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Olaf Andersen

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Olaf Andersen vor 1942

Olaf Andersen (* 11. Juli 1917 auf der Insel Hisøy, heute zu Arendal; † 16. März 1942 auf dem Militärgelände der Insel Håøya im Oslofjord) war ein norwegischer Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus und die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg.[1]

Familie und Beruf

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Er war der Sohn des Matrosen Anders Andersen (1882–1929) und der Olga Sandstrøm (* 1887). Er absolvierte eine Ausbildung zum Mechaniker. Zu Zeit des deutschen Angriffs am 9. April 1940 war er als Quartiermeister auf dem Marinestützpunkt in Kristiansand stationiert und nahm bis zu seiner Gefangenennahme an den Kampfhandlungen gegen die deutsche Wehrmacht teil.[2]

Nach seiner Freilassung aus der Gefangenenschaft ging er in den Widerstand und versuchte mit fünf Kameraden nach England zu fliehen, um sich dort dem norwegischen Kriegseinsatz anzuschließen. Am 27. Juli 1941 verließ die Gruppe im Segelboot „Good Hope“ den Hafen von Kolbjørnsvik auf der Insel Hisøy, doch sie kam nicht weit. Schon auf der Höhe von Kristiansand, ca. 60 km weiter westlich, wurde das Boot von einem deutschen Patrouillenboot aufgebracht und nach Kristiansand gebracht. Die sechs Besatzungsmitglieder wurden im dortigen Gefängnis festgesetzt.[3][1]

Verhaftung, Prozess und Hinrichtung

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Andersen wurde am 3. September 1941 in das Gefängnis des Polizeipräsidiums in Oslo, Møllergata 19, überstellt und wartete dort bis zum 20. Februar 1942 auf seinen Prozess. Er kam schließlich in das Kriegswehrmachtsgefängnis, die Festung Akershus, wo ihn das Marinekriegsgericht zusammen mit drei seiner Kameraden wegen „Begünstigung des Feindes“ zum Tode verurteilte.[4] Sämtliche Gnadengesuche wurden abgelehnt und ein Erschießungskommando führte die Exekution im Süden von Håøya aus. Die Erschossenen wurden vor Ort in einem ausgehobenen Erdloch anonym verscharrt. Nach dem Krieg wiederentdeckt, wurden sie exhumiert, identifiziert und nach einer feierlichen Zeremonie[5] am 14. Juni 1945 in der Kapelle des Krematoriums auf dem Friedhof Vestre Gravlund, Oslo, in ihre Heimatorte überführt und dort beigesetzt. Andersen fand in Hisøy seine letzte Ruhe.[3]

  • Gedenktafel an einem großen Findling mit den Namen der Exekutierten auf der Fundstelle der Exekutierten im südlichen Håøya, errichtet am 22. Mai 1949, jährlich Gedenkfeiern am 8. Mai, dem Tag der Befreiung.
  • Brief an seine Mutter, geschrieben in der Frühe, kurz vor seiner Exekution: „Liebe Mutter ... Ich habe Gott um Vergebung für meine Sünden gebeten, und ich bin überzeugt, dass ich von Jesus erhört worden bin. So habe ich keine Angst vor dem Tod, und wir werden uns wiedersehen. Jetzt ist es 1 Uhr 30, und gegen 6 Uhr 30 soll es geschehen ... Hauge[6] war den ganzen Abend hier bei uns, und er war großartig ... Gott segne dich und sei mit dir. Dank für alles. Mit einem letzten Gruß von deinem Sohn Olaf.“[1]
  • Lettere di condannati, Turin 1954, übersetzt: Und die Flamme soll euch nicht verbrennen, Letzte Briefe europäischer Widerstandskämpfer, Berlin-Ost 1956, Seite 462–463: Olaf Andersen, Seite 447–451: Überblick über den norwegischen Widerstand mit weiteren Quellenangaben.
  • Kurzbiographie auf der Gedenkseite „Unsere Gefallenen, våre falne“, vg.no.
  • Flucht, Festnahme und Hinrichtung auf der Archivseite avtrykk.no.
  • Håøya, die Insel, das Schicksal und die Namen aller Widerstandkämpfer auf der Gedenkseite „Gefangene, fanger“, fanger.no.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Lettere di condannati, Seite 462–463, siehe Literatur.
  2. ↑ Gefallenenverzeichnis auf vg.no.
  3. 1 2 Flucht, Festnahme, Hinrichtung auf der Archivseite avtrykk.no.
  4. ↑ Website des Østlandets Blad (ØB), einer regionalen norwegischen Lokalzeitung, auf oblad.no.
  5. ↑ Pastor Dagfinn Hauge leitete die Trauerfeier. Siehe auch unten: Gedenken, Brief.
  6. ↑ Dänischer Gefängnispfarrer Dagfinn Hauge (1908–2007).