Glehn. Außen waren die Hochdruck- und innen die Niederdruckzylinder angeordnet. Die Steuerung war nach dem System Walschaerts. Der Rahmen der Lok war als Barrenrahmen mit Rahmenwangen in einer Stärke von 35 mm ausgeführt. Der Laufradsatz war in einem Bisselgestell gelagert und besaß eine Seitenverschiebbarkeit von 65 mm. Es entsprach in Frankreich dem Typ Nord. Es war mit der ersten Kuppelradachse verbunden, diese besaß eine Seitenverschiebbarkeit von 15 mm. Die Lokomotiven konnten insgesamt Kurvenradien bis 105 Metern sicher durchfahren.

Der Belpairekessel der Lok wurde schon bei der ehemaligen Baureihe Nord 5.1201–5.1230 verwendet[3] und hatte einen schmalen, tiefen Rost. Er besaß eine Verdampfungsheizfläche von 198,4 m² und eine Überhitzerheizfläche von 82 m². Standardmäßig war die Feuerung mit einem Stoker. Ausnahmen waren die Lokomotiven 150P 16–25 und 150P 40–50.[1.1] Interessant war die Ausführung des Dampfdom in zylindrischer Ausführung und des gewaltigen Sandkastens, mit dem die 2. bis 4. Achse von vorn gesandet werden konnte. Der Schornstein war vom Typ Lemaître. Die Rauchkammertür war kegelig ausgeführt mit einer Y-förmigen Verkleidung und SNCF-Plakette.

Gekuppelt waren die Lokomotiven wahlweise mit vierachsigen Drehgestell-Tendern der Bauart 34 P für 34 m³ Wasser und 12 t Kohle, 36 P oder 36 Q für jeweils 36 m³ Wasser und 9 t Kohle, jeweils für die Lokomotiven mit einem Stoker. Die Lokomotiven ohne Stoker besaßen den Tender 38 P für 38 m³ Wasser und 9 t Kohle, der auch für die SNCF 241 P verwendet wurde.

Die formschönen Lokomotiven wurden von zahlreichen Herstellern im Modell wiedergegeben, beispielsweise von Märklin,[4] Lemaco[5] und einigen anderen Modelleisenbahnherstellern.

  • Thomas Estler, Loks der französischen Staatsbahn SNCF, Transpreß-Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-613-71480-9
Commons: SNCF 150.P – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Thomas Estler, Loks der französischen Staatsbahn SNCF, Transpreß-Verlag Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-613-71480-9
    1. 1 2 3 S. 19
  2. Foto der 150 P 13 in Chaumont
  3. Aurélien Prévot, «Les 150 P : Portrait du Rail», Ferrovissime, Nr. 59, April 2013.
  4. Internetseite über das Modell der Lokomotiven in HO
  5. Internetseite über das Modell der 150 P 13 bei Lemaco in HO