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Rebenring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Rebenring
Wappen
Straße in Braunschweig
Kreuzung Hamburger Straße, Lampestraße, Rebenring und Wendenring
Basisdaten
Ort  Braunschweig
Ortsteil  Nördliches Ringgebiet
Angelegt 
Neugestaltet 
Hist. Namen  Am kleinen Exercirplatze, Rebenstraße
Name erhalten 
Anschluss­straßen  Wendenring, Hans-Sommer-Straße
Querstraßen  Hamburger Straße, Lampestraße, Mühlenpfordtstraße, Mittelweg, Pockelstraße, Brücknerstraße, Hagenring
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke 
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge etwa 970 m

Der Rebenring ist eine Straße im Nördlichen Ringgebiet in Braunschweig.

Er ist ein Teil des Braunschweiger Rings und verläuft auf einer Länge von etwa 970 Metern in West-Ost-Richtung. Der Rebenring verbindet den Wendenring im Westen mit der Hans-Sommer-Straße im Osten, die in das Östliche Ringgebiet überleitet.

Der heutige Rebenring ist seit 1952 im Braunschweiger Adressbuch verzeichnet. Er wurde 1874 zunächst als Rebenstraße angelegt und trug ursprünglich den Namen Am kleinen Exercirplatze.

Die Straße verlief damals von der Hamburger Straße im Bereich der heutigen Kreuzung mit der Mühlenpfordtstraße bis zum Bültenweg. 1946 wurde sie auf mehrere Gebäude der Hamburger Straße erweitert. Nach dem sogenannten Ring-Durchbruch im Jahr 1955 erfolgte die Verlängerung bis zum Hagenring, wodurch der heutige Verlauf des Rebenrings entstand.[1][2]

Die Bezeichnung geht auf die sogenannten Rähmen[3] (auch Reben oder Remen) zurück. Dies waren Holzgestelle, auf denen die Braunschweiger Tuchmacher ihre gewalkten Laken zum Trocknen aufspannten. Die Rähmen befanden sich nördlich der damaligen Rebenstraße. Die historischen Flurnamen Über den Zeugmacher-Reben und Hinter den Wandrähmen belegen diese Herkunft.[2]

Verlauf und heutige Bebauung

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Staatliches Naturhistorisches Museum an der Kreuzung Rebenring/Pockelstraße

Der Rebenring beginnt im Westen als Fortsetzung des Wendenring an der Kreuzung mit der Hamburger Straße und der Mühlenpfordtstraße. Von dort verläuft die Straße nach Osten, kreuzt die Pockelstraße und geht an der Kreuzung mit dem Hagenring und dem Bültenweg in die Hans-Sommer-Straße über.

Obwohl der Hauptteil der Technische Universität Braunschweig von der Straße zurückgesetzt liegt, wird die Bebauung maßgeblich durch die Universität und zugehörige Einrichtungen geprägt.

Das BRICS-Gebäude (Rebenring 56)

Folgende markante Gebäude befinden sich direkt an der Straße:

  • Staatliches Naturhistorisches Museum: Das Museum liegt am südlichen Rand des Rings an der Kreuzung zur Pockelstraße.
  • BRICS (Braunschweiger Zentrum für Systembiologie): An der Adresse Rebenring 56, an der Ecke zum Mittelweg, befindet sich der moderne Forschungsbau der Systembiologie.
  • Studentenwohnanlage APM: Auf der Nordseite (Rebenring 61–64), gegenüber dem Campus und dem BRICS, steht die große Studentenwohnanlage, die umgangssprachlich auch als „Affenfelsen“ bekannt ist.[4]

Straßenverkehr

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Rebenring in Richtung Hans-Sommer-Straße mit Sicht auf die Straße, Rad- und Fußverkehr

Der Rebenring ist grundlegend vierspurig ausgebaut. In den Kreuzungsbereichen, insbesondere an den Knotenpunkten zur Hamburger Straße und zur Hans-Sommer-Straße, weitet sich der Straßenquerschnitt jedoch durch mehrere gesonderte Links- und Rechtsabbiegerspuren stark auf, sodass die Fahrbahnbreite hier bis zu zehn Fahrstreifen umfasst.

Rad- und Fußverkehr

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Auf beiden Seiten der Straße verlaufen baulich getrennte Geh- und Radwege. Aufgrund der direkten Lage am Zentralcampus der Technischen Universität und an großen Studentenwohnheimen (wie der Anlage APM) ist das Aufkommen an Radverkehr in diesem Bereich besonders hoch.

An der Kreuzung Hamburger Straße und Rebenring befinden sich Haltestellen für Busse und Straßenbahnen. Dabei bedienen die Linien 1/10 und 2 die Hamburger Straße, während die Buslinien 419, 426 und 433 in Richtung Hans-Sommer-Straße verkehren.[5]

Commons: Rebenring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Wolfgang Kimpflinger: Stadt Braunschweig. In: Baudenkmale in Niedersachsen. Band 1,2. Verlag CW Niemeyer, Braunschweig 1996, ISBN 3-8271-8256-5, S. 174, doi:10.11588/diglit.44169.
  2. 1 2 Manuela Wenderoth: Rebenring. Stadt Braunschweig, 14. Oktober 2019, abgerufen am 1. Dezember 2025 (deutsch).
  3. rahmen, m. – Abschnitt: 9). In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. Band 14: R–Schiefe – (VIII). S. Hirzel, Leipzig 1893, Sp. 64 (woerterbuchnetz.de).
  4. APM Rebenring: individuell und gesellig. In: Studentenwerk OstNiedersachsen. Studentenwerk OstNiedersachsen, abgerufen am 1. Dezember 2025.
  5. Aktu. Braunschweiger Verkehrs-GmbH, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 7. Dezember 2025.

Koordinaten: 52° 17′ N, 10° 32′ O