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Roboman

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Film
Titel Roboman
Originaltitel Robowar – Robot da guerra
Produktionsland Italien, Philippinen
Originalsprache Tagalog, Filipino, Italienisch, Englisch
Erscheinungsjahr 1988
Länge 92 Minuten
Stab
Regie Bruno Mattei
Drehbuch Claudio Fragasso,
Rossella Drudi
Produktion Franco Gaudenzi
Musik Al Festa
Kamera Riccardo Grassetti
Schnitt Daniele Alabiso
Besetzung

Roboman (Originaltitel Robowar – Robot da guerra) ist ein italienisch-philippinischer Actionfilm aus dem Jahr 1988 von Bruno Mattei nach einem Drehbuch von Claudio Fragasso und Rossella Drudi.

Major Marphy Black führt ein Spezialkommando namens B.A.M.­ durch den Dschungel einer namenlosen Insel. Dabei werden sie unwissend von Maschers roboterhaftem Prototypen Omega-1 verfolgt. Nur er selber ist sich über diese Tatsache im Klaren. In dem Dschungel agiert eine Gruppe von Guerillas, die ein Krankenhaus belagern. Gegen den Willen von Mascher beschließt das Kommando, das Krankenhaus zurückzuerobern und tötet dabei alle Guerillas. Sie schaffen es, die Krankenhaushelferin Virgin zu befreien. Das Vorgehen der Gruppe wurde von Omega-1 analysiert und übernommen. Von diesem Zeitpunkt an beginnt der Roboter mit der Tötung eines der Mitglieder des Kommando-Trupps einen nach dem anderen.

In dieser Nacht gesteht Mascher Marphy, dass er Omega-1 erschaffen hat und er das Duell zwischen dem hochdekorierten Marphy und Omega-1 beobachten will. Am nächsten Morgen setzen sie ihren Marsch fort und werden wie erwartet weiterhin vom Kampfroboter verfolgt. Als Mascher auf einem Computer den Aufenthaltsort von Omega-1 überprüfen will, geht einer der Soldaten dazwischen und wirft das Gerät in den Fluss. Er verlangt von Mascher, dass er sich derselben Gefahr aussetzen muss wie sie. Mascher teilt der Gruppe später mit, dass es eine Fernbedienung gäbe, mit dem sich Omega-1 zerstören lässt. Der Roboter tötet jedoch Mascher sowie weitere Mitglieder, sodass nur noch Black und Virgin übrig bleiben. Außerdem erlangt er die Kontrolle über die Fernbedienung.

In der folgenden Nacht hört Black eine Tonbandkassette ab, die ihm Mascher hinterlassen hat. Sie enthüllt, dass Omega-1 ein Cyborg, also ein Mensch-Maschine-Hybrid ist, dessen menschliche Teile aus dem Gehirn von Blacks altem Freund, Lieutenant Martin Woodrie, bestehen. Omega-1 greift das Versteck an, doch Virgin betäubt den Roboter mit Säure und Black sprengt schließlich das Haus. Black und Virgin erreichen die Küste und versuchen, ein Boot herbeizurufen. Omega-1 holt sie jedoch ein und treibt Black zurück in den Dschungel. Dort stellt der Roboter ihn, nimmt das Visier seiner Maske ab, händigt Black das Zerstörungsfunkgerät aus und fordert ihn auf, den Selbstzerstörungsbefehl einzugeben. Black tut dies und kehrt an die Küste zurück.

Die Philippinen etablierten sich ab den 1960er-Jahren als beliebter Drehort für internationale Independent-Produktionen, da Produzenten wie Roger Corman von niedrigen Lohnkosten und dem Zugang zu militärischen Ressourcen unter Diktator Ferdinand Marcos profitierten. Nach dem Erfolg von Apocalypse Now aus dem Jahr 1979 diente das Land immer wieder in italienischen Produktionen vermehrt als Kulisse für Vietnam sowie für andere tropische Schauplätze wie Kambodscha, Brasilien oder die Karibik.

Zwischen 1987 und 1988 inszenierte Regisseur Bruno Mattei auf der philippinischen Insel Luzon mehrere Filme für die Produktionsfirma Flora Film. Inspiriert durch den US-amerikanischen Spielfilm Predator konzipierte Mattei den Science-Fiction-Actionfilm Roboman. Für die Besetzung verpflichtete er unter anderem Reb Brown, der bereits in Matteis Cobra Force mitgewirkt hatte. Die Rolle eines Dschungelkämpfers übernahm der damals auf den Philippinen lebende US-Schauspieler John P. Dulaney. Das Kostüm des Roboters wurde von Francesco und Gaetano Paolocci entworfen und im Laufe der Dreharbeiten von verschiedenen Darstellern getragen, darunter Romano Puppo.

Gedreht wurde in und bei Pagsanjan. Die sechswöchigen Dreharbeiten wurden zeitweise von Claudio Fragasso unterstützt. Fragasso, der parallel den Horrorfilm Das Böse ist wieder da drehte, sprang kurzzeitig für Mattei ein und inszenierte eine Sequenz des Films. Aufgrund der Hitze während der Dreharbeiten fiel der Schauspieler des Omega-1, Claudio Fragasso,[1] zweimal in Ohnmacht.

Veröffentlichung

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Der Film erschien 1988 im italienischen Filmverleih. In Deutschland erschien der Film als stark geschnittene Filmfassung als VHS als FSK 18. Zwischen 1991 bis 2016 war der Film in Deutschland indiziert. Die ersten Fassungen für den Vertrieb als DVD waren ebenfalls gekürzt ehe sich das Label CINESTRANGE EXTREME die Filmrechte sicherte, und gegen Ende 2020 eine ungekürzte DVD- und Blu-ray-Fassung auf den Markt brachten.[1]

„Auf amerikanisch geschminkter Dutzendfilm, arm an Ideen, reich an Schieß-, Blut- und Ekelszenen.“

Auf Actionfreunde wird der Film zerissen und hätte laut Meinung des Autors lieber Müllman anstatt Roboman geheißen. Für ihn ist der Film „eine einzige Enttäuschung geworden“. Er vermisst „Enthusiasmus, irgendwelche Lust am Plagieren und irgendein Vermögen, irgendwas richtig gut machen zu wollen“. Er ist vom Ergebnis gelangweilt „quasi direkt von seiner ersten Minute an und ist maximal ein Lehrstück, wie man es garantiert nicht machen sollte“. Daher erhält der Film lediglich zwei von zehn Punkten.[3]

Gerald Kuklinski urteilt auf Italo Cinema, dass es sich um ein billiges Low-Budget-Rip-Off von Predator handelt und teilweise ganze Szenen des Vorbilds nachstellt. Er kritisiert außerdem die vielen Logiklöcher, die sehr simpel angelegte Handlung, übertriebener Machismus in unerträglichen Großaufnahmen sowie langatmig wirkende Szenen, in denen Männer lediglich düster dreinschauend durch das Dschungelgestrüpp wandern. Dennoch schreibt er dem Werk von Bruno Mattei einen hohen unfreiwilligen Unterhaltungswert zu. Er rügt weiterhin die vielen handwerkliche Mängel innerhalb der Produktion. Dazu zählen massive Tippfehler im Abspann (wie „Marphy“ statt Murphy oder „Virgin“ statt Virginia) sowie die komplette Verwechslung der Darsteller Massimo Vanni und Jim Gaines. Er hat lobende Musik für die Filmmusik und bezeichnet sie als „besten Aspekt des Films“.[4]

Christian Ladewig vergibt in seiner Filmreview für Filmchecker sechs von zehn möglichen Punkten.[1] Donald C. Willis sieht den Film in seiner Review für das Magazin Horror and Science Fiction Films IV als misslungene Kombination zwischen RoboCop und Predator.[5]

Im Popcornmeter, der Zuschauerwertung auf Rotten Tomatoes, hat der Film bei mehr als 100 Abstimmungen eine Wertung von 37 %.[6] In der Internet Movie Database hat der Film bei über 1600 Stimmabgaben eine Wertung von 4,4 von 10,0 möglichen Sternen (Stand: Oktober 2026).[7]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Filmkritik: „Roboman“ (1988) auf Filmchecker, abgerufen am 28. Oktober 2026.
  2. ↑ Roboman. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 28. Oktober 2026.
  3. ↑ Roboman Filmkritik vom 5. März 2022, abgerufen am 28. Oktober 2026.
  4. ↑ Roboman von Gerald Kuklinski auf Italo Cinema, abgerufen am 28. Oktober 2026.
  5. ↑ Horror and Science Fiction Films IV, Seite 425, 1997, Donald C. Willis
  6. ↑ Roboman. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 28. Oktober 2026 (englisch).
  7. ↑ IMDb: Ratings Roboman, abgerufen am 28. Oktober 2026.