Evonik-Tower
Evonik-Tower[1] | ||
| Evonik-Tower Essen | ||
| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Ort: | Opernplatz 1 (Essen-Südviertel) | |
| Bauzeit: | Juli 1994–Dezember 1996 | |
| Baustil: | moderne Architektur | |
| Architekt: | Christoph Ingenhoven, Ingenhoven Overdiek Kahlen & Partner | |
| Koordinaten: | 51° 26′ 53″ N, 7° 0′ 51″ O | |
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| ||
| Nutzung/Rechtliches | ||
| Nutzung: | Bürogebäude, Aussichtsplattform | |
| Arbeitsplätze: | bis zu 500 | |
| Technische Daten | ||
| Höhe: | 127,0[3] m | |
| Höhe bis zur Spitze: | 162,0[3] m | |
| Etagen: | 30 | |
| Nutzungsfläche: | 56.000 m² | |
| Geschossfläche: | 1.400 m² | |
| Baustoff: | Stahlbeton, Stahl, Fassade aus Glas | |
| Baukosten: | 300 Millionen DM[4] | |
| Höhenvergleich | ||
| Essen: | 1. (Liste) | |
| Deutschland: | 31. (Liste) | |
| Anschrift | ||
| Stadt: | Essen | |
| Land: | Deutschland | |
Der Evonik-Tower wurde 1996 als RWE-Turm und höchstes Gebäude des Ruhrgebiets fertiggestellt und ist im Jahr 2026 mit dem Umzug von Evonik Industries unter seinem aktuellen Namen bekannt.[5]
Dazwischen wurde der Turm auch Westenergie-Turm genannt,[6] nachdem im Jahr 2020 die RWE AG umgezogen war.[7] Von 2016 bis 2020 war der Turm Sitz der Innogy und von 2020 bis 2024 der Sitz der Westenergie[8]. Nach umfassender Renovierung ist er ab 1. Juli 2026 Hauptsitz der Evonik Industries[9][10]. Außerdem hat die Rechtsanwaltskanzlei Luther (Unternehmen) rund 3.000 m² Bürofläche im Turm gemietet.[11]
Architektur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das 127 Meter hohe Gebäude (Aussichtsplattform 120 Meter, Antenne 162 Meter) wurde vom Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven mit seinem damaligen Büro Ingenhoven Overdiek Kahlen & Partner entworfen. Baubeginn war im Juli 1994. Im Dezember 1996 war der Turm fertiggestellt. Seine Grundfläche entspricht einem Polygon mit 51 Ecken und 32 Metern Durchmesser. Der Westenergie-Turm hat drei Untergeschosse, das Erdgeschoss und 26 Bürogeschosse, die zusammen 56.000 Quadratmeter Fläche ergeben. Zwischen dem 17. und 18. Bürogeschoss liegen zwei Technikgeschosse. Von den insgesamt neun Aufzügen liegt einer außerhalb des Gebäudes. Insgesamt befinden sich hier bis zu 500 Arbeitsplätze.
Das Hochhaus ist ökologisch orientiert konzipiert. Es ermöglicht zwischen der doppelt verglasten Fassade eine natürliche Belüftung und gewinnt natürliche Energie aus Tageslicht und Sonnenwärme. Der Einsatz von energiespeichernden Materialien reduziert zugleich Lastspitzen.
Mit dem ehemaligen RWE-Turm erhielten die Planer mehrfach Auszeichnungen, darunter der Architekturpreis NRW 1998 und der CIMMIT Immobilien Award 1998.
Verbindung von Architektur und Kunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Diverse Künstler haben sich mit der Architektur in Verbindung zur Kunst auseinandergesetzt. So bringt Lothar Baumgarten im Bereich des Mitarbeitercasinos und des Erdgeschosses skurrile Wortschöpfungen aus Wirtschaft, Politik und Kultur an den Wänden in neue Zusammenhänge. Der Essener Künstler Norbert Thomas schuf im Park hinter dem Turm die Edelstahlplastik Springende Linie. Richard Long verlegte, ebenfalls im Park, eine Steinplastik mit dem Namen Neandertal Line im Kontrast zur modernen Architektur. François Morellet schuf für jede einzelne Etage eine Plastik, die von Stockwerk zu Stockwerk in ihrer Form variiert.
- Aussichtsterrasse im 27. Stockwerk
- Treppenhaus
- Plastik „Neandertal Line“ von Richard Long
- Plastik „Springende Linie“ von Norbert Thomas
Eigentumsverhältnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gebäude befand sich bis 2014 im Eigentum von RWE. 2014 wurde der Turm einschließlich der Nebengebäude an den US-amerikanischen Immobilienfonds American Realty Capital Global Trust (ARC) verkauft, der die Immobilie langfristig an RWE vermietet.[12][13] Es handelt sich um eine Sale-Lease-Back- bzw. Sale-Rent-Back-Transaktion. Im Jahr 2019 wurde der erneute Verkauf der Immobilie durch ARC bekannt.[14] Im Jahr 2024 wurde das gesamte Ensemble des Turms und seiner umgebenden Bauten als Opernplatz Quartier vermarktet. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Berliner Unternehmen Lianeo Real Estate als Eigentümer genannt.[15]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Kerstin Kokoska: Evonik-Umzug in früheren RWE-Turm: Exklusive Einblicke in Essens höchstes Hochhaus. 18. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.
- ↑ Kerstin Kokoska: Evonik-Umzug in früheren RWE-Turm: Exklusive Einblicke in Essens höchstes Hochhaus. 18. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.
- 1 2 RWE-Turm bei CTBUH
- ↑ DerWesten.de v. 11. August 2014: Essener Energieriese RWE will seinen Turm verkaufen; abgerufen am 14. August 2014.
- ↑ Kerstin Kokoska: Evonik zieht in ehemaligen RWE-Turm. 17. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.
- ↑ Radio Essen: Essen: Wieder ein neuer Name für ein altes Unternehmen. Abgerufen am 19. Februar 2021.
- ↑ RWE: Impressum. Abgerufen am 19. Oktober 2019 (deutsch).
- ↑ innogy – Impressum. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
- ↑ Chemiekonzern EVONIK bleibt in Essen. Abgerufen am 23. März 2026.
- ↑ Ulf Meinke: Evonik zieht in früheren RWE-Turm: Neue Zentrale hat nur noch 400 Arbeitsplätze. 17. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.
- ↑ Frank Mahlmeister: Luther Rechtsanwälte mieten im Essener Opernplatz Quartier. In: DER PLATOW Brief. 10. Juli 2024, abgerufen am 20. Mai 2026 (deutsch).
- ↑ Der Spiegel vom 2. Oktober 2014: Schuldenabbau: RWE verkauft seine Zentrale an US-Fonds; abgerufen am 4. Oktober 2014.
- ↑ Frank Stenglein: RWE hat seinen Essener Turm an US-Fonds verkauft. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 2. Oktober 2014, abgerufen am 16. November 2014.
- ↑ Vanessa Wolf: RWE Turm in Essen wechselt den Eigentümer, immobilien-zeitung.de, 8. April 2019.
- ↑ Janet Lindgens: Neuer Mieter für die höchsten Büros in Essen gefunden, Westdeutsche Allgemeine Zeitung: 9. Juli 2024.

