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Pojedynek

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Film
Titel Pojedynek
Produktionsland Polen, Irland, Ukraine
Originalsprache Polnisch, Englisch, Russisch, Französisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 113 Minuten
Stab
Regie Lukasz Palkowski
Drehbuch Dzamila Ankiewicz, Agatha Dominik, Robert Gliński
Produktion Marek Nowowiejski
Musik Bartosz Chajdecki
Kamera Piotr Sobociński junior
Schnitt Nikodem Chabior
Besetzung

Pojedynek (poln. für „Duell“, englischsprachiger Titel Gorky Resort) ist ein historischer Thriller von Łukasz Palkowski, der auf wahren Begebenheiten basiert. Die Handlung spielt im Jahr 1939, als die Welt allmählich im Kriegschaos versinkt. Nach dem Einmarsch der Sowjets in Polen werden Teile der polnischen Elite, unter ihnen ein angesehener Pianist, verhaftet und in ein Internierungslager gebracht, wo man versucht, sie ideologisch zu indoktrinieren. Der Pianist begibt sich in einen psychologischen Kampf mit einem russischen Agenten, der es als eine Ehre ansieht, seinen Widerstand zu brechen. Die Hauptrollen wurden mit Jakub Gierszał, Aidan Gillen, Julia Pietrucha und Bogusław Linda besetzt. Die polnisch-irisch-ukrainische Koproduktion kam Ende Februar 2026 in die polnischen Kinos.

Wir schreiben das Jahr 1939. Die Welt versinkt im Chaos. Tausende angesehene Polen werden von Russland gefangen genommen und im Rahmen eines großen Plans indoktriniert. Ein ehrgeiziger feindlicher Agent sieht es als eine Ehre an, den Widerstand eines von ihnen zu brechen. Der von ihm Auserwählte ist Karol Grabowski, ein weltberühmter Pianist, der von seinen Mitgefangenen hoch geschätzt wird. Sollte es ihm gelingen, den jungen Mann zu indoktrinieren, könnte dies dazu führen, dass viele andere zum Feind überlaufen. Ein raffiniertes Duell entbrennt. Währenddessen glauben einige Gefangene noch an ihre baldige Freilassung, andere bereiten eine verzweifelte Flucht vor. Niemand weiß, wie wenig Zeit ihnen noch bleibt.[1][2][3][4]

Regie, Drehbuch und Besetzung

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Regisseur Łukasz Palkowski

Regie führte der Pole Łukasz Palkowski. Sein Film Bogowie, ein Dokudrama über den Herzchirurgen Zbigniew Religa, wurde 2015 als bester Film mit dem Polnischen Filmpreis ausgezeichnet. In seiner Filmbiografie Najlepszy erzählte er ebenfalls eine auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte. Der Film zeigt, wie ein Triatleth nach seiner jahrelangen Drogenabhängigkeit den Ironman gewinnt.[2]

Das Drehbuch schrieben Dzamila Ankiewicz, Agatha Dominik und Robert Gliński.[5] Mitarbeiter waren auch Fachleute für die Zeit des Zweiten Weltkriegs. So fungierte Paweł Rozdżestwieński als historischer Berater für militärische Angelegenheiten, Jacek Haber für Reenactment-Aspekte.[5] Die Charaktere des Films und deren Tragödien basieren auf realen Ereignissen, die sich nach dem Einmarsch der Roten Armee in Ostpolen am 17. September 1939 zugetragen haben.[6] Protagonist Karol Grabowski basiert auf der Biografie des polnischen Musikers und Offiziers Zbigniew Grzybowski.[7] Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 kämpfte dieser im 6. Fernmeldebataillon, geriet in sowjetische Gefangenschaft und wurde in Koselsk inhaftiert.[8] Der Antagonist Wassili Sarubin war Offizier des sowjetischen Geheimdienstes und einer der Leiter des NKWD-Lagers in Koselsk.[9] Lawrenti Beria war ein sowjetischer Geheimdienstoffizier, Parteifunktionär und engen Vertrauten Josef Stalins, des NKWD-Chefs.[10] Auch bei Janina Lewandowska handelt es sich um eine historische Figur. Die polnische Pilotin war die einzige Frau, die in Katyn ermordet wurde.[9]

Jakub Gierszal, bekannt aus Filmen wie Suicide Room, Die Spur, The Getaway King und Doppelgänger, spielt in der Hauptrolle den jungen polnischen Pianisten Karol Grabowski, der sich einem russischen Agenten entgegenstellt.[5] Der irische Schauspieler Aidan Gillen ist in der Rolle seines Gegenspielers Wasilij Zarubin / Wassili Sarabin zu sehen.[7] Tomasz Kot spielt Lawrenti Beria.[10] Grisha Gorobchuk spielt Sarabins Sohn Sasha. Julia Pietrucha, Mateusz Kościukiewicz und Wojciech Mecwaldowski spielen Grabowskis Mitgefangene Janina Lewandowska, einen Kavalleriehauptmann und den jüdischen Soldaten Leon Sztein. Pietrucha ist auch als Sängerin tätig und singt im Film. Bogusław Linda ist in der Rolle des einzigen Arztes Dr. Nowak im Lager zu sehen, der eigentlich Gynäkologe ist. In weiteren Rollen spielen Antoni Pawlicki, Grzegorz Palkowski, Anna Próchniak und Paul Freeman.[11][2][9]

Filmförderung und Dreharbeiten

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Finanziert wurde der Film vom polnischen Ministerium für Kultur und Nationales Erbe. Zudem wurde er vom Polnischen Filminstitut und der Stiftung Media Virtuosa unterstützt.[5]

Die Dreharbeiten fanden von Mitte Juli bis Mitte September 2024 statt, unter anderem in Stare Oleszyce. Eine orthodoxe Kirche diente als Kulisse.[2] Kameramann war Piotr Sobociński junior.[5] Zu seinen früheren Arbeiten gehören das Kriegsdrama Sommer 1943 – Das Ende der Unschuld von Wojciech Smarzowski, dessen Handlung ebenfalls 1939 beginnt, Corpus Christi und The Change von Jan Komasa und Operation Hyakinthos von Piotr Domalewski.

Filmmusik und Veröffentlichung

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Die Musik komponierte Bartosz Chajdecki, der zuletzt für das Historiendrama Simona Kossak von Adrian Panek tätig war, in dem auch Gierszał spielte.[5]

Die Premiere des Films fand am 24. Februar 2026 im Kino Zorza in Rzeszów statt.[2] Ebenfalls im Februar 2026 wird er beim Dublin International Film Festival gezeigt.[12] Am 27. Februar 2026 kam Pojedynek in die polnischen Kinos.[3]

Piotrek Kaminski von ppe.pl schreibt in seiner Kritik, er finde Pojedynek interessanter als Andrzej Wajdas Das Massaker von Katyn, wenn es um dieses Kapitel des Zweiten Weltkriegs geht. Besonders die ersten Minuten des Films seien so spektakulär wie internationale Produktionen, Lukasz Palkowski habe hier das Material für einen absoluten Hit, und obwohl thematisch, schauspielerisch und visuell nicht alles optimal sei, spricht er von einer sehr gelungenen Produktion.[11]

Einzelnachweise

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  1. Przedpremierowy pokaz filmu "Pojedynek" z udziałem twórców w Rzeszowie. In: kulturapodkarpacka.pl. Abgerufen am 12. Februar 2026. (Polnisch)
  2. a b c d e „Pojedynek” ze scenami ze Starych Oleszyc przedpremierowo w Rzeszowie. In: elubaczow.com, 2. Februar 2026. (Polnisch)
  3. a b Pojedynek. In: filmpolski.pl. Abgerufen am 25. Februar 2026.
  4. Pojedynek (przedpremierowo). In: muzhp.pl. Abgerufen am 12. Februar 2026. (Polnisch)
  5. a b c d e f Magdalena Mikrut-Majeranek: „Pojedynek” w reż. Łukasza Palkowskiego to superprodukcja osadzona w realiach II wojny światowej. In: histmag.org, 23. März 2025. (Polnisch)
  6. Thriller historyczny „Pojedynek” w reżyserii Łukasza Palkowskiego w kinach od 27 lutego! In: nck.pl, 4. Februar 2026. (Polnisch)
  7. a b Pojedynek – historia zapomniana, a dziś niezwykle aktualna. Polski film wojenny, który trzeba zobaczyć. In: tysol.pl, 13. Februar 2026. (Polnisch)
  8. Grzybowski Zbigniew Sylwan. In: polmic.pl. Abgerufen am 25. Februar 2026. (Polnisch)
  9. a b c Hubert Piechocki: „Pojedynek”, czyli rozgrywka psychologiczna w wojennym kontekście. In: misyjne.pl, 25. Februar 2026. (Polnisch)
  10. a b Tomasz Kot zagrał szefa NKWD. O filmie "Pojedynek" w Trójce. In: polskieradio.pl, 13. Februar 2026. (Polnisch)
  11. a b Piotrek Kamiński: Pojedynek (2026) - recenzja, opinia o filmie. In: ppe.pl, 12. Februar 2026. (Polnisch)
  12. Discover Irish film at the 2026 Dublin International Film Festival. In: screenireland.ie, 11. Februar 2026.