SAAC-23
| SAAC-23 | |
|---|---|
| Typ | Geschäftsreiseflugzeug |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | FFA und Lear Jet Corporation |
| Erstflug | keiner, da nur ein Projekt |
| Indienststellung | wurde nie in Dienst gestellt |
| Produktionszeit | wurde nie in Serie produziert, Nachfolgeprodukt 1962–1966 |
| Stückzahl | 0, Nachfolgeprodukt 104 |
| Kenngrösse | Daten |
|---|---|
| Reisegeschwindigkeit | 850 km/h |
| Reichweite | 3000 km |
| Sitze | max. 9 |
| Startbahn | 1000 m |
| Flugmasse | 5600 kg |
Nachfolgeprojekt Learjet 23
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Flugzeug erhielt nach seiner konstruktiven Überarbeitung und der reorganisierten Produktionsplanung, wo die Lear Jet Corporation eindeutig die Führung hatte und die Flug- und Fahrzeugwerke Altenrhein nur noch als Zulieferer antreten, die Bezeichnung Learjet 23. FFA sollte zwar die Prototypen bauen, aber nicht in die Serienproduktion eingebunden werden, wegen der Beauftragung mit der Mirage-III-Produktion für die Schweizer Luftwaffe. 1962 waren die Kosten für die Serienausführung derart gestiegen, dass Lear von dem Konzept einer internationalen Produktion wieder Abstand nahm und eine alleinige Herstellung in den USA vorsah. Er gründete dafür in Wichita die Lear Jet Corp. und begann dort die Herstellung der Prototypen mit bereits in der Schweiz produzierten Teilen. Vor Baubeginn der Prototypen wurden noch einige Modifikationen vorgenommen, so wurde z. B. der hintere Rumpf um 51 cm verlängert und die Triebwerke auch um 51 cm nach hinten verlegt. Ebenso wurden die Ruderflächen gegenüber dem Ausgangsentwurf vergrössert.
Der 30-minütige Erstflug der Lear Jet 23 (der Name wurde erst später als Learjet zusammengeschrieben) dieses damals revolutionären Typs fand am 7. Oktober 1963 in Wichita statt. Ein zweiter Prototyp nahm die Flugerprobung am 5. März 1964 auf. Die Bemühungen um die FAA-Zulassung erlitten einen Rückschlag, als am 4. Juni 1964 der erste Prototyp bei seinem 167. Flug eine Bauchlandung durchführen musste und danach ausbrannte. Die zwei Piloten überlebten. Am 31. Juli 1964 wurde die FAA-Zulassung bestätigt. Die Zahl „23“ in der Typenbezeichnung wurde gewählt, weil der Entwurf den Bestimmungen der von der FAA herausgegebenen Federal Aviation Regulations (FAR) Teil 23 genügen sollte. Diese gaben eine Gewichtsobergrenze von 12.500 lb (5675 kg) vor.[1]
Vertrieb und Wartung der Learjet 23 in Europa sollte die FFA übernehmen. Daher wurden die Learjet 23 mit den Registrierungen N803LJ und N706L zusammen mit den FFA P-16 X-HB-VAC und X-HB-VAD in Altenrhein ausgestellt. Jedoch wurde auch diese Idee nicht weiterverfolgt und die Zusammenarbeit zwischen der FFA und der Lear Jet Corporation endgültig beendet.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- One thousand Learjets … and a Longhorn or two! In: AIR International, Mai 1980, S. 215 ff.
- John W.R. Taylor (Hrsg.): Jane’s All The World’s Aircraft – 1965–66. Sampson Low, Marston & Company Ltd., London 1965.
- William Green, Gerald Pollinger: Die Flugzeuge der Welt. Werner Classen Verlag, Zürich und Stuttgart 1960.
- Georges Bridel: Schweizerische Strahlflugzeuge und Strahltriebwerke. Verkehrshaus der Schweiz, Luzern 1975, ISBN 3-85954-902-2.
- Hanspeter Strehler: Das Schweizer Düsenflugzeug P-16. 2004, ISBN 3-033-00051-7.
- Roman Schürmann: Helvetische Jäger. Dramen und Skandale am Militärhimmel. Rotpunktverlag, Zürich 2009, ISBN 978-3-85869-406-5.
- Luc Leonardi: P-16, prototypes suisses d’avions à réaction, N-20, Lear Jet, Piranha. Editions Secavia, Genève, 2011, ISBN 2-88268-015-5.
- Jakob Urech: Die Flugzeuge der schweizerischen Fliegertruppe seit 1914. Herausgeber: Abteilung der Militärflugplätze Dübendorf, 1974 Verlag Th. Gut, 8712 Stäfa ZH.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Externes Bild des SAAC-23-Projekts
- zwei P-16 und zwei LJ-23
- The Lear Jet 23/24/25/28/29 (airliners.net; englisch)
- Zur Geschichte der P-16. ( vom 21. Oktober 2014 im Internet Archive) Interessen-Gemeinschaft Luftfahrt.
- Jagdbomber- und Erdkampfflugzeug FFA P-16. Eintrag in der privaten Website Das Flugzeugarchiv. Archivierte Version auf archive.org vom 26. April 2019.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ John Fricker: Switzerland’s P-16 – Father of the Learjet. AIR International, März 1991, S. 139–146.