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Vorhersagemodell

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(Weitergeleitet von Prognosemodell)

In der Statistik bezeichnet man als Prognosemodell oder Vorhersagemodell ein Modell, das eine Prognose der abhängigen Variablen y liefert und dazu einen funktionalen Zusammenhang verwendet, der durch ein Regressionsverfahren ermittelt wurde. Wenn zusätzliche x-Werte ohne zugehörigen y-Wert vorliegen, kann das angepasste Modell zur Vorhersage des Wertes von y verwendet werden.

Andere Vorhersagemodelle gibt es für Zeitreihen, siehe dazu z. B. unter Lineare Vorhersage.

In der multiplen linearen Regression ergibt sich das Prognosemodell durch

𝐲0=𝐗0𝜷+𝜺0,

wobei

  • 𝐲0 den Vektor zukünftiger abhängiger Variablen,
  • 𝐗0 die Matrix der erklärenden Variablen zum Zeitpunkt T0 und
  • 𝜺0 den Vektor der zufälligen Fehler

darstellen.

Die Prognose wird als 𝐲̂0=𝐗0𝐛 dargestellt, wobei 𝒃 die KQ-Schätzung von 𝜷 ist.[1]

Aus o. g. Darstellung ergibt sich der Prognosefehler oder Vorhersagefehler 𝐲̂0−𝐲0=𝐗0(𝐛−𝜷)−𝜺0 mit folgenden Eigenschaften:

  • der Erwartungswert des Prognosefehlers ist im Mittel null: E⁡(𝐲̂0−𝐲0)=E⁡(𝐗0(𝐛−𝜷)−𝜺0)=𝟎
  • die Varianz-Kovarianzmatrix des Prognosefehlers lautet: E⁡[(𝐲̂0−𝐲0−E⁡(𝐲̂0−𝐲0))((𝐲̂0−𝐲0−E⁡(𝐲̂0−𝐲0))⊤]=σ2[𝐗0(𝐗⊤𝐗)−1𝐗0⊤+𝐈].

Oft ist man daran interessiert, für einen neuen Wert x0 die Realisierung der endogenen (= abhängigen) Variablen y0 zu schätzen. Beispielsweise könnte x0 der geplante Preis eines Produktes und y0 der Absatz sein. In diesem Fall nimmt man ein einfaches Regressionsmodell an. Der prognostizierte Funktionswert ŷ0 der exogenen (= unabhängigen) Variablen x0 ist dann gegeben durch

ŷ0=b0+b1x0

Da man den Wert der endogenen Variablen nie genau vorhersehen kann, ergibt sich immer ein Schätzfehler. Dieser Fehler wird als Prognosefehler bezeichnet und ergibt sich aus

ep:=y0̂−y0

Ist die wahre Prognosegleichung unbekannt, so ist auch der Prognosefehler unbekannt. Trotzdem ist es möglich, eine Aussage über die Präzision des Prognosefehlers zu machen. Die Prognose gilt theoretisch als präzise, da der Fehler im Mittel 0 ist:

E⁡(ŷ0−y0)=E⁡(xt1β̂1+xt2β̂2+…+xtKβ̂K−(xt1β1+xt2β2+…+xtKβK+εt))=0.

Die gemittelte Summe der Prognosefehler ergibt den mittleren absoluten Fehler.

Prognoseintervall

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In der Inferenzstatistik ist ein Prognoseintervall (Vorhersageintervall), ein Bereich, in dem der zu prognostizierende Wert 𝐲0 mit einer bestimmten (hohen) Wahrscheinlichkeit ex ante zu vermuten ist.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Helge Toutenburg: Vorhersage in linearen Modellen. Walter de Gruyter GmbH & Co KG, 2022, ISBN 978-3-11-259770-5, S. 67 ff. (google.de [abgerufen am 1. April 2026]).