Opus implectum

Opus implectum, auch opus emplectum (von altgriechisch ἔμπλεκτον émplekton, deutsch ‚das Eingeflochtene‘), ist ein römisches Mauerwerk, bei dem der Zwischenraum einer Außenwandschale und einer Innenwandschale aus Steinquadern, grob behauenen Bruchsteinen oder Ziegeln mit einem Schuttkern aus Bruchstein und Ziegeln sowie Kalkmörtel gefüllt ist („Füllmauerwerk“). Zur Herstellung einer besonders stabilen Füllung konnte auch opus caementicium zum Einsatz kommen. Varianten dieser Technik setzten einzelne Steinquader, Bruchstein- oder Ziegelsteinlagen so ein, dass sie von der Außenwand bis zur Innenwand durchbinden und so der Mauer Ausgleich und weitere Festigkeit verliehen („Durchschüsse“).[1][2]
Die Opus-implectum-Konstruktionsweise wurde bis ins Mittelalter insbesondere bei Stadtmauern verwendet. Prominente Beispiele sind die Aurelianische Mauer von Rom und die Theodosianische Mauer von Konstantinopel.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Josef Maier: Handbuch Historisches Mauerwerk. Untersuchungsmethoden und Instandsetzungsverfahren. Birkhäuser, Springer Basel AG, Basel 2002, ISBN 978-3-0348-9443-2, S. 20 (Google Books).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Opus implectum, Eintrag im Portal baunetzwissen.de
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Heinz-Otto Lamprecht: Opus Caementitium. Bautechnik der Römer. Beton-Verlag, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7640-0200-X, S. 26, Bild 15
- ↑ August Rode: Des Marcus Vitruvius Pollio Baukunst, aus der römischen Urschrift übersetzt. Georg Joachim Göschen, Leipzig 1796, Band 1, S. 88