Peter Geiser-Egger
Peter Geiser-Egger (* November 1902 in Langenthal; † 23. November 1955 in Bern) war ein Schweizer Unternehmer und Verbandsfunktionär.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Peter Geiser war der Sohn des Unternehmers Ernst Geiser (1870–1929), der zunächst einen Knochenmehlhandel betrieb und dann Früchte und Kartoffeln exportierte sowie den Import von Saatkartoffeln organisierte. Nach seiner Primar- und Sekundarschulzeit in Langenthal machte Peter Geiser eine Lehre bei der Tuchhandelsfirma Stettler & Co. und ging anschliessend zur Weiterausbildung für zwei Jahre nach Santa Fe (Argentinien) in Argentinien. Danach absolvierte er die Kavallerierekrutenschule in Aarau und stieg, 21-jährig, 1923 ins väterliche Geschäft ein. Da sein Vater auch politisch ein vielbeschäftigter Mann war – er war unter anderem Gemeindepräsident –, überliess er dem Sohn viele geschäftliche Entscheidungen. Ab 1929 expandierte die Firma mit Zweigfirmen in Posen, Paris, London, Lüttich, Mailand und Casablanca und hatte im Hafen von Brest ein eigenes Früchtedepot. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde Peter Geiser Beauftragter des Bundesrates für Ernährungssicherheit im Zusammenhang mit der Kartoffelbewirtschaftung, zudem war er bis zu seinem Tod Präsident der Schweizerischen Kartoffelkommission sowie des Verbands Schweizerischer Kartoffelhandelsfirmen. 1938 bis 1950 war er Vizepräsident des Schweizerischen Obstverbands, zudem von 1949 bis 1950 Gründerpräsident der Schweizerischen Vereinigung des privaten Agrarhandels und später deren Ehrenpräsident sowie bis zu seinem Tod Präsident der Schweizerischen Vereinigung der Saatkartoffelimporteure. Des Weiteren schuf er die dem Obstverband unterstellte Exporteuren- und Propagandakommission. Die Planung und Realisierung des ersten Obstkühlhauses der Schweiz (zusammen mit seinem Schwiegervater Hecor Egger) wird als Pionierleistung Geiser-Eggers bewertet. Zusammen mit seinen Brüdern Hans und Max veröffentlichte er in der Nachkriegszeit ein Standardwerk über die Konsumfrüchte in der Schweiz. In einer Zeit des Kartoffelüberschusses nach dem Krieg gründete Geiser-Egger 1951 die Kartoffelflockenfabrik Langenthal. Zu seinen Freunden zählten der Maler Ernst Morgenthaler sowie der Politiker Ernst Nobs. Für seine Söhne verfasste Geiser-Egger zwei Bücher, Köbi I und Köbi II, mit selbst gemalten Bildern und Erzählungen, in denen er anhand der Erlebnisse des fiktiven Jungen Köbi viel Autobiographisches schilderte. Geiser-Egger erlag 1955 aufgrund eines länger bestehenden Herzleidens einem Schlaganfall.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter Geiser, Langenthal † Burgdorfer Tagblatt, Band 125, Nr. 280, 30. November 1955, S. 4.
- † Peter Geiser, Langenthal Der Bund, Band 106, Nr. 555, Ausgabe 02, 27. November 1955, S. 20.
- Geiser-Egger- Peter (1902–1955) In: Archiv für Agrargeschichte
- Peter Geiser-Egger 1902–1955 www.museumlangenthal.ch
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Geiser-Egger, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Unternehmer und Verbandsfunktionär |
| GEBURTSDATUM | November 1902 |
| STERBEDATUM | 23. November 1955 |
| STERBEORT | Langenthal |