Pruszcz Gdański
| Pruszcz Gdański | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Pommern | |
| Powiat: | Gdańsk | |
| Fläche: | 16,47 km² | |
| Geographische Lage: | 54° 16′ N, 18° 39′ O | |
| Einwohner: | 32.171 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 83-000, 83-004, 83-005 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 58 | |
| Kfz-Kennzeichen: | GDA | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DK 1 (Europastraße 75): Danzig–Cieszyn/Tschechien | |
| S 6 (Europastraße 28): Pruszcz Gdański–Stettin | ||
| DW 226: Przejazdowo–Horniki DW 227: Pruszcz Gdański–Wocławy | ||
| Eisenbahn: | PKP-Strecke 9: Warschau–Danzig | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Stadtgemeinde | |
| Fläche: | 16,47 km² | |
| Einwohner: | 32.171 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1953 Einw./km² | |
| Gemeindenummer (GUS): | 2204011 | |
| Verwaltung (Stand: 2014) | ||
| Bürgermeister: | Janusz Wróbel | |
| Adresse: | ul. Grunwaldzka 20 83-000 Pruszcz Gdański | |
| Webpräsenz: | www.pruszcz-gdanski.pl | |
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1816 | 270 | [8] |
| 1852 | 1485 | [9] |
| 1864 | 1666 | am 3. Dezember[10] |
| 1875 | 1762 | [11] |
| 1880 | 2135 | [11] |
| 1905 | 2811 | davon 1068 Katholiken und 38 Juden[5] |
| 1910 | 2841 | am 1. Dezember, davon 2763 mit deutscher Muttersprache (1697 Evangelische, 1029 Katholiken, vier Sonstige und 33 Juden), 70 mit polnischer Muttersprache (eine evangelische Person, 69 Katholiken) und drei mit kaschubischer Muttersprache (Katholiken)[12] |
| 1929 | 3878 | [11] |
Einwohnerentwicklung seit 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1945 | 2007 |
|---|---|---|
| Einwohnerzahl[13] | 5.000 | 24.656 |
Kirche
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Die Kirche, die vermutlich noch zur Zeit des Deutschordensstaats gegründet wurde, hat einen kreuzförmigen Grundriss und einen viereckigen Westturm mit einem achteckigen Spitzdach. Zum Glockengestühl führt durch das Gemäuer der Kirche eine gemauerte Wendeltreppe, die in einem abgesonderten Treppentürmchen verläuft. Das Vorhandensein dieses Anbaus deutet auf den mittelalterlichen Ursprung der Kirche hin.
Die Bevölkerung von Praust hatte sich der Reformation angeschlossen. Die Kirche soll nach der Reformation von Franziskaner-Mönchen dem Stadtrat von Danzig übergeben worden sein, der dann auch das Patronat über sie ausübte.[14] 1728 erhielt die Kirche eine Orgel, die der Danziger Orgelbauer Andreas Hildebrand erbaut hatte und deren Klangfülle besonders gerühmt wurde. Im Jahr 1831 wurde die Kirche vollständig renoviert.[14]
Die Namen der evangelischen Pfarrer der Ortskirche sind seit 1578 und vollständig lückenlos seit 1587 bekannt.[14] Der Bestand an Kirchenbüchern mit Eintragungen zu Geburten, Trauungen und Todesfällen reichte bis 1622 zurück.[15] Die Kirchengemeinde gehörte mit Bildung der Evangelischen Kirche in den Königlich Preußischen Landen ab 1817 zu deren über die Zeit sich ändernden regionalen Gliederungen.[16] Die vor 1945 anwesenden Einwohner Prausts gehörten mehrheitlich dem evangelischen Glaubensbekenntnis an.
Nach 1945 wurde die Kirche zugunsten der Römisch-katholischen Kirche in Polen zwangsenteignet.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeister der Stadt ist (2007) Janusz Wróbel. Seine Stellvertreter sind Andrzej Szymański und Ryszard Świlski. Die Stadt ist in vier Wahlbezirke (okręg) eingeteilt.
Städtepartnerschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit April 2012 besteht eine Städtepartnerschaft mit Hofheim am Taunus in Deutschland.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wappen der Stadt zeigt auf roten Grund ein goldenes P und einen goldenen Löwen. Das P steht für den Namen der Stadt und passt sowohl zur deutschen Bezeichnung Praust als auch zur polnischen Pruszcz. Der goldene Löwe ist leicht abgewandelt einer der Löwen der Stadt Danzig.
Landgemeinde Pruszcz Gdański
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Landgemeinde Pruszcz Gdański, zu der die Stadt selbst nicht gehört, umfasst eine Fläche von 142,56 km² und hat 37.948 Einwohner (Stand 1. Januar 2024).
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pruszcz Gdański liegt an der Europastraße 75, welche von Danzig über Łódź (Lodsch) nach Bielsko-Biała (Bielitz-Biala) führt. Am Rand der Stadt führt die Schnellstraße 6 (Droga ekspresowa 6) entlang. Die Woiwodschaftsstraße 226 (droga wojewódzka) führt durch die Stadt, und die Woiwodschaftsstraße 227 beginnt in Pruszcz Gdański.
Durch die Stadt führt die Bahnstrecke von Danzig nach Tczew. Bis 1994 (Personenverkehr) und bis 2002 (Güterverkehr) bestand eine Bahnlinie von Pruszcz Gdański über Kartuzy und Lębork nach Łeba.
Der Lech-Wałęsa-Flughafen Danzig liegt etwa 15 km nördlich der Stadt. Die Stadt selbst beherbergt einen Militärflugplatz.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Walter Bruno Iltz (* 1886 in Praust; † 1965), Theaterdirektor, Regisseur und Schauspieler
- Otto Rathke (* 1898 in Praust; † 1922), wegen Raubmordes zum Tode verurteilt und hingerichtet
- Hans-Lothar Thiel (* 1920 in Praust; † 2002), Augenarzt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Praust, Dorf, an der Alten und Neuen Radaune, Kreis Danziger Höhe, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Praust (meyersgaz.org)
- Johann Heise: Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Westpreußen, Band I: Pommerellen mit Ausnahme der Stadt Danzig, Danzig 1884, S. 124–132 (Google Books).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- ↑ Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 104.
- ↑ A. Reusch: Westpreussen unter polnischem Scepter. Festrede gehalten am Elbinger Gymnasium am 13. Spt. 1872. In: Altpreußische Monatsschrift, NF, Band 10, Königsberg 1873, S. 140–154, insbesondere S. 146.
- ↑ Hans Prutz: Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreußen. Danzig 1872, S. 104 ff.
- 1 2 Meyers Großes Konversatuions-Lexikon. 6. Auflage, Band 16, Leipzig und Wien 1908, S. 269.
- ↑ Praust, Dorf, an der Alten und Neuen Radaune, Kreis Danziger Höhe, Provinz Westpreußen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Praust (meyersgaz.org)
- ↑ Amtsbezirk Praust (Territorial.de)
- ↑ Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 4: P–S, Halle 1823, S. 77, Ziffer 2754.
- ↑ Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 482.
- ↑ Preußisches Finanzministerium: Ergebnisse der Grund- und Gewerbesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Danzig. Danzig 1867. Siehe: 2. Kreis Danzig (Landkreis), S. 1–43, insbesondere S. 18, Ziffer 2127.
- 1 2 3 Michael Rademacher: Dan_danzig. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Heft II: Regierungsbezirk Danzig, S. 10–11, 3. Kreis Danziger Höhe, Ziffer 29 (Google Books).
- ↑ Archivierte Kopie ( des vom 16. Februar 2008 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., für 2007: Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007 ( vom 16. Februar 2008 im Internet Archive)
- 1 2 3 Karl Emil Gebauer: Die Kirche in Praust bei Danzig. Preußische Provinzialblätter. Band VII, Königsberg 1855, S. 139–143 (Google Books)
- ↑ Richard Rose: Die Kirchenbücher der Provinz Westpreußen. Auf Grund amtlichen Materials zusammengestellt. In: Archiv für Stamm- und Wappenkunde, 6. Jahrgang 1905–1906, Papiermühle (Sachsen-Altenburg) 1906, S. 177–180, insbesondere S. 177 (Google Books).
- ↑ Die Kirchengemeinde gehörte von 1817 bis 1883 und 1886 bis 1923 zur Kirchenprovinz Westpreußen mit Sitz in Danzig, 1832 bis 1886 zur Kirchenprovinz Preußen mit Sitz in Königsberg in Preußen, 1923 bis 1940 zum Landessynodalverband der Freien Stadt Danzig und von 1940 bis 1945 zum Kirchengebiet Danzig-Westpreußen, beide letztere mit Sitz in Danzig.

