Planetary Health Check
Der Planetary Health Check (PHC) ist ein wissenschaftlicher Jahresbericht des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), der den „Gesundheitszustand“ der Erde auf Basis der sogenannten planetaren Grenzen bewertet. Diese neun Grenzen beschreiben zentrale Prozesse wie Klimawandel, Biodiversität, Landnutzung, Süßwasserhaushalt, biogeochemische Kreisläufe (Stickstoff und Phosphor), neuartige Substanzen, Ozeanversauerung[1], Aerosolbelastung und den Zustand der Stratosphären-Ozonschicht. Ziel des PHC ist es, ähnlich einem medizinischen Check-up für Menschen, eine umfassende Diagnose des Erdsystems zu erstellen und so Risiken für die Stabilität des Planeten und die Lebensgrundlagen der Menschheit sichtbar zu machen.
Die ersten Berichte zeigen, dass inzwischen die Mehrheit dieser Grenzen überschritten ist. Im Jahr 2024 waren sechs von neun planetaren Grenzen verletzt, 2025 stieg die Zahl auf sieben,[2] da nun auch die Ozeanversauerung den sicheren Bereich verlassen hat.[1] Lediglich die Stratosphären-Ozonschicht und die atmosphärische Aerosolbelastung liegen noch innerhalb eines als stabil geltenden Rahmens. Das Überschreiten dieser Grenzen bedeutet nicht automatisch eine unmittelbare Katastrophe, erhöht aber das Risiko irreversibler Veränderungen und globaler Krisen erheblich. Der Planetary Health Check betont dabei sowohl die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit als auch lokaler und regionaler Maßnahmen, um eine Rückkehr in einen sicheren Handlungsraum zu ermöglichen.[1]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 ZDF Weitere Grenze überschritten:Belastung der Erde steigt - nun auch saure Meere 24. September 2025
- ↑ Potsdam Institut für Klimafolgenforschung Sieben von neun planetaren Grenzen überschritten – Ozeanversauerung im Gefahrenbereich, 24.09.2025