Nicasius von Reims

Nicasius von Reims († 407 oder 451) war von 400 bis zu seinem Tod Bischof von Reims. Er ist neben Remigius (Saint-Remi † 533) der bedeutendste Heilige der Stadt und gehört zur Gruppe der Cephalophoren („Kopfträger“).
Vita
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Über das Leben und die Taten des hl. Nicasius ist nur wenig bekannt; er war jedoch der Auftraggeber des Vorgängerbaus der heutigen Kathedrale. Er wurde – zusammen mit seinem Diakon Jucundus und seinem Lektor Florentius sowie seiner Schwester Eutropia – im Verlauf der Vandalen- oder Hunneneinfälle (407 oder 451) durch das Schwert getötet. Mit dem abgeschlagenen Kopf unter dem Arm soll er Gott preisend weiter gelaufen sein.
Verehrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Reliquien des hl. Nicasius werden in Reims und in der Abtei Saint-Vaast bei der Stadt Arras verehrt. Er gilt als Helfer gegen die Pocken.
Darstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der hl. Nicasius wurde nur selten dargestellt. Die bekanntesten Darstellungen befinden sich am nördlichen Querhausportal der Kathedrale von Reims. Weitere Darstellungen sind der Altar der Heiligen Sippe (1503) des Meisters der heiligen Sippe und das Triptychon mit dem Tod Mariens (1515) von Joos van Cleve, beide im Wallraf-Richartz-Museum ausgestellt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ekkart Sauser: NICASIUS von Reims. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 22, Bautz, Nordhausen 2003, ISBN 3-88309-133-2, Sp. 903.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nicasius von Reims |
| KURZBESCHREIBUNG | Bischof von Reims |
| GEBURTSDATUM | 4. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 407 oder 451 |
| STERBEORT | Reims |