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Reeder (Software)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Reeder
Logo von Reeder Classic Icon von Reeder.
Basisdaten
Entwickler Silvio Rizzi
Erscheinungsjahr 2009
Aktuelle Version 5.5.1 (Classic, macOS/iOS)
16. Mai 2025[1][2]

2025.4.1 (Reeder., macOS/iOS)
11. April 2025[3]

Betriebssystem macOS, iOS, iPadOS
Kategorie Feedreader
Lizenz proprietär
deutschsprachig nein
reeder.app

Reeder ist eine Feedreader-Software für macOS, iOS und iPadOS, die vom Schweizer Entwickler Silvio Rizzi entwickelt wird. Seit September 2024 existiert die Software in zwei parallel gepflegten Varianten: Reeder Classic, die Weiterentwicklung des ursprünglichen Reeder, und Reeder., eine Neuentwicklung mit erweitertem Funktionsumfang.

Anfänge und erste Versionen (2009–2013)

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Silvio Rizzi entwickelte zunächst eine iPhone-Version der Software. Im Februar 2010 gab er seine Stelle bei einer Basler Webdesign-Firma auf, um sich vollständig auf die Entwicklung von Reeder konzentrieren zu können. Am 12. Juni 2010 folgte eine Version für das iPad. Im Oktober 2010 verzeichneten sowohl die iPhone- als auch die iPad-Version jeweils über 100.000 Downloads im App Store.[4]

Am 1. Dezember 2010 erschien die erste Beta-Version als Desktopanwendung für Mac.[5] Die finale Version 1 für Mac wurde am 9. Juni 2011 im Mac App Store veröffentlicht.

Reeder war als Client konzipiert, der mit einem Account bei Google Reader, Readability oder Fever verknüpft werden konnte und von dort die abonnierten Feeds bezog und synchronisierte. Mit der Einstellung des Google Reader im Juli 2013 entfiel die bisherige Synchronisierungsgrundlage.

Neuausrichtung und weitere Versionen (2013–2023)

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Ab Version 2 für OS X und iOS wurden als Ersatz für Google Reader schrittweise alternative Dienste integriert: Feedbin, Feedly, Feed Wrangler, FeedHQ, Inoreader, NewsBlur, Minimal Reader, The Old Reader und BazQux Reader. Ergänzend wurde eine lokale Verwaltung ohne Synchronisierungsmöglichkeit eingeführt. Die zuvor getrennt für iPhone und iPad erhältlichen Apps wurden in eine Universal-App zusammengefasst.

Version 4 der Software wurde im April 2019 für macOS und iOS veröffentlicht. Zu den wesentlichen Neuerungen gehörten ein integrierter Später-Lesen-Dienst, ein neuer Lesemodus (Bionic Reading) sowie zusätzliche Layout-Optionen.[6]

Am 16. Oktober 2020 wurde Reeder 5 veröffentlicht.[7] Zu den wesentlichen Neuerungen gehörten die Synchronisation mit Apples Onlinedienst iCloud sowie Widgets unter iOS 14.[8]

Aufspaltung in Classic und Reeder. (seit 2024)

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Am 2. September 2024 kündigte Rizzi an, dass die bisherige App künftig unter dem Namen Reeder Classic weitergeführt werde.[9] Gleichzeitig wurde am 5. September 2024 mit Reeder. eine Neuentwicklung veröffentlicht, die auf den Prinzipien des bisherigen Reeder aufbaut und diese neu interpretiert. Beide Apps werden seitdem parallel weiterentwickelt.[10]

Reeder Classic setzt die ursprüngliche Reeder-Software fort. Die App unterstützt zahlreiche Synchronisierungsdienste wie iCloud, Feedbin, Feedly, Inoreader, NewsBlur und weitere. Einzelne Artikel können mit einem Stern gekennzeichnet und als gelesen oder ungelesen markiert werden. Die Anzeige kann über den Webservice Readability erfolgen, der die wesentlichen Textpassagen eines Artikels extrahiert. Die Software zeichnet sich durch ein minimalistisches Design und eine auf den Lesefluss optimierte Bedienung aus.

Reeder. erweitert den Funktionsumfang gegenüber Reeder Classic. Neben klassischen RSS-Feeds werden auch Videos, Podcasts und Social-Media-Beiträge in einer einheitlichen Timeline dargestellt.[11] Zu den Hauptfunktionen gehören die Erstellung und das Teilen öffentlicher Feeds über Tags, Filterfunktionen für personalisierte Timelines sowie das Speichern von Links über das Share-Sheet. Die Synchronisation von Feeds, Timeline-Position und markierten Elementen erfolgt über iCloud.

Die Software erhebt nach Angaben des Entwicklers keine persönlichen Daten oder Nutzungsdaten. Die Synchronisation läuft ausschließlich über iCloud, wobei die Daten im iCloud-Konto des Nutzers gespeichert werden. Öffentlich geteilte Feeds werden auf reederapp.net gehostet und sind ihrer Funktion entsprechend öffentlich zugänglich.[12]

Einzelnachweise

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  1. Reeder Classic im Mac App Store. In: Mac App Store. Abgerufen am 1. September 2025.
  2. Reeder Classic im App Store. In: App Store (iOS). Abgerufen am 1. September 2025.
  3. Reeder. im App Store. In: App Store (iOS). Abgerufen am 17. April 2025.
  4. Andreas Thut: In Zürcher Café entwickelte iPad-App erobert die Welt. In: Neue Zürcher Zeitung. 30. Oktober 2010, abgerufen am 30. Juni 2017.
  5. Versionshistorie der Beta-Versionen (Memento vom 28. Mai 2011 im Internet Archive) (englisch).
  6. Reeder 4 Gets a Long-Overdue Overhaul. In: TidBITS. 9. Mai 2019, abgerufen am 17. April 2025 (englisch).
  7. @reederapp auf Twitter. In: Twitter. 16. Oktober 2020, abgerufen am 17. November 2020.
  8. Chance Miller: Reeder 5 RSS app now available for Mac and iOS with home screen widgets, iCloud syncing, more. In: 9to5Mac. 18. Oktober 2020, abgerufen am 17. November 2020 (englisch).
  9. Silvio Rizzi: Just released an update to Reeder 5 which is basically just a name change. In: gloria.social. 2. September 2024, abgerufen am 17. April 2025 (englisch).
  10. Silvio Rizzi: To me, the new Reeder feels like a natural next step but I realize that not everyone will agree on that which is why both apps will coexist moving forward. In: gloria.social. 5. September 2024, abgerufen am 17. April 2025 (englisch).
  11. Introducing the new Reeder. In: reeder.app. Abgerufen am 17. April 2025 (englisch).
  12. Reeder Privacy Policy. In: reeder.app. Abgerufen am 17. April 2025 (englisch).