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Nils Havemann

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Nils Havemann (* 7. Januar 1966) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Historiker und Lektor.

Havemann studierte Geschichte, Romanistik und Politische Wissenschaften in Bonn, Paris und Salamanca. Er promovierte 1996 an der Universität Bonn über Spanien im Kalkül der deutschen Außenpolitik und arbeitet als Lektor in Mainz und für das Deutsche Historische Museum in Berlin.

Bekannt wurde er 2005 durch seine vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beauftragte[1] Studie Fußball unterm Hakenkreuz, mit der er eine vielfältige Diskussion über den DFB im Dritten Reich und Projekte vieler deutscher Fußballvereine zur NS-Geschichte anregte. Seit 2010 ist er als akademischer Mitarbeiter am Historischen Institut der Universität Stuttgart beschäftigt.[2] Seine Forschungsinteressen liegen überwiegend im Bereich der Sportgeschichte, die er aus einer wirtschafts- und unternehmensgeschichtlichen Perspektive heraus betrachtet.[3] Mit diesem Ansatz löste er eine intensive wissenschaftliche Debatte über die Bedeutung ideologischer Motive im Fußball während des Nationalsozialismus aus.[4] In Fernsehdokumentationen trat er u. a. zur Geschichte von Adidas und Puma[5] sowie zur nationalsozialistischen Vergangenheit des deutschen Fußballs auf.[6]

Schriften (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Malte Oberschelp: Interview zum DFB im Dritten Reich: „Anbiederung an die Nazis“, Spiegel Online, 27. September 2005.
  2. Herr Dr. Nils Havemann | Historisches Institut | Universität Stuttgart. Abgerufen am 7. Dezember 2023.
  3. deutschlandfunk.de: 50 Jahre Bundesliga. Abgerufen am 7. Dezember 2023.
  4. Lorenz Peiffer, Dietrich Schulze-Marmeling (Hrsg.): Hakenkreuz und rundes Leder. Fußball im Nationalsozialismus. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-598-3.
  5. Jochen Hieber: „Duell der Brüder“: RTL-Film über Adidas und Puma. In: FAZ.NET. 24. März 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 7. Dezember 2023]).
  6. Terra X History. Abgerufen am 7. Dezember 2023.
  1. Achtung: Die Datenbasis hat sich geändert; bitte Ergebnis überprüfen und SBB=1 setzen, wenn Ergebnis sinnvoll.