Ole Liebl
Ole Liebl (* 1992 in Rheinland-Pfalz) ist ein deutscher Autor und Podcaster.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Liebl studierte Philosophie und Informatik an der Technischen Universität Berlin sowie an der Freien Universität Berlin. Er lebte mehrere Jahre in Berlin und zog 2024 nach Rheinland-Pfalz.[2]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Liebl veröffentlicht zu Themen wie Sexualität, Geschlecht und Beziehungen aus sozialwissenschaftlicher und psychologischer Perspektive.[1][3]
2024 erschien sein Buch Freunde lieben. Die Revolte in unseren engsten Beziehungen im Verlag HarperCollins, das von Deutschlandfunk Kultur als Zeugnis gelungener queer-feministischer Sachliteratur besprochen wird.[4] Darin plädiert Liebl dafür, dass Menschen Freundschaften vielfältiger führen können und fordert, Freundschaften – ähnlich wie Ehen – rechtlich abzusichern.[5][6]
2026 folgte Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle, ebenfalls bei HarperCollins.[2][7] In der Zeit wurde Liebls Beitrag als wertvoll für eine verhärtete Geschlechterdebatte beschrieben, da er sich jeder Polemik verweigere und die Unterdrückung sozialer Potenziale durch gesellschaftliche Konventionen analysiere.[1] Eine Rezension in der taz bewertete insbesondere die öffentliche Vermittlung kritisch: Zwar würden zentrale Aspekte patriarchaler Gewalt thematisiert, bei Lesungen blieben diese jedoch teilweise randständig, sodass das Publikum ohne vertiefte Selbstreflexion verbleibe und die Veranstaltung ohne Unbehagen verlassen könne.[8]
Seit 2025 hostet Liebl den Podcast Und hier noch die Quellen. Zudem moderiert er gemeinsam mit dem Influencer und Aktivisten Simon David Dreßler den Podcast Aufrechte Demokraten.[9]
Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Freunde lieben. Die Revolte in unseren engsten Beziehungen. HarperCollins, Hamburg 2024, ISBN 978-3-365-00628-3.
- Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle. HarperCollins, Hamburg 2026, ISBN 978-3-365-01071-6.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Rabea Weihser: Bro-Kultur und Manosphere: Der gute Mann als Bro. In: Die Zeit. 28. März 2026, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 9. April 2026]).
- 1 2 Verlagsgruppe HarperCollins - Ole Liebl. Abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Verliebt, verlobt, verheiratet: Ist das Modell Ehe am Ende oder doch noch nicht? In: Unbubble. ZDF, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ deutschlandfunkkultur.de: Ole Liebl: "Freunde lieben. Die Revolte in unseren engsten Beziehungen". 9. April 2024, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Katja Lewina: Autor Ole Liebl über Sex mit Freunden – für ihn das "Gegengift" zur Unverbindlichkeit beim Dating. In: stern.de. 2. März 2024, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Manon Priebe: Ole Liebl über die monogame Beziehung und Freundschaft plus. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Mai 2024, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Eva Marburg: Männer, ran an die Gefühle! – Ole Liebl ruft mit „Brutal fragile Typen. Männer und Gefühle“ zu einer Trendwende der Maskulinität auf. SWR, 24. März 2026, abgerufen am 9. April 2026.
- ↑ Lilly Schröder: Ole Liebls Buch zu fragiler Männlichkeit: Das Problem sitzt im Saal. In: taz. 29. März 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 9. April 2026]).
- ↑ Jens Uthoff: „Für viele Frauen und Queers ist Männlichkeit die Krise“. In: Die Tageszeitung. 11. Mai 2026, abgerufen am 19. Mai 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Liebl, Ole |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Autor und Podcaster |
| GEBURTSDATUM | 1992 |
| GEBURTSORT | Rheinland-Pfalz |