Regendrongo
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Regendrongo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dicrurus lophorinus | ||||||||||||
| Vieillot, 1817 |
Der Regendrongo (Dicrurus lophorinus) ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).[1][2]
Der Vogel ist endemisch auf Sri Lanka im feuchten Südwesten vom Deduru Oya Fluss bis zum Walawe Fluss.
Die Art wurde bis vor kurzem als Unterart (Ssp.) des Flaggendrongos (Dicrurus paradiseus) angesehen und als Dicrurus paradiseus lophorinus bezeichnet. Aufgrund der völlig unähnlichen Schwanzstruktur, des aufrechten und nicht längeren, nach hinten gerollten Nasenbüschels und der etwas geringeren Größe wurde der Vogel als eigenständige Art abgegrenzt.[3][4]
Der Lebensraum umfasst hohe, dichte und feuchte Wälder mit reichlich Unterwuchs in Lagen von 300 bis 1200 m. ü. M., aber auch bis 1700 am Adam’s Peak
Der Artzusatz kommt von altgriechisch λόφος lophos, deutsch ‚Kamm, Büschel‘ und altgriechisch ῥίς ῥίνος, deutsch ‚Nase‘.[5]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vogel misst 31–34 cm und wiegt etwa 70 g. Das schwarze Gefieder hat außer an den Flanken und an der Unterseite einen metallisch blauen oder grünlich blauen Schimmer, auch an Hals und oberer Brust, dort jeweils mit silbernen Flecken. Die Stirn und der Nasenbüschel sind dunkel samt schwarz, der Nasenbüschel sieht wie ein kurzer, dichter, runder und steifer Kamm aus mit den längsten Federn vorne an der Stirn. Die Unterflügeldecken haben weiße Spitzen. Der Schwanz ist 16–20 cm lang und tief gegabelt, die Außenfedern sind ausgeprägt nach oben und innen gebogen. Die Iris ist matt bräunlich rot oder braun, der hakenförmige Schnabel ist schwarz, ebenso die Beine. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Jungvögel sind weniger glänzend, an der Unterseite grauer, der Nasenbüschel ist kleiner, die weißen Federspitzen sind größer.[6]
Geografische Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist monotypisch.[1][6][7][8]
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist sehr lärmig, verfügt über eine große Bandbreite an metallischen Rufen und recht melodiösen Strophen, Tönen, klingelnden und pfeifenden Lauten, auch können andere Vögel nachgeahmt werden. Gegenüber dem Dicrurus paradiseus ceylonicus etwas höher, unregelmäßiger und weniger oft wiederholend.[6]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist ein Standvogel Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, die im Fluge gefangen werden, gern von einem hohen Ansitz aus. Die Art lebt gesellig, oft jagen mehrere Paare zusammen und mit anderen Waldvögeln.
Die Brutzeit liegt zwischen März und Mai. Das Nest ist eine ziemlich kleine dünnwandige, flache Schale aus Grasbüscheln, Wurzeln und anderen Pflanzenfasern im 6–8 m Höhe in einem großen Baum, meist im Waldesinneren. Es ähnelt sehr dem Nest des Dicrurus paradiseus ceylonicus, ist aber unordentlicher und nicht so sauber verbunden.
Das Gelege besteht aus 2–4 weißlichen bis blass lachsfarbenen Eiern, oft mit etwas Lila oder Malvenfarbe, rötlich braun gefleckt, kräftiger als die Eier des erwähnten Dicrurus paradiseus ceylonicus.[6]
Gefährdungssituation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Regendrongo gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[9]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- L. J. P. Vieillot: Dicrurus lophorinus. In: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Nouvelle édition Band 9, S. 587, 1817, Biodiversity Library
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- xeno-canto: Tonaufnahmen – Regendrongo (Dicrurus lophorinus)
- Regendrongo (Dicrurus lophorinus) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – Sri-lanka-drongo (Dicrurus lophorinus)
- Macaulay Library
- Regendrongo auf oiseaux.net (französisch)
- Dicrurus lophorinus im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 15. Mai 2026.
- Dicrurus lophorinus auf Briefmarken
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Regendrongo (Dicrurus lophorinus) bei Avibase; abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- ↑ S. Weerakkody, E. Goodale, V. R. Gunasekara, Y. Liu, P. Karanth und S. S. Seneviratne: Plumage assisted divergence in a vocally complex island endemic: The Dicrurus paradiseus species complex in Sri Lanka. In: Avian Research, Band 14, 100132, 2023, doi:10.1016/j.avrs.2023.100132
- ↑ P. C. Rasmussen und J. C. Anderton: Birds of South Asia: the Ripley Guide, 2005, ISBN 84-87334-67-9
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- 1 2 3 4 G. Rocamora und D. Yeatman-Berthelot: Sri Lanka Drongo (Dicrurus lophorinus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicrurus lophorinus
- ↑ World Bird List 15.2 Orioles, drongos, fantails
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ Dicrurus lophorinus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 15. Mai 2026.