Pasta asciutta
Pasta asciutta oder Pastasciutta (italienisch für „trockene Nudeln“) bezeichnet in der italienischen Küche eine Zubereitungsart von Pasta, bei der die Teigwaren nach dem Kochen abgetropft und anschließend weiterverarbeitet werden,[1] im Gegensatz zu Pasta in brodo, bei der die Nudeln in Brühe gegart und als Suppe verzehrt werden.[2] Die Bezeichnung wird unabhängig von der benutzten Pastasorte verwendet und grenzt in der italienischen Menüfolge die Pastagerichte von den Suppen (italienisch minestre) bei den Primi piatti ab. Als Synonym wird deshalb gelegentlich auch der Begriff minestra asciutta (italienisch für „trockene Suppe“) verwendet.[3] Die Bezeichnung Pasta asciutta bildete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts heraus.[4] Bis dahin wurde das Wort maccheroni als Oberbegriff für „trockene Nudeln“ verwendet.[5]
In Italien gibt es zur Erinnerung an den Zusammenbruch des Faschismus in Italien am 25. Juli 1943 alljährliche öffentliche Essen unter dem Motto „Pastasciutta antifascista“.[6]
Bezeichnung in Deutschland und Österreich
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Vor allem in den 1970er Jahren waren in Deutschland und Österreich unter der Bezeichnung Pasta asciutta (manchmal auch verballhornt Pastaschutta, Pasta Schutta u. ä.) Spaghetti in einer Tomaten-Fleischsoße (ähnlich Ragù alla bolognese) bekannt.[7]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Erich Kocina: Die dunklen Geheimnisse der Pasta Schutta. In: Die Presse. 10. Mai 2020, abgerufen am 14. Februar 2026.
- ↑ Pasta asciutta. In: Koch-Wiki. Abgerufen am 14. Februar 2026.
- ↑ Pastasciutta. In: Treccani. Abgerufen am 14. Februar 2026 (italienisch).
- ↑ Pasta asciutta, sapete perché si chiama così? In: napolitoday.it. 29. Mai 2020, abgerufen am 14. Februar 2026 (italienisch).
- ↑ Pasta’asciutta: così viene cercato da tanti il favoloso primo piatto. In: spaghettiemandolino.it. Abgerufen am 14. Februar 2026 (italienisch).
- ↑ Caduta del fascismo – Authentisch-Italienisch-Kochen.de. 4. Januar 2015, abgerufen am 14. Februar 2026.
- ↑ Pasta Schutta. In: schnellmalgekocht.de. 27. Februar 2020, abgerufen am 14. Februar 2026.