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Player Analysis Tennis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
ITF-Logo für zugelassene PAT-Systeme

Player Analysis Tennis (PAT) beschreibt die Ausrüstung, mit der die Erfassung und Analyse von Informationen über die Leistung eines Tennisspielers in Echtzeit (oder nahezu in Echtzeit) ermöglicht wird. Erstmals dürfen ab 2026 Spielerinnen und Spieler Messgeräte tragen, um ihre Leistung auf dem Platz zu analysieren. In Testläufen, die 2026 bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open stattfinden, dürfen die Spielerinnen und Spieler jedoch ausschließlich Produkte aus dem „Player Analysis Tennis“-Register verwenden, das nach den Regularien der International Tennis Federation (ITF) geführt wird.[1]

Es wird zwischen integrierten Systemen und Remote-Systemen unterschieden.

  • Integrierte Systeme bestehen aus Sensoren, die an der Ausrüstung des Spielers angebracht oder in diese integriert sind, die vom Spieler auf dem Platz verwendet werden können (oder die für deren Verwendung durch den Spieler konzipiert sind), z. B. Inertialsensoren oder Herzfrequenzmessgeräte.
  • Remote-Systeme sind Fernsysteme, bei denen Sensoren, die ohne physische Verbindung zum Spieler oder dessen Ausrüstung arbeiten, z. B. Videokameras oder Radarsysteme.
  • Ferner gehört die Zusatzausrüstung dazu, die keine Informationen zur Spielerleistung selbst aufzeichnet, jedoch andere Funktionen von PAT erfüllen kann, etwa Tablets, Mobiltelefone sowie auf diesen Geräten ausgeführte Software. PAT-Produkte nutzen typischerweise Sensoren wie Beschleunigungssensoren, Gyroskope, Kameras und Elektroden, die Kräfte, Bewegungen und physiologische Daten erfassen. Diese ermöglichen die Erhebung eines breiten Spektrums an Informationen in Bezug auf den Spieler, den Schlag und den Ball.

Derzeit (2026) sind 40 verschiedene Produkte von der ITF zugelassen.[2]

Die Verwendung eines PAT-Systems ist während des Wettkampfs gestattet, jedoch unter folgenden Einschränkungen und Bedingungen:

Der Zugriff der Spieler auf Informationen muss im Einklang mit Regel 30 (Coaching) und Anhang IV (Coaching) der ITF-Regeln stehen. Das heißt, die Spieler dürfen während des Spiels eines Punktes keinen Zugriff auf die Daten haben. Zu anderen Zeiten hängt der Zugriff auf die Daten von den Bedingungen ab, die vom zuständigen Verband festgelegt werden; dieser kann den Spielern den Zugriff auf zugelassene PAT-Systeme zu Zeiten gestatten, in denen Coaching erlaubt ist.

Informationen müssen der ITF auf deren Anforderung hin zur Verfügung gestellt werden, und zwar zu Regulierungszwecken sowie zur Beobachtung der Entwicklung des Spiels. Hierzu gehören Daten, die durch das PAT übermittelt werden und auf welche Weise dies geschieht – beispielsweise drahtlos von einem Datenlogger an eine Armbanduhr, die dem Benutzer grafische Informationen anzeigt. Ferner ist anzugeben, welche Hardware-, Software- und/oder Firmware-Komponenten sowie Kommunikationsprotokolle vom System verwendet werden.

Die Datenübermittlung an den Spieler muss zwischen einem zugänglichen und einem unzugänglichen Zustand umschaltbar sein. Dies wird üblicherweise dadurch erreicht, dass der Zugriff der Spieler auf die Benutzeroberfläche unterbunden wird (zu Zeiten, in denen Coaching nicht gestattet ist).

„Coaching“ bezeichnet Ratschläge oder Anweisungen jeglicher Art und auf jegliche Weise an einen Spieler. Coaching von außerhalb des Platzes („Off-Court-Coaching“) kann bei Veranstaltungen, die gemäß den Tennisregeln ausgetragen werden, von der zuständigen sanktionierenden Stelle gestattet werden. Coaching ist zwischen den Punkten, beim Seitenwechsel sowie in den Satzpausen und zu jedem anderen Zeitpunkt – außer der Zeit während des Spielens eines Punktes – gestattet, sofern dies vom zuständigen Verband erlaubt ist.[3]

Sofern gestattet, dürfen Spieler zu jenen Zeitpunkten, zu denen Coaching zulässig ist, auf zugelassene Technologien zur Spieleranalyse zugreifen.

Beim Off-Court-Coaching sowie beim On-Court-Coaching (Coaching auf dem Platz) zwischen den Punkten darf die Kommunikation ausschließlich verbal (sofern sich der/die Trainer und der/die Spieler auf derselben Spielfeldseite befinden) oder mittels Handzeichen (zu jedem Zeitpunkt, an dem Coaching gestattet ist) erfolgen.

Off-Court-Coaching sowie On-Court-Coaching zwischen den Punkten müssen kurz (Ausnahme bei Spielunterbrechungen) und diskret erfolgen. Zu den Spielunterbrechungen zählen medizinische Auszeiten, Toilettenpausen, Pausen zum Wechsel der Kleidung, wetter- und lichtbedingte Unterbrechungen sowie jede sonstige vorübergehende Unterbrechung vor Beendigung eines Matches.

Bei Mannschaftswettbewerben, bei denen ein Mannschaftskapitän am Platz sitzt, darf dieser dem/den Spieler(n) Coaching erteilen – und zwar zu jenen Zeiten, die zugelassen sind („On-Court-Coaching“). Während des Spiels eines Punktes ist Coaching nicht gestattet.

Einzelnachweise

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  1. 2026 ITF approval of player analysis technology, ITF. Abgerufen am 30. Mai 2026.
  2. Approved PAT-products, ITF. Abgerufen am 30. Mai 2026.
  3. Rules of tennis, ITF, S. 14. Abgerufen am 30. Mai 2026.