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Ants Nisu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ants Nisu (* 30. Januar 1950 in Kuressaare, Estland) ist ein ehemaliger sowjetischer Ringer estnischer Herkunft.

Ants Nisu begann im Jahre 1964 in Tallinn mit dem Ringen. Er entwickelte sich zu einem hervorragenden Ringer im griechisch-römischen Stil. Sein Trainer war Alfred Saviste. Der kräftige Athlet rang in der Halbschwergewichtsklasse, die damals bis 90 kg Körpergewicht reichte. Im Jahre 1970 wurde er sowjetischer Juniorenmeister.

Bei den Senioren gelang es ihm als einem der wenigen estnischen Ringer in die sowjetische Spitzenklasse vorzudringen. Im Jahre 1974 wurde er sowjetischer Vizemeister im Halbschwergewicht und im Jahre 1976 gelang es ihm gar sowjetischer Meister in dieser Gewichtsklasse zu werden. Er gewann zudem in den Jahren 1975 und 1976 das renommierte „Iwan-Poddubny“-Turnier in Moskau, dessen Sieger vom sowjetischen Ringerverband im Allgemeinen bei den großen internationalen Meisterschaften eingesetzt wurden. Leider ist nicht bekannt, ob der damals die Weltelite im Halbschwergewicht beherrschende sowjetische Olympiasieger und mehrfache Weltmeister Waleri Resanzew bei diesen Meisterschaften bzw. Turnieren am Start war. Die estnische Meisterschaft gewann Ants Nisu insgesamt sechsmal.

Ants Nisu wurde im Laufe seiner Karriere nur bei einer internationalen Meisterschaft, der Europameisterschaft 1976 in Leningrad, eingesetzt. Er siegte dort über Fred Theobald aus der Bundesrepublik Deutschland, Allan Karing aus Dänemark und über Stojan Nikolow aus Bulgarien. Er verlor aber gegen Dieter Heuer aus der DDR und gegen Petre Dicu aus Rumänien. Er kam mit diesen Ergebnissen auf den 4. Platz und verpasste damit knapp eine Medaille.

Ants Nisu taucht nach 1976 in keinen weiteren Ergebnislisten mehr auf. Er ergriff den Trainerberuf (unter anderem trainierte er Valeri Nikitin[1] und Heiki Nabi[2]) und ist seit der Selbständigkeit Estlands Trainer im estnischen Ringerverband. Er selbst war aber noch einige Jahre lang aktiv und wurde in den Jahren 2004 in Seinäjoki bzw. 2006 in Riga Weltmeister bei den „Masters“ in den Altersgruppen 51–55 Jahre bzw. 56 – 60 Jahre.

2013 erschien ein von Raimo Aas herausgebrachtes Buch, in dem auf 144 Seiten neben der Geschichte des estnischen Ringens ausführlich Nisus Lebensgeschichte erzählt wird.[3][4]

Bekannte Resultate

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JahrPlatzWettbewerbGewichtsklasse
19701.Sowjetische JuniorenmeisterschaftHalbschwer
19742.Sowjetische MeisterschaftHalbschwer
19741.„Werner-Seelenbinder“-Turnier in RostockHalbschwervor Pölluste, UdSSR u. Dieter Heuer, DDR
19751.„Iwan-Poddubny“-Turnier in MoskauHalbschwer
19761.Sowjetische MeisterschaftHalbschwer
19761.„Iwan-Poddubny“-Turnier in MoskauHalbschwer
19764.EM in LeningradHalbschwermit Siegen über Fred Theobald, BRD, Allan Karing, Dänemark u. Stojan Nikolow, Bulgarien u. Niederlagen gegen Dieter Heuer u. Petre Dicu, Rumänien (beide Ringer disqualifiziert)

Anm.: alle Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil, EM = Europameisterschaft, Halbschwergewicht, damals bis 90 kg Körpergewicht

  • Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
  • Fachzeitschriften Athletik und Der Ringer,
  • Documentation of International Wrestling Championships der FILA, 1976,
  • Website „www.sport.err.ee“

Einzelnachweise

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  1. Valeri Nikitin loobus treenerist. Abgerufen am 25. April 2026 (estnisch).
  2. Suurmeister Ants Nisu: lootust ei tohi kaotada. 30. Januar 2020, abgerufen am 25. April 2026 (estnisch).
  3. Maadlusäss Ants Nisust valmis raamat. 31. Oktober 2013, abgerufen am 25. April 2026 (estnisch).
  4. Alver Kivi: Ants Nisust valmis raamat. In: Saaremaa Spordisõber. 30. Oktober 2013, abgerufen am 25. April 2026 (englisch).