Zum Inhalt springen

Ohrbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ohrbeck
Gemeinde Hasbergen
Koordinaten: 52° 14′ N,  59′ OKoordinaten: 52° 13′ 35″ N,  59′ 6″ O
Fläche: 7,4 km²[1]
Einwohner: 2025 (31. Dez. 2019)[2]
Bevölkerungsdichte: 274 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Postleitzahl: 49205
Vorwahl: 05405
Ohrbeck (Niedersachsen)
Ohrbeck (Niedersachsen)
Lage von Ohrbeck in Niedersachsen

Ohrbeck ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Hasbergen im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1971 eine eigenständige Gemeinde.

Der Süden des Ortsteils wird vom bis zu 221 Meter hohen Hüggel eingenommen. Den Bevölkerungsschwerpunkt bildet das Wohngebiet nördlich der Holzhauser Straße, das baulich mit dem Kernort von Hasbergen zusammengewachsen ist. Der Rest des Ortsteils hat den Charakter einer landwirtschaftlichen Streusiedlung behalten.

Die Bauerschaft Ohrbeck gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Ohrbeck zum Kanton Osnabrück-Land des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie St. Catharinen im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.[3] 1814 kam Ohrbeck zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Osnabrück. Im Jahre 1819 wurde an der Grenze zur Nachbargemeinde Georgsmarienhütte der Augustaschacht Ohrbeck für den Erzabbau eingerichtet. 1867 fiel die Gemeinde Ohrbeck mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Landkreis Osnabrück. Am 1. Januar 1971 wurde Ohrbeck im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil der Gemeinde Hasbergen.

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Einwohner Quelle
1812395[3]
1845545[4]
1871505[5]
1895569[6]
1910764[7]
1925881[8]
1939857[8]
19501969[9]
19611517[9]
20192025[2]
Altes Pumpenhaus des Augustaschachts

Baudenkmale und Gedenkstätten

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hofanlagen To Büren/Brockmann und Lührmann, mehrere landwirtschaftliche Gebäude im Bereich Hüggelschlucht sowie die alte Pumpstation des Augustaschachts stehen in Ohrbeck unter Denkmalschutz. Die Pumpstation ist ein Mahnmal zum Gedenken an das Arbeitserziehungslager Ohrbeck der Gestapo Osnabrück in der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Sportverein Ohrbeck 1929 ist ein ortsansässiger Fußballverein.[10] Der Schützenverein Ohrbeck von 1888, zu dem auch die Karnevalgesellschaft Ohrbeck gehört, betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[11]

Der Ortsteil wird von der Bahnstrecke Georgsmarienhütte–Hasbergen durchquert, auf der Güterverkehr stattfindet.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Karte und Daten der Gemarkung Ohrbeck
  2. 1 2 Gemeinde Hasbergen: Statistik
  3. 1 2 Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 183 (google.de).
  4. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 120 (google.de).
  5. Volkszählung 1871
  6. Volkszählung 1895
  7. Landkreis Osnabrück. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juni 2021.
  8. 1 2 Michael Rademacher: Osnabrueck. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. 1 2 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  10. Website des SV Ohrbeck
  11. Website des Schützenvereins Ohrbeck