Oberflächengüte
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Die Oberflächengüte ist ein Ausdruck für die Rauheit in der Oberflächenprüfung, üblicherweise im Zusammenhang mit einem Fertigungsverfahren oder einer Oberflächenveredelung. Gängige Angaben der Rautiefe sind:
- Mittenrauwert (arithmetisches Mittel der Abweichungen von der Mittellinie) in µm
- Gemittelte Rautiefe (Mittelwert aus oft 5 gemessenen Rautiefen) in μm.
Die Messung solcher Parameter erfolgt mit einem Tastschnittgerät (spezielle Bauformen werden z. B. Perthometer genannt).
Einflüsse auf die Oberflächenrauheit bei spanender Fertigung sind:
- Zerspanungseigenschaften des Werkstoffes
- Schneidstoff und Verschleißzustand
- Schneidgeometrie: Schneidenradius
- Schnittwerte: Vorschub, Schnittgeschwindigkeit
- Kühlschmierung
- Maschinensteifigkeit und Elastizität von Werkzeug, Spannmittel und Werkstück
- Formabweichungen an Führungen und Werkzeugen.
Erreichbare Mittenrauwerte Ra
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erreichbaren Mittenrauwerte in μm verschiedener Fertigungsverfahren bei besonderer Sorgfalt (Klammerwerte sind Durchschnittswerte bei normaler Sorgfalt. Diese Richtwerte können von Fall zu Fall abweichen)[1].
Ältere Bezeichnungen und visuelles Erkennen der Rautiefe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bezeichnung[2][3] | Ra (µm) | Merkmal |
|---|---|---|
| geschruppt | 3,2 bis 25 | Riefen fühlbar und mit dem Auge sichtbar |
| geschlichtet | 1,6 bis 3,2 | Riefen mit dem Auge noch sichtbar |
| feingeschlichtet | 0,8 bis 1,6 | Riefen mit dem Auge nicht mehr sichtbar |
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ www.technisches-zeichnen.net, Tabelle: Fertigungsverfahren und erreichbare Oberflächenrauhigkeit. Abgerufen am 14. Juni 2021
- ↑ Susanna Labisch, Christian Weber: Technisches Zeichnen: Selbstständig lernen und effektiv üben. Springer, 2013, ISBN 3-8348-9892-9, S. 119 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ N. Zwanzer: Vorlesung Konstruktion 4. Grundlagen des Technischen Zeichnens. S. 10, abgerufen am 3. Oktober 2015.