Oblic
| Oblic | ||||
|---|---|---|---|---|
| Studioalbum von Christine Wodrascka & Bernard Santacruz | ||||
|
Veröffent- |
||||
|
Aufnahme |
||||
|
Format(e) |
CD, Download | |||
|
Titel (Anzahl) |
9 | |||
|
48:48 | ||||
|
Besetzung |
| |||
|
Maciej Karłowski | ||||
|
Studio(s) |
Studio Laouqué | |||
| ||||
Oblic ist ein Musikalbum von Christine Wodrascka und Bernard Santacruz. Die an 22. und 23. November 2024 im Studio Laouqué entstandenen Aufnahmen erschienen am 6. Mai 2026 auf Fundacja Słuchaj.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Oblic (abgeleitet von oblique, deutsch schräg) ist das erste Duo-Album der Pianistin Christine Wodrascka und des Kontrabassisten Bernard Santacruz, zweier französischer Improvisationsmusiker. Wodrascka und Santacruz haben erstmals 1992 in einer Hommage an Charles Tyler zusammen gespielt und dann gelegentlich gemeinsam in Combobesetzungen gearbeitet, etwa in der Boumag Connexion (mit Véronique Magdelenat und Lucia Recio) oder im Quartett mit Philippe Deschepper und Jean-Luc Cappozzo (Recifs, 2008) bzw. im Trio mit Daunik Lazro (AJMiLIVE #19, 2017).
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christine Wodrascka & Bernard Santacruz: Oblic (Fundacja Słuchaj FSR 05 / 2026)[1]
- Le monstre est sous le lit 4:51
- Vif argent 4:49
- Voyage exploratoir 5:21
- Choral 4:52
- Qui suis je 7:09
- Princesse et pirate 7:09
- Et si on 6:03
- Kudoda 5:05
- Ricochets 3:29
Die Kompositionen stammen von Christine Wodrascka & Bernard Santacruz.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die neun Stücke wirkten wie „traumhafte, rätselhafte und oft recht kapriziöse Gespräche“ – oder Tänze – zwischen zwei äußerst fantasievollen und meinungsstarken Improvisatoren, meint Eyal Hareuveni. Diese intimen, tiefen Zuhör-[Momente] und zugleich rastlosen, forschenden Dialoge würden unvorhersehbare Klangwelten (natürlich durch Klavierpräparationen, das Spiel im Inneren des Klaviers und erweiterte Bogentechniken) erkunden, „deuten kontrastierende und labyrinthische rhythmisch-perkussive Erzählungen an, balancieren anregende Spannung mit abstrakter, fragiler Lyrik und führen zu einer Pilgerreise hin zu meditativer Stille“. Einige der Stücktitel – „Le monstre est sous le lit“ (Das Monster ist unter dem Bett) mit seiner verträumten Atmosphäre, das fast stille „Qui suis je“ (Wer bin ich?), das stürmische „Princesse et pirate“ (Prinzessin und Pirat) und das kontemplative „et si on“ (Und wenn wir) – würden Aufschluss geben über Wodrasckas und Santacruz’ Gemütszustand während der Aufnahme. Dies sei eine intensive und fesselnde Reise in „die Kunst des Augenblicks“.[2]
Der französische Dichter und Schriftsteller Alexandre Pierrepont, der die Liner Notes verfasste, verglich ihren Dialog „mit einer fortwährenden, verkleideten Bewegung“ und entlehnte den Titel eines Stücks, um den Geist des Zusammenspiels des Duos zu charakterisieren: „Prinzessin und Pirat. Prinz und Piratin.“ Pierrepont bemerkte weiter, dass „der Kontrabassist und die Pianistin sprechen (artikulierend und undeutlich), spielen (sich unterhalten und austauschen), es ist dasselbe, gleichzeitig und in versetzten Abständen, dass sie sich kreuzen wie zwei Nadeln, die ein Gewebe durchstechen – sagen wir, das Goldene Vlies. Die beiden, zusammen und getrennt, eine Welt in der Schwebe und eine Welt im Delirium, und wir, die wir ihnen zuhören, sind verstreut und wieder vereint.“[2]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Oblic von Christine Wodrascka & Bernard Santacruz. In: Bandcamp. (englisch).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Christine Wodrascka & Bernard Santacruz: Oblic. In: Discogs. Abgerufen am 7. September 2026 (englisch).
- 1 2 Eyal Hareuveni: Christine Wodrascka & Bernard Santacruz: Oblic. In: Salt Peanuts. 6. September 2026, abgerufen am 7. September 2026 (englisch).