Pyskowice
| Pyskowice Peiskretscham | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Schlesien | |
| Powiat: | Gliwicki (Gleiwitz) | |
| Fläche: | 31,14 km² | |
| Geographische Lage: | 50° 24′ N, 18° 38′ O | |
| Einwohner: | 17.236 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 44-120 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 32 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SGL | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Bytom–Ujest | |
| Eisenbahn: | Gliwice–Pyskowice | |
| Pyskowice–Opole | ||
| Nächster int. Flughafen: | Katowice-Pyrzowice | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Stadtgemeinde | |
| Einwohner: | 17.236 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Gemeindenummer (GUS): | 2405021 | |
| Verwaltung (Stand: 2018) | ||
| Bürgermeister: | Adam Wójcik | |
| Adresse: | ul. Strzelców Bytomskich 3 44-120 Pyskowice | |
| Webpräsenz: | www.pyskowice.pl | |
| Jahr | Anzahl | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1811 | 1938[3] | |
| 1815 | 1749[3] | |
| 1816 | 1976[4] | |
| 1820 | 2271[3] | |
| 1825 | 2648 | davon 46 Evangelische, 2406 Katholiken, 196 Juden[5] |
| 1830 | 3027[3] | |
| 1840 | 3322 | 79 Evangelische, 2985 Katholiken, 258 Juden[6] |
| 1850 | 3239[3] | |
| 1855 | 3402[3] | |
| 1858 | 3498[3] | |
| 1861 | 3774 | 65 Evangelische, 3478 Katholiken, 231 Juden[7] |
| 1871 | 3773 | davon 66–100 Evangelische, 3499 Katholiken, ein sonstiger Christ, 207–210 Juden, 2000 Polen[4][8] |
| 1905 | 4865 | davon 259 Evangelische, 132 Juden[2] |
| 1910 | 5331 | am 1. Dezember[9] |
| 1933 | 7428[10] | |
| 1939 | 7716[10] |
Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
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- zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert in der Altstadt
- mittelalterlicher Grundriss der Altstadt
- Brunnen und Mariensäule auf dem Ring
- (Altes) Rathaus aus dem Jahr 1822; es beherbergt das Heimatmuseum der Stadt
- Die gotische katholische Pfarrkirche St. Nikolaus aus dem 15. Jahrhundert ist das älteste Bauwerk der Stadt.
- Begräbniskapelle St. Stanislaus aus den Jahren 1865 bis 1868
- Kirche St. Peter und Paul aus dem Jahr 1897
- jüdischer Friedhof aus dem Jahr 1830
- Staubecken Dzierżno
- Eisenbahnmuseum
- ehemaliges Amtsgericht mit Gefängnis am Marktplatz[11]
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stadtpräsident
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Spitze der Verwaltung steht der Stadtpräsident. Von 2007 bis 2018 war dies Wacław Kęska. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:[12]
- Adam Wójcik (Wahlkomitee „Adam Wójcik – Wirksam für Pyskowice“) 81,8 % der Stimmen
- Mariusz Kasperczyk (Wahlkomitee „Lokale Verwaltung für die Einwohner des Landkreises“) 18,2 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Wójcik bereits im ersten Wahlgang für eine weitere Amtszeit gewählt.
Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:[13]
- Adam Wójcik (Wahlkomitee „Adam Wójcik – Wirksam für Pyskowice“) 67,7 % der Stimmen
- Waldemar Paszkowski (Wahlkomitee „Waldemar Paszkowskis konkrete Dinge für Pyskowice“) 10,7 % der Stimmen
- Krystyna Kołodziej-Ptak (PiS) 9,4 % der Stimmen
- Edward Piotrowski (Wahlkomitee „Edward Piotrowski – Ehrlichkeit und Erfahrung“) 6,2 % der Stimmen
- Sławomir Adamczyk (Wahlkomitee „Vereinigung der Einwohner des Landkreises Gliwice“) 6,0 % der Stimmen
Damit wurde Adam Wójcik bereits im ersten Wahlgang zum neuen Stadtpräsidenten gewählt.
Stadtrat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stadtrat von Knurów besteht aus 15 Mitgliedern, die in Einzelwahlkreisen gewählt werden. Die Wahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:[14]
- Wahlkomitee „Adam Wójcik – Wirksam für Pyskowice“ 68,8 % der Stimmen, 15 Sitze
- Wahlkomitee „Lokale Verwaltung für die Einwohner des Landkreises“ 24,9 % der Stimmen, kein Sitz
- Koalicja Obywatelska (KO) 5,9 % der Stimmen, kein Sitz
- Übrige 0,4 % der Stimmen, kein Sitz
Die Wahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:[15]
- Wahlkomitee „Adam Wójcik – Wirksam für Pyskowice“ 50,2 % der Stimmen, 13 Sitze
- Wahlkomitee „Vereinigung der Einwohner des Landkreises Gliwice“ 14,7 % der Stimmen, 1 Sitz
- Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 14,3 % der Stimmen, kein Sitz
- Wahlkomitee „Zukunft für Pyskowice“ 8,1 % der Stimmen, kein Sitz
- Wahlkomitee „Waldemar Paszkowskis konkrete Dinge für Pyskowice“ 7,0 % der Stimmen, kein Sitz
- Wahlkomitee Andrzej Owczarek 2,1 %, 1 Sitz
- Übrige 3,6 % der Stimmen, kein Sitz
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- La Ricamarie, Frankreich
- Scheptyzkyj, Ukraine
- Flörsheim am Main, Deutschland. Am 3. Mai 2005 wurde der Partnerschaftsvertrag in Pyskowice unterzeichnet, am 3. Oktober wurde er in Flörsheim am Main gegengezeichnet.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wappen stellt zwei Türme und eine Wehrmauer dar. Die Türme sollen auf das frühere Schloss zurückgehen. Zwischenzeitlich befand sich im Wappen statt der Wehrmauer ein Halbmond oder ein Kahn.
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Große Bedeutung für die Stadt hatte früher die Hohe Straße von Breslau nach Krakau. Der weiter oben erwähnte Kretscham kann als Raststätte angesehen werden.
In der Stadt beginnt die Landesstraße 40 nach Głogówek, welche nach etwa 13 Kilometern die Autostrada A4 kreuzt. Weiterhin führt durch die Stadt die Landesstraße 94.
Einen wirtschaftlichen Aufschwung Ende des 19. Jahrhunderts hatte Peiskretscham der Eisenbahn zu verdanken, da die Eisenbahnstrecke Oppeln–Groß Strehlitz–Beuthen durch Peiskretscham läuft und hier eine Strecke nach Gleiwitz abzweigt. Der ursprünglich große Rangierbahnhof ist stillgelegt und bereits fast vollständig abgebrochen worden.
Außerdem existierte eine Sandbahnlinie ins oberschlesische Industriegebiet.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Thomas Szczeponik (1860–1927), deutscher Politiker (Zentrum), Mitglied des Reichstages
- Hermann Heyer (1861–1925), deutscher Senatspräsident beim Reichsgericht
- Sigmund Nunberg (1879–1950), deutscher Schauspieler
- Georg Radziej (1895–1972), deutscher Generalleutnant
- Alfred Balthoff (1905–1989), deutscher Schauspieler und Synchronsprecher
- Herbert W. Köhler (1919–2001), deutscher Politiker (CDU)
- Job-Günter Klink (1929–1980), deutscher Pädagoge und Leiter der Pädagogischen Hochschule Bremen
- Dieter Klink (1930–2004), deutscher Politiker (SPD), Präsident der Bremer Bürgerschaft
- Herbert Jelitte (1933–2000), deutscher Slawist, Sprachwissenschaftler und Hochschullehrer
- Jochen Martin (1936–2025), deutscher Althistoriker
- Helmut Kafka (* 1940), ehemaliger deutscher Fußballspieler und Trainer
- Dorothea Duda (* 1951), deutsche Fachärztin für Anästhesiologie
- Ulrich Klugius (* 1972), deutscher Journalist und Medienmanager
- Agata Buzek (* 1976), polnische Schauspielerin
- C-BooL (Grzegorz Cebula) (* 1981), polnischer DJ und Musikproduzent
- Wojciech Pollok (* 1982), polnisch-deutscher Fußballspieler
- Grzegorz Kasprzik (* 1983), polnischer Fußballtorhüter
- Tomasz Bandrowski (* 1984), polnischer Fußballspieler
- Raffael Gordzielik (* 1985), deutscher Kraftsportler
Andere mit der Stadt verbundene Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johannes Chrząszcz (1857–1928), Landesgeschichtsforscher, von 1890 bis 1928 Pfarrer in Peiskretscham.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Zeiller: Peißkrotschamb. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (= Topographia Germaniae. Band 11). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1650, S. 171 (Volltext [Wikisource]).
- Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 494–498 (Textarchiv – Internet Archive).
- Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 895–896 (Textarchiv – Internet Archive).
- Johannes Chrząszcz: Die Töpferinnung in der Stadt Peiskretscham. In: Zeitschrift des Vereins für Geschichte und Alterthum Schlesiens, 30. Jahrgang, 1896, S. 225–237 (olawsky.de PDF; 136 kB).
- Johannes Chrząszcz: Geschichte der Städte Peiskretscham und Tost sowie des Toster Kreises in Ober-Schlesien. G. Palla, Peiskretscham 1900; sbc.org.pl (DjVu).
- Johannes Chrząszcz: Die Tuchmacher in Peiskretscham. In: Oberschlesien – Zeitschrift zur Pflege der Kenntnis und Vertretung der Interessen Oberschlesiens, September 1902, 1. Jahrgang, Heft 6; Verlag Gebrüder Böhm, Kattowitz O.-S., Hrsg.: Dr. phil. Zivier. (olawsky.de PDF; 227 kB)
- Johannes Chrząszcz: Die Geschichte der Städte Peiskretscham und Tost sowie des Kreises Tost-Gleiwitz. (2., verbesserte und erweiterte Auflage; Verlag: Palla, Peiskretscham 1927, sbc.org.pl DjVu).
- Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Peiskretscham. (peiskretscham.de PDF; 554 kB).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- 1 2 Peiskretscham. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon. 6. Auflage. Band 15: Öhmichen–Plakatschriften. Bibliographisches Institut, Leipzig / Wien 1908, S. 541 (Digitalisat. zeno.org).
- 1 2 3 4 5 6 7 Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865; Textarchiv – Internet Archive.
- 1 2 Gustav Neumann: Das Deutsche Reich in geographischer, statistischer und topographischer Beziehung. Band 2, G. F. O. Müller, Berlin 1874, S. 175 (books.google.de).
- ↑ Johann Georg Knie: Alphabetisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Melcher, Breslau 1830, S. 991–992 (books.google.de).
- ↑ Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage. Graß, Barth und Comp., Breslau 1845, S. 895–896 (books.google.de).
- ↑ Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Wilh. Gottl. Korn, Breslau 1865, S. 471, Ziffer 25 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1874, S. 324–325, Ziffer 3 (books.google.de).
- ↑ Landkreis Tost-Gleiwitz. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. November 2023; abgerufen am 21. Februar 2026.
- 1 2 Michael Rademacher: Gleiwitz. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Neue Justizbauten in Preußen. In: Zeitschrift für Bauwesen. Nr. 7, 1915, Sp. 367 (zlb.de – hier: Amtsgericht mit Grundriss und Bauhinweisen).
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. März 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. März 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 25. März 2025.
- ↑ Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 2. März 2025.


