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Nora Goldenbogen

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Nora Goldenbogen (* 9. März 1949 in Dresden; † 26. November 2024 in Coswig) war eine deutsche Historikerin und Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden.

Nora Goldenbogen wurde 1949 als Tochter von NS-Verfolgten geboren. Ihre Mutter, die 1906 als Anette Kaiser in Strasbourg geborene rumänische Jüdin, überlebte die Verfolgung in Bukarest, ihr 1909 in Dresden geborener Vater das KZ Sachsenhausen.[1]

Sie begann ihre Laufbahn als diplomierte Lehrerin für Deutsch und Geschichte. Sie promovierte später im Fach Geschichte und forschte zur jüdischen Geschichte, vor allem in Sachsen.

Von 2003 bis 2020 war sie Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Dresden, seit 2017 Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden. Ebenfalls seit dieser Zeit vertrat sie die Jüdische Kultusgemeinde Sachsen als Mitglied im MDR-Rundfunkrat. Sie arbeitete im Programmausschuss Leipzig mit. Nora Goldenbogen war Gründungsmitglied des 1992 gegründeten Dresdner Vereins HATiKVA – Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsen e. V., dessen Leiterin sie von 1996 bis zu ihrem Rentenbeginn 2014 war.[1]

Am 27. Oktober 2017 wurde sie mit der Ehrenmedaille der Landeshauptstadt Dresden ausgezeichnet.[1] Sie erhielt 1996 den Wissenschaftspreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen für ihre Studien zur jüdischen Geschichte in Sachsen.

  • Seit ich weiß, dass Du lebst. Liebe und Widerstand in finstersten Zeiten, Hentrich & Hentrich, Berlin 2022, ISBN 978-3-95565-553-2.
  • Die Dresdner Synagoge: Geschichte und Geschichten, Hentrich & Hentrich, Berlin 2004, ISBN 978-3-933471-74-1.
  • Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Gedenkstätten in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin (West), Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein. (gemeinsam mit Stefanie Regina Endlich, Beatrix Herlemann, Monika Kahl); 991 S., Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1999, ISBN 978-3-89331-391-4.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Sharon Adler: Vita von Nora Goldenbogen. In: Deutschland Archiv. Bundeszentrale für politische Bildung, 26. November 2024, abgerufen am 29. Mai 2026.