Paech-Brot

Paech-Brot war ein vom Berliner Brot- und Backwarenerzeuger Eberhard Paech (1910–2000), einem Pionier des industriellen Backens in Deutschland, gegründetes Unternehmen. Der Eberhard Paech-Preis, gestiftet von Eberhard Paech, wird seit 1971 alle drei Jahre für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Brotes vergeben.
Im Jahr 1986 verkaufte der geschäftsführende Gesellschafter Paech, Sohn des Brotfabrikanten Waldemar Paech und dessen Frau Luise Paech, geborene Riegel, sein Unternehmen Paech-Brot GmbH[1] an die Großbäckerei Wendeln, seit 2002 ein Teil von Kamps. Der Markenname Paech wurde bis 1989 weitergeführt.[2]
Die große Paech-Brot-Fabrik im Stephankiez in Berlin-Moabit (zwischen Birken- und Stephanstraße) wurde 1927 erbaut und 1993 geschlossen, Ende der 1990er Jahre wurde in einem kleinen Teil vorübergehend noch einmal produziert. Der Abriss begann 2004, der Schornstein stand bis 2008.[3] Auf dem Gelände steht seit 2010 ein großes Einkaufszentrum, der Backshop des dortigen Supermarktes führt aus Traditionsgründen wieder Logo und Namen von Paech-Brot.[4]
Eine weitere Produktionsstätte befand sich in Neukölln im Ortsteil Buckow an der Marienfelder Chaussee 146. Das Gebäude nutzte Peach bis Mitte der 1980er Jahre, wurde dann von dem Discounter Penny genutzt und später für den Neubau eines anderen Discounters abgerissen. Heute steht nur noch der ehemalige Eingangs- und Verwaltungstrakt im Schlierbacher Weg 3.
Eine Brotfabrik in Schleswig-Holstein in Meddewade wurde 1954 als Filiale gegründet und 2003 endgültig geschlossen.
Bekannte Paech-Brote waren die unter den Handelsnamen Tiefenfurter und Uckermärker[5] ausgelieferten Roggenmischbrote, die noch heute, beispielsweise von Schäfer’s, in Lizenz produziert und angeboten werden.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eberhard Paech-Preis. Eberhard Paech-Preis-Stiftung, Berlin
- Carsten Prehn: Wie das Paech-Brot das Dorf Meddewade veränderte. In: Norddeutscher Rundfunk Online. 4. Januar 2024.
- Zeitreise: Die Geschichte des Paech-Brots in Meddewade (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2026. Suche im Internet Archive )
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 926.
- ↑ Das Ende der Paech-Strähne. In: Der Tagesspiegel, 6. Dezember 2008
- ↑ Wie war die Arbeit in der Paech-Brot-Fabrik? Auf: moabitonline.de
- ↑ Betriebsversammlung der Rentner. (JPG) In: Berliner Woche. 16. März 2011, abgerufen am 1. Oktober 2020.
- ↑ Heute (Stand Nov. 2022) eingetragene Warennamen von Frank Rupprecht, Dortmund; siehe auch Bäckerei Rupprecht.