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Norbert Lennartz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Norbert Lennartz (* 1963 in Köln) ist ein deutscher Anglist und Literaturwissenschaftler.

Norbert Lennartz wuchs in Troisdorf auf, wo er die Janusz-Korczak Realschule und das Heinrich-Böll Gymnasium besuchte. Nach dem Studium (1985–1992) der Anglistik, Komparatistik und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn war er von 1995 bis 1999 Dozent für Englische Übersetzung am Studiengang für Übersetzen an der Universität Bonn, bevor er in die Englische Literaturwissenschaft wechselte.

Nach der Promotion 1998 zum Dr. phil. in Bonn war er von 1999 bis 2002 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Englischen Seminar der Universität Bonn. Nach der Habilitation 2003 an der Universität Bonn vertrat er W2/W3-Professuren in Saarbrücken, Stuttgart, Hannover, Würzburg und Passau, bevor er 2011 auf die W3-Professur Anglistische Literaturwissenschaft an der Universität Vechta berufen wurde. Zu seinen präferierten Forschungs- und Lehrfeldern zählen die englische Romantik (vor allem Lord Byron), das Viktorianische Zeitalter (Charles Dickens und Oscar Wilde) und das Fin de Siècle sowie der Modernismus in den Werken von James Joyce und D. H. Lawrence. Im Rahmen der comparative arts beleuchtet Lennartz immer wieder die wechselseitigen Wirkungen von Literatur und bildender Kunst. 2022 nahm Lennartz eine Gastprofessur an der Universität Parma wahr.

Lennartz ist unverheiratet und hat einen Sohn (* 1996).

Schriften (Auswahl)

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  • Absurdität vor dem Theater des Absurden. Absurde Tendenzen und Paradigmata untersucht an ausgewählten Beispielen von Lord Byron bis T. S. Eliot (= Schriftenreihe Literaturwissenschaft, Bd. 43). Wissenschaftlicher Verlag Trier, Trier 1998, ISBN 3-88476-319-9. (Zugleich: Dissertation, Universität Bonn, 1998.)
  • „My unwasht muse“. (De-)Konstruktionen der Erotik in der englischen Literatur des 17. Jahrhunderts (= Buchreihe der Anglia, Bd. 41). Niemeyer, Tübingen 2009, ISBN 978-3-484-42141-7.
  • (als Hrsg.): Lord Byron and Marginality. Edinburgh University Press, Edinburgh 2018.
  • (als Hrsg.): The Lost Romantics: Forgotten Poets, Neglected Works and One-Hit Wonders. Palgrave-Macmillan, Cham 2020.
  • Cologne. In: Jeremy Tambling (Hrsg.): The Palgrave Encyclopeadia of Urban Studies. Palgrave-Macmillan, Cham 2022, S. 433–440.
  • (als Hrsg. mit Jonas Nesselhauf): Ästhetik(en) der Pornographie: Darstellungen von Sexualitäten im Medienvergleich. Nomos, Baden-Baden 2021.
  • Tears, Liquids and Porous Bodies in Literature Across the Ages: Niobe's Siblings. Bloomsbury, London 2022.
  • The Body and the Sublime. In: Cian Duffy (Hrsg.): The Cambridge Companion to the Romantic Sublime. Cambridge University Press, Cambridge 2023, S. 166–177.
  • (als Hrsg. mit Jacqueline F. Kolditz und Carolin Sternberg): Victorian Darknesses: Body, Mind, Place. Palgrave-Macmillan, Cham 2026.