Durch seine zentrale Lage in der Hauptstadt an der Kreuzung der Nord-Süd- und der Ost-West-Achse ist der Platz ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, ein Knotenpunkt der öffentlichen Verkehrsmittel und ein bevorzugter Ort für Veranstaltungen in Paris.
An der Place du Châtelet gibt es einen Umsteigebahnhof der Métro, der in der Platzmitte und an den Seiten Zugänge hat: Châtelet mit den Linien M01040711 und 14. Dessen Stationen liegen unterirdisch und sind an den Bahnhof Châtelet - Les Halles des RER-Netzes angebunden: Linien RERA, B und D. Zudem wird der Platz von mehreren Buslinien angefahren.
Eine Straßenbahn der Linie Châtelet – Vitry zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Die Place du Châtelet war der Standort des Grand Châtelet, eines Kastells, das im Mittelalter die Seinebrücke Grand Pont (heute: Pont au Change) sicherte. Nach dem Bau der Stadtmauer wurde es – inklusive Justizverwaltung und Gefängnis – Amtssitz des Prévôt de Paris. Im Jahr 1802 wurde es auf Befehl Napoleon Bonapartes abgerissen.
In dem Werk Supplément du théâtre italien gibt der Harlekin dem Alten die Namensfindung der Rue du Pied de Boeuf folgendermaßen wieder:
«C’est où fut acheté le Pied de Bœuf, que Jean Tison donna à la Princesse pour sa Fête.»
„Hier wurde der Ochsenfuß gekauft, den Jean Tison der Prinzessin schenkte.“[1]
Ein Plan vom 11. Oktober 1806 des InnenministersChampagny setzte die Breite des Platzes auf 62,5m fest. Das wurde jedoch am 21.Juni 1817 korrigiert, denn man stellte zu jener Zeit fest, dass die Fontaine du Palmier (eine 1808 aufgestellte Säule zur Erinnerung an die napoleonischen Siege auf einem Sockel-Brunnen aus dem Jahr 1858) nicht genau in der Achse des Platzes steht. Durch eine königliche Anordnung (16.Mai 1836) wurde das korrigiert und die Platzbreite auf 61,5m reduziert.
Während der Julirevolution von 1830 fand auf dem Platz die Konfrontation der Aufständischen mit den regulären Truppen statt.
Der Platz wurde 1854 im Rahmen der Neugestaltung von Paris im 2. Kaiserreich[2] neu vermessen, wobei vor allem die Rue Pierre-à-Poisson verschwand. Der Brunnen wurde dabei um 12m nach Westen versetzt.
Der Platz ist heute für Fußgänger reserviert. In seiner Mitte steht die Fontaine du Palmier, eine 1808 errichtete Säule zur Glorifizierung der Siege Napoléons. 1858 wurde am Sockel ein Brunnen angefügt. Er ist mit einer Sphinx und Statuen von Gabriel Davioud geschmückt und wurde von Jules Blanchard restauriert.