Ole Vangsnes

Ole Pedersen Vangsnes (* 11. Januar 1855 in Vangsnes, Sogn, Königreich Norwegen; † 30. Mai 1916 in Minneapolis, Minnesota) war ein norwegisch-amerikanischer lutherischer Geistlicher. Er leitete von 1906 bis 1916 den Iowa-Distrikt der Norwegischen Synode.
Biographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vangsnes wurde 1855 im gleichnamigen Dorf in der norwegischen Landschaft Sogn geboren. 1866 wanderte er mit seiner Familie in die Vereinigten Staaten aus. Er studierte ab 1869 am Luther College in Decorah, wo er 1875 einen Bachelor of Arts erwarb. Anschließend nahm er ein Studium der Theologie am Concordia-Seminar der Missouri-Synode in St. Louis auf. Dort wurden zu dieser Zeit auch die Geistlichen der Norwegischen Synode ausgebildet. 1878 legte er dort erfolgreich das theologische Examen ab und wurde durch die Norwegische Synode ordiniert. Er trat noch im selben Jahr eine Pfarrstelle an der Our Savior’s Lutheran Church und der Immanuel Lutheran Church in Minneapolis an, wo er Nachfolger von Hans Gerhard Stub wurde. 1884 übergab er das Pfarramt an der Immanuelgemeinde, gründete aber noch im selben Jahr die Zion Lutheran Church im Norden der Stadt, die er 1887 an einen Nachfolger abtrat. 1899 wechselte Vangsnes an die St. Petri Lutheran Church nach Story City in Iowa und 1912 nach Colton in Süddakota, wo er drei Gemeinden betreute.[1]
Daneben übernahm Vangsnes auch Ämter in der Kirchenleitung der Norwegischen Synode. So war er von 1895 bis 1899 Vizepräsident von deren Minnesota-Distrikt, diente ab 1902 im gleichen Amt dem Iowa-Distrikt, bevor er nach dem Tod von Torger Andreas Torgerson 1906 zu dessen Präsident gewählt wurde. Vangsnes wirkte zweimal in den Unionskomitees der Norwegischen Synode mit, einmal von 1886 bis 1892 und später von 1912 bis 1916. Daneben war er von 1900 bis 1907 Redakteur des Børneblad, einer kirchlichen Zeitschrift.[1]
Vangsnes heiratete 1878 Oline Brekke, mit der er acht Kinder hatte, von denen ihn sechs überlebten. Er selbst starb am 30. Mai 1916 an den Folgen einer Operation im Fairview Hospital in Minneapolis und wurde dort begraben.[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ole Vangsnes in der Datenbank Find a Grave
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Rasmus Malmin / Olaf Morgan Norlie / O. A. Tingelstad: Who’s Who among pastors in all the Norwegian Lutheran synods of America, 1843-1927. Augsburg Publishing House, Minneapolis 1928, S. 619 (englisch, archive.org).
- ↑ Noted Synod Pastor dead. In: Decorah Public Opinion. Decorah 7. Juni 1916 (englisch).
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Torger Andreas Torgerson | Präsident des Iowa-Distrikts 1906–1916 | Daniel Jordahl |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vangsnes, Ole |
| ALTERNATIVNAMEN | Vangsnes, Ole Pedersen (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegisch-amerikanischer lutherischer Geistlicher |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1855 |
| GEBURTSORT | Vangsnes, Sogn, Königreich Norwegen |
| STERBEDATUM | 30. Mai 1916 |
| STERBEORT | Minneapolis, Minnesota |